NORDSTADT[PLUS]
Das Projekt NORDSTADT[PLUS] hat die Stärkung der lokalen Ökonomie im Dortmunder Quartier Nordstadt zum Ziel. Neben der Bestandssicherung und Weiterentwicklung bestehender lokaler Unternehmen ist dabei ein wesentlicher Aspekt die Verbesserung der Bildungs- und Erwerbschancen der Bewohnerinnen und Bewohner und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Zur Umsetzung der Ziele von NORDSTADT[PLUS] werden drei bedarfsgerechte Projektbausteine umgesetzt:
- Gründung: Aufbau eines neuen GründerinnenZentrums Nordstadt und Beratungs- und Qualifizierungsangebote für die Existenzgründerinnen
- Mikrofinanzierung: Weiterentwicklung der Genossenschaft NordHand eG und Entwicklung neuer Mikrofinanzprodukte für lokale Gewerbetreibende und Neugründer
- Bildung/Qualifizierung: Durchführung von Bildungsexkursionen für Schülerinnen und Schüler aus der Nordstadt, Stärkung berufsbezogener Kompetenzen in Leistungskursen und Berufspraktika; Konzeption, Entwicklung und Aufbau einer gemeinsamen „Profilschule“ der Schulen in der Nordstadt für bilingualen Unterricht; Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für Beschäftigte und Gewerbetreibende im Quartier
| Kooperationspartner |
Stadt Dortmund: Schulamt, Stadtplanungsamt (Abt. Stadterneuerung: kommunale Koordinierungsstelle Soziale Stadt), Volkshochschule Dortmund (VHS)
Quartiersmanagements Borsigplatz, Hafen und Nordmarkt Arbeiterwohlfahrt Dortmund (AWO) Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit / Soziales Zentrum Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen Industrie und Handelskammer Dortmund (IHK) NordHand eG einschl. Gründerinnenzentrum Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Östliches Ruhrgebiet |
|---|---|
| Handlungsfelder |
Stärkung der lokalen Ökonomie
Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf |
| Zielgruppen |
Alleinerziehende
Frauen Existenzgründerinnen und Existenzgründer Betriebe der lokalen Ökonomie Schülerinnen und Schüler |
Handlungsbedarf und Ziele
Die Nordstadt ist ein innenstadtnahes gründerzeitliches Arbeiterquartier in Dortmund. Auf 310 ha Wohnbaufläche leben etwa 53.000 Bewohnerinnen und Bewohner (Stand: 2008). Der Stadtbezirk Dortmund-Nord gliedert sich in die Quartiere Hafen, Nordmarkt und Borsigplatz. Die Arbeitslosenquote liegt bei 28% (Dortmund: 14 %). Etwa drei Fünftel der Bewohner (58%) haben eine Migrationsbiografie (Dortmund: 23%, Stand: 2005). In der Nordstadt gibt es etwa 3.500 Gewerbebetriebe, die rund 23.800 Arbeitsplätze bieten. Die Struktur besteht aus Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie und Handwerk; der Anteil der von Migranten geführten Betriebe liegt bei einem Drittel (33%). Viele Betriebe werden von geringqualifizierten Gewerbetreibenden geführt, eklatante Defizite in der Betriebsführung sind die Folge. Die Fluktuation liegt bei jährlich rund 20 %. Die allgemeinbildenden Schulen im Quartier haben Anteile an Schülerinnen und Schülern mit Migrationsbiographie von 70 bis 90%. Ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind unterdurchschnittlich. Die Gesamtschule weist einen Anteil an Schulabbrecherinnen und -abbrechern von bis zu 30% auf. Die mittelständischen Betriebe gewinnen nur 6% ihrer Auszubildenden aus der Umgebung.
Vor diesem Hintergrund hat das Projekt NORDSTADT[PLUS] zum Ziel, die lokale Wirtschaft im Quartier zu stärken, die Bildungs- und Erwerbschancen der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern und den Aufbau neuer Arbeitsplätze voranzutreiben. Dabei ist die Bestandssicherung und Weiterentwicklung bestehender lokaler Unternehmen ein wesentlicher Aspekt der Projektkonzeption. Zur Umsetzung der Ziele von NORDSTADT[PLUS] werden drei bedarfsgerechte Projektbausteine umgesetzt:
- Gründung: Aufbau eines neuen GründerinnenZentrums Nordstadt nach dem Inkubatorenprinzip und Beratungs-, Diagnose-, Orientierungs- und Qualifizierungsangebote für die Existenzgründerinnen
- Mikrofinanzierung: Weiterentwicklung der Genossenschaft NordHand eG und Entwicklung neuer Mikrofinanzprodukte für lokale Gewerbetreibende und Neugründer
- Bildung/Qualifizierung: Durchführung von Bildungsexkursionen für Schülerinnen und Schüler aus der Nordstadt, Motivation zur Aufnahme technischer Ausbildungen, Stärkung berufsbezogener Kompetenzen in Leistungskursen und Berufspraktika; Konzeption, Entwicklung und Aufbau einer gemeinsamen „Profilschule“ der Schulen in der Nordstadt für bilingualen Unterricht; Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für Beschäftigte und Gewerbetreibende im Quartier
Aktivitäten
Gründung:
- Etablierung eines neuen GründerinnenZentrums Nordstadt nach dem Inkubatorenprinzip: Studie zur Analyse von Chancen und Risiken, Konzeption und Aufbau des Zentrums und Identifikation einer Trägerorganisation, Akquise von Teilnehmerinnen, Einrichtung einer Kinderbetreuung
- Beratungs-, Diagnose-, Orientierungs- und Qualifizierungsangebote für die Existenzgründerinnen: Profiling, vertiefte Gründungsberatung, gemeinsame Entwicklung der Geschäftsideen im Inkubator, Qualifizierung zur Unternehmensgründung, enge Kooperation mit Gründerinnenzentrum der NordHand eG.
- Mikrofinanzierung: Weiterentwicklung der Genossenschaft NordHand eG, Entwicklung der Kommunikationsstrategie zur Gewinnung neuer Partner für die Genossenschaft, Entwicklung neuer Mikrofinanzprodukte für lokale Gewerbetreibende und Neugründer, Beratung zur Mikrofinanzierung
Bildung/Qualifizierung:
- Durchführung von Bildungsexkursionen, Stärkung berufsbezogener Kompetenzen in spezifischen Leistungskursen; Berufspraktika und Projekte in Unternehmen (in Kooperation mit Berufsschulen und -kollegs)
- Studie zur Entwicklung einer „Profilschule“ für bilingualen Unterricht, Konzeption der Profilschule, Netzwerkaufbau zur Umsetzung des Curriculums
- Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für Beschäftigte und Gewerbetreibende im Quartier: aufsuchende Ansprache der Zielgruppen durch Weiterbildungsberater, Analyse der Bedarfe, Unterstützung bei Antragstellung
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Stadt: Dortmund
Programmgebiet: Nordstadt
Projektlaufzeit: 9/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Stadt Dortmund, Wirtschaftsförderung Dortmund
Holsteiner Straße 16
44145 Dortmund
Telefon: 0231 28673916
Fax: 0231 28673917
hubert.nagusch@stadtdo.de
Stadt Dortmund, Wirtschaftsförderung Dortmund


