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Phoenix

In der westlichen Innenstadt von Senftenberg treten komplexe Problemkonstellationen des wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Wandels konzentriert auf. Hier leben überdurchschnittlich viele Menschen, die nicht in die Arbeitswelt integriert sind, oft auch in prekären sozialen Lagen. Insbesondere arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene sind in besonderem Maße betroffen. Die Perspektivlosigkeit führt bei ihnen zu einer verbreiteten Verweigerungshaltung. Nicht losgelöst davon zu sehen ist die Perspektive der Langzeitarbeitslosen – häufig sind dies die Eltern. Der Bedarf nach einem ganzheitlichen Handlungsansatz ist offensichtlich, um den Problemlagen wirksam zu begegnen. Projektziele von „Phoenix“ sind daher die wirksame Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit sowie der Erwerbsperspektiven für verweigernde und schwer vermittelbare junge Menschen, und die Stärkung von Schlüsselkompetenzen für den 1. Arbeitsmarkt bei Langzeitarbeitslosen.

Das Projektlogo - erdacht und umgesetzt  von den Teilnehmenden des Theater- und Ausstellungsprojekts im Sommer 2009.

Phoenix bezieht sich auf die Ziele und bisher umgesetzten Maßnahmen der Sozialen Stadt. Über Streetwork und niedrigschwellige Angebote (Theater, Werkstatt) in Einrichtungen des Programmgebiets werden neue Formen des Zugangs zu den benachteiligten jungen Menschen erprobt. Aufbauend greift ein individuell ausgerichtetes Coaching zur Vorbereitung der beruflichen Integration. Das Projekt bezieht örtliche Angebote (Kompetenzagentur, Familienladen) sowie weitere Partner (Schulen, Jugendeinrichtungen) mit ein und baut auf bestehenden Kooperationen aus vorangegangenen Projekten mit Unternehmen (etwa 400 Betriebe) sowie mit dem Job-Center auf.

Steckbrief
Kooperationspartner Stiftung SPI, Niederlassung Brandenburg
RAG Bildung GmbH
EUROPANORAT Wirtschaftsakademie GmbH
StadtBüro Hunger, Stadtforschung und -entwicklung GmbH (Quartiersmanager)
Agentur für Arbeit/Job Center Oberspreewald-Lausitz
WEQUA GmbH (Kompetenzagentur)
Miteinander GmbH (Familienladen)
Der Würfel e.V. (Jugendeinrichtung, Schulsozialarbeit)
Runder Tisch der Jugendarbeit Senftenberg
Neue Bühne Senftenberg
Tourismusverein Lausitzer Seen e.V.
Schüleragentur Senftenberg
und 25 weitere Einrichtungen und Vereine in Senftenberg
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene
Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher

Handlungsbedarf und Ziele

In der westlichen Innenstadt von Senftenberg treten komplexe Problemlagen des wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Wandels konzentriert auf. Hauptproblem ist die hohe Arbeitslosigkeit. Im April 2008 waren von den 27.000 Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt 3.200 Einwohner arbeitslos. Darunter waren etwa 1.800 Langzeitarbeitslose und rund 300 junge Arbeitslose (U25). Vor allem im Programmgebiet der Sozialen Stadt (4.500 EW) leben überdurchschnittlich viele Menschen, die nicht in die Arbeitswelt integriert sind, häufig auch in prekären sozialen Lagen. Überforderte Eltern mit geringer gesellschaftlicher Anerkennung und Perspektiv- und Mutlosigkeit vieler Jugendlicher sind die Folgen. Sie bilden in vielen Fällen den Nährboden für Verweigerung, Intoleranz und Sucht. Diese Entwicklungen schlagen sich im Quartier Westliche Innenstadt im Besonderen nieder.

