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BIWAQ im Sprengelkiez

Agentur für gesellschaftlich nützliche Qualifizierung und Beschäftigung im Sprengelkiez

Das Projekt dient der Eröffnung von neuen Möglichkeiten der individuellen beruflichen und sozialen Integration von Langzeitarbeitslosen im sozialen Nahraum, dem „Sprengelkiez“ in Berlin-Wedding. Hierfür werden Übergänge von freiwilliger stadtteilbezogener Arbeit hin zu Erwerb sichernder Beschäftigung im Stadtteil geschaffen. Zur Verknüpfung, Stärkung und Weiterentwicklung vorhandener Projekte, Netzwerke und Unterstützungsstrukturen wird eine „Agentur für gesellschaftlich nützliche Qualifizierung und Beschäftigung im Sprengelkiez“ aufgebaut.

Der Projektschwerpunkt liegt in langfristig angelegten Bildungs- und Beschäftigungsinitiativen, die der Integration von Langzeitarbeitslosen dienen. Dabei knüpft das Projekt an das Integrierte Entwicklungskonzept des örtlichen Quartiersmanagements an. Es ist im „interkulturellen Gemeinwesenzentrum mit Gesundheitsförderung SprengelHaus“ angesiedelt und schafft Verbindungen und Übergänge zwischen Handlungsfeldern verschiedener Akteure im Haus. Dies sind der „Parcours zur Erwerbssicherung“ (Kommunales Forum Wedding e.V.), die Stärkung der lokalen Ökonomie (Stadtteilgenossenschaft Wedding eG) und die soziale Integration durch Öffnung von Räumen für stadtteilbezogenes Engagement (Gemeinsam im Stadtteil e.V.). Zu diesem Zweck wirken Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter als „Supporter“ bei und zwischen den strategischen Partnern.

Aspekte der Gleichstellung von Mann und Frau im gesamten Projekt werden spezifisch in der Aktion BIWAQ Gender bearbeitet.

Steckbrief
Kooperationspartner Bezirksamt Mitte von Berlin
Comovis GbR, Regionalbüro Rungestraße
Fachhochschule Potsdam
Gemeinsam im Stadtteil e.V.
JobCenter Berlin Mitte
Quartiersmanagement Sparrplatz
Stadtteilgenossenschaft Wedding eG
Handlungsfelder Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Zielgruppen Personen des Rechtskreises SGB II
Migrantinnen und Migranten
Betriebe der lokalen Ökonomie

Handlungsbedarf und Ziele

Der „Sprengelkiez“ (= das Programmgebiet Sparrplatz-Wedding) ist ein innenstadtnahes gründerzeitliches Altbauquartier mit der typischen Problemkonstellation. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch hohe Arbeitslosigkeit (16- bis 65-jährige rd. 13%, Langzeitarbeitslose 4%, Jugendliche etwa 7%), einer Vielzahl von Kindern, die in Armut leben, dem Wegzug einkommensstarker, zumeist deutscher Bevölkerungsgruppen bzw. dem Zuzug von sozial schlechter gestellten Familien.

Das Monitoring Soziale Stadt erfasst die Entwicklungen in den Quartiersmanagement-Gebieten regelmäßig; so zuletzt 2009 mit folgenden Kernaussagen: Das Gebiet liegt mit Rang 395 auf einem der hintersten Plätze des Gesamtberliner Entwicklungsindex. Es ist Teil einer von fünf Stadtregionen in Berlin, in der sich Probleme ballen, so dass diese Regionen als „Aktionsräume plus“ vorrangig gefördert werden sollen.

Vor diesem Hintergrund ist es nach Einschätzung des Trägers unerlässlich, am Ort wieder vielfältige Möglichkeiten zu schaffen, sich sinnvoll und anerkannt zu betätigen, den Ort gleichzeitig als soziales Bezugssystem erfahrbar zu machen und Einkommen zu erzielen, um Resignation und gesellschaftliche Ausgrenzung überwinden zu können. Den Kern solcher Ansätze bildet die individuelle, maßgeschneiderte Begleitung und Unterstützung von (Langzeit-)Arbeitslosen. Diese teilnehmerorientierte Arbeit muss jedoch um die Stärkung von örtlichen Unterstützungseinrichtungen und Kooperationsstrukturen sowie die systematische Erschließung gesellschaftlich nützlicher Beschäftigungs- und Geschäftsfelder ergänzt werden, um wirksam zu werden.

Aktivitäten

  • Maßnahme „Job-Chance“ (M1): Erstberatung zu ALG I, ALG II und Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG), Beratung von Arbeitslosen ohne Transferleistungen, Sprachkurse „Deutsch und Beruf“, Coaching in and on the job, Existenzgründungsberatung für Arbeitslose, Weiterentwicklung von Lehr- und Lernmaterial
  • Maßnahme „ÖBS im Sprengelkiez“ (M2): Sicherung der Qualifizierung und Begleitung der ÖBS-Beschäftigten im SprengelHaus über das 1. Förderjahr hinaus
  • Maßnahme „Lokale Ökonomie und Beschäftigungsprojekte“ (M3): Einbindung des Wirtschaftsnetzwerks der Stadtteilgenossenschaft, Qualifizierung und Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen bei der Entwicklung neuer Beschäftigungsfelder
  • Maßnahme „Kiezagentur“ (M4): Entwicklung einer Organisations-, Kommunikations- und Beteiligungsstruktur für die „Kiezagentur“ und die Kooperation mit anderen örtlichen Einrichtungen im Handlungsfeld Qualifizierung und Beschäftigung, Durchführung von zwei lokalen Foren pro Jahr, Bedarfsermittlung, Potenzialanalysen und Konzeptionen für die Erschließung neuer Beschäftigungsfelder
  • Maßnahme „Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit, Erfahrungsaustausch“ (M5): Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation der laufenden Aktivitäten, Auswertung und Erfahrungsaustausch durch Durchführung von Fachveranstaltungen und Transferworkshops
  • Maßnahme „Wissenschaftliche Begleitung und formative Evaluation“ (M6): formative Evaluation, Wissenstransfer, Exkursionen zu „Good-Practice-Beispielen“, Projektseminar mit der Fachhochschule Potsdam, Analyse „Gender im BIWAQ Sprengelkiez“

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Sparrplatz
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Christine Scherer
WeTek Berlin gGmbH
Christinenstraße 18/19
10119 Berlin
Telefon: 030 44383301
Fax: 030 44383369
scherer@­wetek.de
WeTek Berlin gGmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Berlin

Stadt/Gemeinde
Berlin

Programmgebiet
Sparrplatz

Projektlaufzeit
01/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Christine Scherer
WeTek Berlin gGmbH
Christinenstraße 18/19
10119 Berlin
Telefon: 030 44383301
Fax: 030 44383369
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