Treffpunkt Lebenswelten
Quelle: Kommunales JobCenter Hamm
Mit seinem Ansatz fokussiert das Projekt auf eine Verknüpfung von Bedarfen, die sich aus den Handlungsfeldern „Förderung der Beschäftigungsfähigkeit arbeitsloser Menschen“, „Wohnen im Quartier“ und „Demografischer Wandel“ in den integrierten Entwicklungskonzepten der beiden Programmgebiete ergeben. Der damit verbundene Quartiersmehrwert soll letztlich nicht nur die Wohnungsunternehmen dazu motivieren, ihre Investitionen in den Stadtteilen zu verstärken, sondern insgesamt die Bewohnerinnen und Bewohner zum längerfristigen Wohnen in den Stadtteilen motivieren und Anreize für den Zuzug neuer Bewohner setzen.
| Kooperationspartner |
Stadt Hamm: Stadtplanungsamt, Jugendamt
Arbeitskreise Hammer Norden und Hammer-Westen Stadtteilbüros Hammer Norden und Hammer-Westen Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft mbH THS Wohnen Präventivkreis Hammer-Norden WestSide (Werbegemeinschaft Hammer-Westen) Interessen- und Werbegemeinschaft Hamm-Norden Arbeitsgruppe NAIS (Neues Altern in der Stadt) |
|---|---|
| Handlungsfelder | Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit |
| Zielgruppen | Personen des Rechtskreises SGB II |
Handlungsbedarf und Ziele
Der Niedergang der Montanindustrie führte zu einer erheblichen Erosion der wirtschaftlichen Basis der Quartiere im Hammer Norden und Westen. Die Arbeitslosigkeit im Hammer Westen ist überdurchschnittlich hoch (rd. 14%, Gesamtstadt ca. 10%, Stand 2007) und zieht einen Kaufkraftverlust sowie Wohnungsleerstände nach sich. Aktuelle Bevölkerungsprognosen belegen einen deutlichen Rückgang der Bewohnerzahlen der Quartiere. Zurück bleiben vor allem sozial schwächere Bewohnerinnen und Bewohner, unter denen ein wesentlicher Teil eine Migrationsbiografie hat (Hammer Westen: rd. 39%, Gesamtstadt: 27%). Das unzureichende Angebot an altersspezifischen Dienstleistungen verstärkt darüber hinaus die Bewohnerfluktuation. Diese Entwicklung lässt ebenfalls mit Geschäftsschließungen und dem damit einhergehenden Abbau der Nahversorgung die lokale Wirtschaft weiter erodieren.
Auch die Bewohner im Hammer Norden sind überdurchschnittlich häufig arbeitslos (Quote: rd. 15%). Schlechte Wohnumfeldbedingungen und massive Wohnungsleerstände sorgen für ein Negativimage. Auch im Hammer Norden geht der Bevölkerungsrückgang mit der zunehmenden Alterung der Bewohnerschaft einher. Dies trägt wiederum zur Beschleunigung der Leerstandsentwicklung auf dem Wohnungsmarkt bei, da im hohen Alter ein Verbleib in der eigenen Wohnung zunehmend schwieriger wird.
Aus der skizzierten Entwicklung ergibt sich ein grundsätzlicher Bedarf für Maßnahmen, die arbeitsmarktpolitische mit demografierelevanten Zielen verknüpfen. Daher werden im Projekt „Treffpunkt Lebenswelten“ in den beiden Gebieten offene Bewohnertreffs aufgebaut, die als „Servicepools“ verschiedene Dienstleistungen im vorpflegerischen Bereich des wohnungs- und personenbezogenen Serviceangebots entwickeln und den Seniorinnen und Senioren in den Quartieren anbieten. Die Angebote sollen zugleich einen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit langzeitarbeitsloser Bewohnerinnen und Bewohner leisten.
Die Teilnehmenden werden in den Angeboten praxisnah qualifiziert und beschäftigt. Gegen Ende der siebenmonatigen Maßnahme werden die Vermittlungsaktivitäten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse verstärkt. Ziel des Projekts ist es die erläuterten Bedarfe zu verknüpfen, die sich aus den in den integrierten Entwicklungskonzepten der beiden Programmgebiete verankerten Handlungsfeldern „Förderung der Beschäftigungsfähigkeit arbeitsloser Menschen“, „Wohnen im Quartier“ und „Demografischer Wandel“ ergeben. Der damit verbundene Mehrwert soll letztlich nicht nur die Wohnungsunternehmen dazu motivieren, ihre Investitionen in den Stadtteilen zu verstärken, sondern insgesamt die Lebensqualität in den Quartieren verbessern, die Bewohner zum längerfristigen Wohnen in den Stadtteilen motivieren und Anreize für den Zuzug neuer Bewohner schaffen.
Aktivitäten
Das Projekt „Treffpunkt Lebenswelten“ ist im September 2009 erfolgreich gestartet. Bisher haben rund 45 Langzeitarbeitslose als Teilnehmer in dem Projekt gearbeitet. Die teilnehmenden Langzeitarbeitslosen unterstützen die Quartiersbewohnerschaft durch eine Vielzahl von Aktivitäten. Als besonders hilfreich hat sich die intensive Kooperation mit den in den Sozialräumen aktiven Vereinen, Institutionen und Unternehmen erwiesen, um bestehende Bedarfe der Seniorinnen und Senioren in konkrete Nachfrage nach personen- und haushaltnahen Dienstleistungen umzuwandeln. Schwerpunkte der Tätigkeiten sind:
- Unterstützung lokaler Akteure der Stadtteilarbeit (Kirchen, Vereine, öffentliche Einrichtungen)
- haushaltnahe Dienstleistungen wie Wäschedienste und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung
- Durchführung von Informationsveranstaltungen für Senioren, die von den Teilnehmern eigenständig organisiert werden
- Conciergetätigkeiten für die Wohnungswirtschaft
- vorpflegerische Tätigkeiten für ältere und hilfsbedürftige Bewohner
- Errichtung und Betrieb von Offenen Bewohnertreffs in den Stadtteilen
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Stadt: Hamm
Programmgebiet: Hamm-Norden, Hamm-Westen
Projektlaufzeit: 7/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Kommunales Job Center AöR der Stadt Hamm
Hafenstraße 80-82
59065 Hamm
Telefon: 02381 177827
Fax: 02381 172837
Hielen@Stadt.Hamm.de
Kommunales JobCenter Hamm