Es besteht ein besonderer Handlungsbedarf, den am Rand stehenden jungen Menschen eine Perspektive zu vermitteln und sie in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Die verbreitete Verweigerungshaltung der jungen Menschen offenbart den Bedarf an besonderen Wegen des Zugangs. Nicht losgelöst davon zu sehen ist die Perspektive der Langzeitarbeitslosen – häufig sind dies die Eltern. Der Bedarf nach einem ganzheitlichen Handlungsansatz ist offensichtlich, um den Problemlagen wirksam zu begegnen. Das Projekt Phoenix greift daher die Problemlagen auf und hat folgende Ziele: wirksame Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und der Erwerbsperspektiven für verweigernde und schwer vermittelbare junge Menschen, und Stärkung von Schlüsselkompetenzen für den 1. Arbeitsmarkt bei Langzeitarbeitslosen.

Über Streetwork und niedrigschwellige Angebote (Theater, Werkstatt) in Einrichtungen des Programmgebiets werden neue Formen des Zugangs zu den benachteiligten jungen Menschen erprobt. Aufbauend greifen individuell ausgerichtete Maßnahmen zur Vorbereitung der beruflichen Integration. Phoenix bezieht örtliche Angebote (Kompetenzagentur, Familienladen) sowie weitere Partner ein (Schulsozialarbeit, Jugendeinrichtungen). Dabei baut das Projekt auch auf bestehende Kooperationen aus vorangegangenen Projekten mit Unternehmen (etwa 400 Betriebe) sowie mit dem Job-Center auf. Der Ansatz bezieht sich auf die Ziele und bisher umgesetzte Maßnahmen der Sozialen Stadt. Phoenix setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

  • Aufbau des Zugangs und Aktivierung der Jugendlichen: Einrichtung des Streetworks, eines Theaterangebots (45 Aufführungen, 3 Ausstellungen) und einer Werkstatt (Teilnehmerzahl 60),
  • Individuelle Vorbereitung der beruflichen Integration: Schulungen, Trainings und individuelles Coaching: (Teilnehmerzahl 40) sowie
  • Vermittlungen in Praktikumsbetriebe und in den 1. Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Aktivitäten

  • Theater und Ausstellung im Kultur- und Freizeitzentrum Pegasus. Aktive Mitwirkung von jeweils 20 arbeitslosen Jugendlichen und langzeitarbeitslosen Erwachsenen in 3 Durchgängen an allen Aufgaben eines Theaters (Darstellung, Technik, Organisation), fachliche und sozialpädagogische Anleitung, Abschluss der Durchgänge mit mindestens 5 Aufführungen eines Trilogieteils und einer Ausstellung der Teilnehmenden
  • Werkstatt in direkter Nachbarschaft zu informellen Treffpunkten der Jugendlichen im Quartier: Einrichtung einer Werkstatt in einer ehemaligen Turnhalle, Gestaltung eigener handwerklich-technischer Projekte durch die Jugendlichen, u.a. Kleinmöbel-, Spiel- und Modellbau sowie Kulissen- und Bühnenbau für das Theater
  • Individuelle Vorbereitung der beruflichen Integration für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in beiden Angeboten: Kompetenzfeststellungen, Coachings, Qualifizierungsmodule; konkrete Vermittlungen in weiterführende Praktika sowie in Ausbildung und Arbeit, Nutzung weiterer Betreuungs- und Vermittlungsangebote über Clearingverfahren (u.a. mit der Kompetenzagentur)

Projektinformationen

Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Brandenburg
Stadt: Senftenberg
Programmgebiet: Westliche Innenstadt
Projektlaufzeit: 06/2009 bis 3/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Martina Wegehaupt
Stadt Senftenberg
Markt 1
01968 Senftenberg
Telefon: 03573 701254
Fax: 03573 701207
martina.wegehaupt@­senftenberg.de
Stadt Senftenberg

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Konvergenz

Bundesland
Brandenburg

Stadt/Gemeinde
Senftenberg

Programmgebiet
Westliche Innenstadt

Projektlaufzeit
06/2009 bis 3/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Martina Wegehaupt
Stadt Senftenberg
Markt 1
01968 Senftenberg
Telefon: 03573 701254
Fax: 03573 701207
martina.wegehaupt@­senftenberg.de
Stadt Senftenberg

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