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PluS

Perspektiven lebendig gestalten und Selbstverantwortung übernehmen

PluS ist ein Aktivierungsprojekt mit dem Ziel, die lebens- und arbeitsweltbezogene Qualifikation und soziale Situation Langzeitarbeitsloser in der Ebersbacher Siedlung Oberland zu unterstützen. Erreicht werden soll das durch 3 Projektelemente:

  • Das bisherige CVJM-Selbsthilfebüro wird professionalisiert und zu einer Coachingagentur für Langzeitarbeitlose weiterentwickelt. Fachlich qualifizierte Arbeitslose übernehmen nach einer Coachingausbildung die Seniorpatenschaft für weitere Langzeitarbeitslose. Begleitet werden diese Patenschaften durch Maßnahmen, die die Coachee bewusst aus ihren bisherigen Realitäten herauslösen und neue Perspektiven ermöglichen.
  • Im Quartier wird bedarfsgerecht ein sozialwirtschaftlicher Betrieb aufgebaut, der lokale Möglichkeiten für die Beschäftigung langzeitarbeitsloser Facharbeiterinnen und -arbeiter, aber auch weniger Qualifizierter bietet und damit den Übergang in den 1. und 2. Arbeitsmarkt unterstützen soll. Hierbei geht es um den Abbau und die Verwertung von Umgebindehäusern, einem speziellen Haustyp, der Blockbauweise, Fachwerk und Massivbauweise miteinander verbindet.
  • Mit einer „Experimentierwerkstatt“ wird eine Plattform für den Transfer präventiver Aktivitäten in das vorgelagerte Handlungsfeld „Übergang Schule – Beruf“ aufgebaut. Diese dient der Kooperation mit den Schulen im Stadtteil (Mittel- / Förderschulzentrum) und verbindet integrativ alle Projektbausteine von PluS.
Steckbrief
Kooperationspartner C 4 - Oberland e.V.
Stadtteilbüro „Oberland“ (Quartiersmanagement)
Stadt Ebersbach/Sa.
Zittauer Bildungsgesellschaft gGmbH
IB Jugendberatung Ebersbach/Sa.
Andert Mittelschule Ebersbach/Sa.
Förderschulzentrum Oberland „Albert Schweitzer“
Landkreis Görlitz – Fachdienst Beschäftigung und Arbeit Löbau-Zittau
Handlungsfelder Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Personen des Rechtskreises SGB II
Familien
Schülerinnen und Schüler
Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher

Handlungsbedarf und Ziele

Im Quartier Oberland bestätigen sich jetzt die 1996 in einer Studie prognostizierten Tendenzen: Die Zahl Langzeitarbeitsloser nimmt stetig zu. Die Dauer der Erwerbslosigkeit von 10-15 Jahren ist keine Seltenheit mehr. Häufig handelt es sich um ehemalige Beschäftigte der Textilindustrie, die während des Niedergangs der Branche nach 1989 ihren Job verloren haben und seither kaum einen neuen Zugang zum Arbeitsmarkt fanden. Das geringe Mietpreisniveau im Stadtteil hat für weiteren Zuzug Arbeitsloser gesorgt. 73% der Bevölkerung im Quartier leben von ALG I / II oder Rente. In einer aktuellen Studie wurde darüber hinaus ein 39%iger männlicher „Überschuss“ in der Gruppe der 18-36jährigen festgestellt. Junge Frauen mit guter (Aus-)Bildung sind flexibler. Sie haben auf dem überregionalen Arbeitsmarkt bessere Chancen und verlassen das Quartier. Die verbleibenden jungen Menschen haben derzeit kaum Chancen auf ein angemessenes Erwerbsleben. Sie übernehmen Verhaltensmuster ihrer langzeitarbeitslosen Eltern. Dieser Trend kann aus der Sozialprojektarbeit des CVJM bestätigt werden.

