Phoenix

| Kooperationspartner |
Stiftung SPI, Niederlassung Brandenburg
RAG Bildung GmbH EUROPANORAT Wirtschaftsakademie GmbH StadtBüro Hunger, Stadtforschung und -entwicklung GmbH (Quartiersmanager) Agentur für Arbeit/Job Center Oberspreewald-Lausitz WEQUA GmbH (Kompetenzagentur) Miteinander GmbH (Familienladen) Der Würfel e.V. (Jugendeinrichtung, Schulsozialarbeit) Runder Tisch der Jugendarbeit Senftenberg Neue Bühne Senftenberg Tourismusverein Lausitzer Seen e.V. Schüleragentur Senftenberg und 25 weitere Einrichtungen und Vereine in Senftenberg |
|---|---|
| Handlungsfelder | Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit |
| Zielgruppen |
Jugendliche und junge Erwachsene
Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher |
Handlungsbedarf und Ziele
In der westlichen Innenstadt von Senftenberg treten komplexe Problemlagen des wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Wandels konzentriert auf. Hauptproblem ist die hohe Arbeitslosigkeit. Im April 2008 waren von den 27.000 Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt 3.200 Einwohner arbeitslos. Darunter waren etwa 1.800 Langzeitarbeitslose und rund 300 junge Arbeitslose (U25). Vor allem im Programmgebiet der Sozialen Stadt (4.500 EW) leben überdurchschnittlich viele Menschen, die nicht in die Arbeitswelt integriert sind, häufig auch in prekären sozialen Lagen. Überforderte Eltern mit geringer gesellschaftlicher Anerkennung und Perspektiv- und Mutlosigkeit vieler Jugendlicher sind die Folgen. Sie bilden in vielen Fällen den Nährboden für Verweigerung, Intoleranz und Sucht. Diese Entwicklungen schlagen sich im Quartier Westliche Innenstadt im Besonderen nieder.Es besteht ein besonderer Handlungsbedarf, den am Rand stehenden jungen Menschen eine Perspektive zu vermitteln und sie in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Die verbreitete Verweigerungshaltung der jungen Menschen offenbart den Bedarf an besonderen Wegen des Zugangs. Nicht losgelöst davon zu sehen ist die Perspektive der Langzeitarbeitslosen – häufig sind dies die Eltern. Der Bedarf nach einem ganzheitlichen Handlungsansatz ist offensichtlich, um den Problemlagen wirksam zu begegnen. Das Projekt Phoenix greift daher die Problemlagen auf und hat folgende Ziele: wirksame Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und der Erwerbsperspektiven für verweigernde und schwer vermittelbare junge Menschen, und Stärkung von Schlüsselkompetenzen für den 1. Arbeitsmarkt bei Langzeitarbeitslosen.
Über Streetwork und niedrigschwellige Angebote (Theater, Werkstatt) in Einrichtungen des Programmgebiets werden neue Formen des Zugangs zu den benachteiligten jungen Menschen erprobt. Aufbauend greifen individuell ausgerichtete Maßnahmen zur Vorbereitung der beruflichen Integration. Phoenix bezieht örtliche Angebote (Kompetenzagentur, Familienladen) sowie weitere Partner ein (Schulsozialarbeit, Jugendeinrichtungen). Dabei baut das Projekt auch auf bestehende Kooperationen aus vorangegangenen Projekten mit Unternehmen (etwa 400 Betriebe) sowie mit dem Job-Center auf. Der Ansatz bezieht sich auf die Ziele und bisher umgesetzte Maßnahmen der Sozialen Stadt. Phoenix setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
- Aufbau des Zugangs und Aktivierung der Jugendlichen: Einrichtung des Streetworks, eines Theaterangebots (45 Aufführungen, 3 Ausstellungen) und einer Werkstatt (Teilnehmerzahl 60),
- Individuelle Vorbereitung der beruflichen Integration: Schulungen, Trainings und individuelles Coaching: (Teilnehmerzahl 40) sowie
- Vermittlungen in Praktikumsbetriebe und in den 1. Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
Aktivitäten
- Theater und Ausstellung im Kultur- und Freizeitzentrum Pegasus. Aktive Mitwirkung von jeweils 20 arbeitslosen Jugendlichen und langzeitarbeitslosen Erwachsenen in 3 Durchgängen an allen Aufgaben eines Theaters (Darstellung, Technik, Organisation), fachliche und sozialpädagogische Anleitung, Abschluss der Durchgänge mit mindestens 5 Aufführungen eines Trilogieteils und einer Ausstellung der Teilnehmenden
- Werkstatt in direkter Nachbarschaft zu informellen Treffpunkten der Jugendlichen im Quartier: Einrichtung einer Werkstatt in einer ehemaligen Turnhalle, Gestaltung eigener handwerklich-technischer Projekte durch die Jugendlichen, u.a. Kleinmöbel-, Spiel- und Modellbau sowie Kulissen- und Bühnenbau für das Theater
- Individuelle Vorbereitung der beruflichen Integration für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in beiden Angeboten: Kompetenzfeststellungen, Coachings, Qualifizierungsmodule; konkrete Vermittlungen in weiterführende Praktika sowie in Ausbildung und Arbeit, Nutzung weiterer Betreuungs- und Vermittlungsangebote über Clearingverfahren (u.a. mit der Kompetenzagentur)
Projektinformationen
Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Brandenburg
Stadt: Senftenberg
Programmgebiet: Westliche Innenstadt
Projektlaufzeit: 06/2009 bis 3/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Stadt Senftenberg
Markt 1
01968 Senftenberg
Telefon: 03573 701254
Fax: 03573 701207
martina.wegehaupt@senftenberg.de
Stadt Senftenberg




