Netzwerk ABBA
| Kooperationspartner |
AK MIKRA (Arbeitskreis Migranten in Kranichstein)
ARGE Darmstadt bauverein AG Darmstadt Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. (BWHW) Caritasverband Darmstadt e.V. Erich Kästner-Schule (IGS) und Förderkreis der Schule Förderverein Kranichstein e.V. Gewerbeverein Kranichstein e.V. Junge Filmproduktion Kranichstein (JFK) Netzwerk ROPE e.V. Ökumenisches Gemeindezentrum Darmstadt-Kranichstein & Ökumenisches Kinder- und Jugendhaus Polizeipräsidium Südhessen Staatliches Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt Wissenschaftsstadt Darmstadt: Schulamt, Jugendamt (Abt. Kinder- und Jugendförderung, Jugendbildungswerk, Fachstelle Jugendberufshilfe, Schulsozialarbeit), Dezernate IV (Schule) und V (Soziales), Frauenbüro, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Interkulturelles Büro Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V. (SKA) & Schulsozialarbeit (SchulOASE) Stadtteilmanagement Freischlad + Holz Stadtteilwerkstatt Kranichstein (Caritas & Diakonie) Wohnpark Kranichstein |
|---|---|
| Handlungsfelder | Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf |
| Zielgruppen |
Jugendliche und junge Erwachsene
Schülerinnen und Schüler Eltern Migrantinnen und Migranten |
Handlungsbedarf und Ziele
Laut den im Jahr 2005 für das Soziale-Stadt-Programmgebiet ermittelten Strukturdaten ist Kranichstein der Stadtteil mit der höchsten Transferleistungsdichte in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Sie liegt mit etwa 22% deutlich über dem Wert der Gesamtstadt (rd. 5%). 39% der Minderjährigen im Quartier sind von staatlichen Transferleistungen abhängig. Über die Hälfte aller Transferleistungsempfängerinnen und -empfänger sind Migranten. Dabei machen die Migrantinnen und Migranten nur ein Drittel der Einwohnerzahl von Kranichstein aus. Der Anteil der Migrantinnen und Migranten in Kranichstein liegt ebenfalls deutlich über dem Anteil der Gesamtstadt. Jeder 3. Migrant im Stadtteil ist minderjährig. Insgesamt sind etwa 28% der Kranichsteiner unter 18 Jahre alt, aber nur 16% im sonstigen Stadtgebiet. Jugendliche, besonders solche mit Migrationshintergrund, sind in Kranichstein im städtischen Vergleich also überproportional stark von sozialen und wirtschaftlichen Risikolagen wie unzureichenden Bildungsabschlüssen und Arbeitslosigkeit betroffen. Der Handlungsbedarf zeichnet sich damit deutlich für eine intensivierte Phase beruflicher Orientierung und eine koordinierte Übergangsplanung Schule-Beruf ab. Diese sollte wesentliche Umfeldfaktoren berücksichtigen, u.a. den Einbezug der Eltern und Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort. Die Potenziale der lokalen (Migranten-)Ökonomie, die zu einer Verbesserung der Situation vor Ort führen könnten, sind bislang zuwenig ausgeschöpft worden.Ziel von ABBA ist es, Schülerinnen und Schülern im Rahmen des integrierten Entwicklungskonzepts Soziale Stadt im Programmgebiet Darmstadt-Kranichstein den Einstieg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erleichtern. Teilziele sind die stärkere Vernetzung relevanter Akteure, die gemeinsame Qualitätsentwicklung des Übergangsmanagements auf der operativen Ebene durch Kooperation von Schule und Jugendarbeit sowie die Förderung lokaler Betriebe und intensivierte Elternarbeit.
ABBA setzt im Rahmen des Soziale Stadt-Prozesses auf die Erweiterung und Verstetigung lokaler Netzwerke, die insbesondere der besonders gefährdeten Gruppe der Jugendlichen (mit Migrationshintergrund) zugute kommen. Bereits bestehende Modelle einer abgestimmten Bildungsplanung sowie eines Übergangsmanagements Schule–Beruf werden ausgebaut und hinsichtlich der Eingliederung in Ausbildung und Beruf deutlicher unter dem Gesichtspunkt der Ausschöpfung lokal vorhandener und noch ungenutzter ökonomischer und arbeitsmarktbezogener Ressourcen akzentuiert. Die Vernetzungsstruktur im Stadtteil stellt bereits jetzt im städtischen Vergleich eine Besonderheit dar. Mit ABBA soll das Netzwerk über den bisherigen Rahmen hinaus durch die Einbeziehung weiterer Akteure, insbesondere die verstärkte Zusammenarbeit mit – aktuell sowie „potenziell“ – ausbildenden Betrieben in Kranichstein und dem näheren Umfeld weiter vorangebracht werden. Von zentraler Bedeutung ist, dass die Qualitätsentwicklung des Übergangsprozesses in Zusammenarbeit von Jugend(berufs)hilfe und Schule gemeinsam vorangetrieben und Teil des operativen Handlungsfelds der beteiligten Bildungsakteure wird. Entscheidend ist dabei neben dem kooperativen Handeln der Akteure auch das Aufbrechen traditioneller Grenzen von institutionellen Zuständigkeiten.Aktivitäten
- Kranichsteiner Bildungsnetzwerk: Aufbau strategischer Arbeitsgruppen zur Schaffung koordinierter Verfahren und Strukturen der Bildungsplanung inkl. Berichtsverfahren
- Kranichsteiner Bildungsplanungskonferenz: Einsetzung von Arbeitsgruppen zur schulischen Einbettung des Diagnoseverfahrens DIATRAIN und ausbildungsvorbereitendem Coaching, Übungsfirmen und Entwicklungsprojekte (z.B. Schülercafé), Seminare (u.a. zur Sozialkompetenz), Betriebspraktika, Fortentwicklung des Curriculums
- Arbeitskreis Elternarbeit Kranichstein: Einsetzung des Arbeitskreises, Gestaltung von Infomaterialien, Einrichtung eines „Elterncafé“ mit Beratungsangeboten, Elternseminare, aufsuchende Bildungsberatung
- Interessenverbund Lokale Ökonomie Kranichstein: Einsetzung eines Arbeitskreises, Analyse der Gewerbestruktur, Ermittlung von Förder- und Qualifizierungsbedarfen bei lokalen Betrieben, Vernetzung von Migranten- und deutschen Betrieben, Etablierung eines „Runden Tisches für Ausbildung“, lokale Ausbildungsmesse, Auflage eines Zertifikats „Kompetenznachweis Kranichstein“
- Monitoringstelle BIWAQ: Prozess- und wissenschaftliche Begleitung sowie Koordination des Projekts, Vernetzung der Akteure auf strategischer, steuernder, operativer, flankierender Ebene; Moderation, Dokumentation, Evaluation und Ergebnissicherung; Berichte, Öffentlichkeitsarbeit und Ergebnistransfer.
Filmbeitrag
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Hessen
Stadt: Darmstadt
Programmgebiet: Kranichstein
Projektlaufzeit: 02/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Netzwerk ROPE e.V. - European Network for Educational and Youthwork Services
Hindenburgstraße 33
64295 Darmstadt
Telefon: 06151 3915828
Fax: 06151 3087002
abba@network-rope.org
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