Im Projekt PluS sollen daher auf Basis der gemachten Erfahrungen Coaching, Betreuung und Angebote für alle relevanten Altersgruppen konsequent weiterentwickelt werden, um den Kreis von Arbeitslosigkeit, Resignation und Bildungsarmut zu durchbrechen. PluS ist ein Aktivierungsprojekt mit dem Ziel, die lebens- und arbeitsweltbezogene Qualifikation und soziale Situation Langzeitarbeitsloser im Stadtteil Oberland zu unterstützen, indem durch das Projekt eine nachhaltige Komponente in die örtliche Wirtschaft implementiert und somit die berufliche Integration und soziale Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner mit einer direkten Wertschöpfung im Quartier synergetisch verbunden wird.

Im Projekt PluS wird die lebens- und arbeitsweltorientierte Aktivierung langzeitarbeitsloser Quartiersbewohnerinnen und -bewohner mit der Schaffung lokaler Beschäftigungsmöglichkeiten verbunden – als Schnittstelle zum 1. und 2. Arbeitsmarkt und als Übergang in ein neues Erwerbsleben. Fachlich qualifizierte Arbeitslose übernehmen dabei nach einer Coachingausbildung die Seniorpatenschaft für weitere Langzeitarbeitslose. Begleitet werden diese Patenschaften durch Maßnahmen, die die Coachee bewusst aus ihren bisherigen Realitäten herauslösen und neue Perspektiven ermöglichen (Teilprojekt (TP) 1). Ergänzt werden diese spezifischen Projektbausteine durch eine präventive Komponente, die den der Arbeitswelt vorgelagerten Bereich Übergang Schule – Ausbildung/Beruf einschließt. Mit diesem Vorgehen will PluS für die betroffenen Familien (mit Schul- und/oder Ausbildungsabbrechern, Schulverweigerern, Lernschwachen) ein Aktionsfeld außerhalb ihrer ggf. „festgefahrenen“ Handlungsmuster und -radien ermöglichen (TP 2). Durch die Beauftragung eines professionellen Coaches und eines fachlich qualifizierten Institutes sollen Erfolg, Nachhaltigkeit und Ergebnistransfer in die Zukunft gesichert werden.

Aktivitäten

  • TP 1: Ausbildung vormals im Selbsthilfebüro tätiger, jetzt arbeitsloser/von Arbeitslosigkeit bedrohter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch externen Trainer zu Seniorcoaches und Weiterentwicklung des Selbsthilfebüros zu einer Coachingagentur
  • Coaching in der Agentur und flankierende Qualifizierungsangebote für Langzeitarbeitslose
  • Aufbau eines sozialwirtschaftlichen Unternehmens mit Beschäftigungsmöglichkeiten für die Zielgruppe
  • Begleitprogramm für die Zielgruppe mit erlebnis- und handlungsorientierten Kleinprojekten
  • TP 2: Aufbau einer Experimentierwerkstatt im Handlungsfeld Übergang Schule – Beruf unter Einbindung der Schulen

Projektinformationen

Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Sachsen
Stadt: Ebersbach/Sa.
Programmgebiet: Plattensiedlung „Oberland“
Projektlaufzeit: 10/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Mario Friedrich
CVJM Lebensraum e.V.
Anhalter Straße 4
02730 Ebersbach/Sa.
Telefon: 03586 708417
Fax: 03586 708419
friedrich@­cvjm-lebensraum.de
CVJM Lebensraum e.V.

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Konvergenz

Bundesland
Sachsen

Stadt/Gemeinde
Ebersbach/Sa.

Programmgebiet
Plattensiedlung „Oberland“

Projektlaufzeit
10/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Mario Friedrich
CVJM Lebensraum e.V.
Anhalter Straße 4
02730 Ebersbach/Sa.
Telefon: 03586 708417
Fax: 03586 708419
friedrich@­cvjm-lebensraum.de
CVJM Lebensraum e.V.

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