BIWAQ im Sprengelkiez
Quelle: Kommunales Forum Wedding e.V.
Der Projektschwerpunkt liegt in langfristig angelegten Bildungs- und Beschäftigungsinitiativen, die der Integration von Langzeitarbeitslosen dienen. Dabei knüpft das Projekt an das Integrierte Entwicklungskonzept des örtlichen Quartiersmanagements an. Es ist im „interkulturellen Gemeinwesenzentrum mit Gesundheitsförderung SprengelHaus“ angesiedelt und schafft Verbindungen und Übergänge zwischen Handlungsfeldern verschiedener Akteure im Haus. Dies sind der „Parcours zur Erwerbssicherung“ (Kommunales Forum Wedding e.V.), die Stärkung der lokalen Ökonomie (Stadtteilgenossenschaft Wedding eG) und die soziale Integration durch Öffnung von Räumen für stadtteilbezogenes Engagement (Gemeinsam im Stadtteil e.V.). Zu diesem Zweck wirken Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter als „Supporter“ bei und zwischen den strategischen Partnern.
Aspekte der Gleichstellung von Mann und Frau im gesamten Projekt werden spezifisch in der Aktion BIWAQ Gender bearbeitet.
| Kooperationspartner |
Bezirksamt Mitte von Berlin
Comovis GbR, Regionalbüro Rungestraße Fachhochschule Potsdam Gemeinsam im Stadtteil e.V. JobCenter Berlin Mitte Quartiersmanagement Sparrplatz Stadtteilgenossenschaft Wedding eG |
|---|---|
| Handlungsfelder | Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit |
| Zielgruppen |
Personen des Rechtskreises SGB II
Migrantinnen und Migranten Betriebe der lokalen Ökonomie |
Handlungsbedarf und Ziele
Quelle: Kommunales Forum Wedding e.V.
Das Monitoring Soziale Stadt erfasst die Entwicklungen in den Quartiersmanagement-Gebieten regelmäßig; so zuletzt 2009 mit folgenden Kernaussagen: Das Gebiet liegt mit Rang 395 auf einem der hintersten Plätze des Gesamtberliner Entwicklungsindex. Es ist Teil einer von fünf Stadtregionen in Berlin, in der sich Probleme ballen, so dass diese Regionen als „Aktionsräume plus“ vorrangig gefördert werden sollen.
Vor diesem Hintergrund ist es nach Einschätzung des Trägers unerlässlich, am Ort wieder vielfältige Möglichkeiten zu schaffen, sich sinnvoll und anerkannt zu betätigen, den Ort gleichzeitig als soziales Bezugssystem erfahrbar zu machen und Einkommen zu erzielen, um Resignation und gesellschaftliche Ausgrenzung überwinden zu können. Den Kern solcher Ansätze bildet die individuelle, maßgeschneiderte Begleitung und Unterstützung von (Langzeit-)Arbeitslosen. Diese teilnehmerorientierte Arbeit muss jedoch um die Stärkung von örtlichen Unterstützungseinrichtungen und Kooperationsstrukturen sowie die systematische Erschließung gesellschaftlich nützlicher Beschäftigungs- und Geschäftsfelder ergänzt werden, um wirksam zu werden.
Aktivitäten
- Maßnahme „Job-Chance“ (M1): Erstberatung zu ALG I, ALG II und Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG), Beratung von Arbeitslosen ohne Transferleistungen, Sprachkurse „Deutsch und Beruf“, Coaching in and on the job, Existenzgründungsberatung für Arbeitslose, Weiterentwicklung von Lehr- und Lernmaterial
- Maßnahme „ÖBS im Sprengelkiez“ (M2): Sicherung der Qualifizierung und Begleitung der ÖBS-Beschäftigten im SprengelHaus über das 1. Förderjahr hinaus
- Maßnahme „Lokale Ökonomie und Beschäftigungsprojekte“ (M3): Einbindung des Wirtschaftsnetzwerks der Stadtteilgenossenschaft, Qualifizierung und Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen bei der Entwicklung neuer Beschäftigungsfelder
- Maßnahme „Kiezagentur“ (M4): Entwicklung einer Organisations-, Kommunikations- und Beteiligungsstruktur für die „Kiezagentur“ und die Kooperation mit anderen örtlichen Einrichtungen im Handlungsfeld Qualifizierung und Beschäftigung, Durchführung von zwei lokalen Foren pro Jahr, Bedarfsermittlung, Potenzialanalysen und Konzeptionen für die Erschließung neuer Beschäftigungsfelder
- Maßnahme „Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit, Erfahrungsaustausch“ (M5): Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation der laufenden Aktivitäten, Auswertung und Erfahrungsaustausch durch Durchführung von Fachveranstaltungen und Transferworkshops
- Maßnahme „Wissenschaftliche Begleitung und formative Evaluation“ (M6): formative Evaluation, Wissenstransfer, Exkursionen zu „Good-Practice-Beispielen“, Projektseminar mit der Fachhochschule Potsdam, Analyse „Gender im BIWAQ Sprengelkiez“
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Sparrplatz
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
WeTek Berlin gGmbH
Christinenstraße 18/19
10119 Berlin
Telefon: 030 44383301
Fax: 030 44383369
scherer@wetek.de
WeTek Berlin gGmbH


