WEST-LOBBY für Bildung, Ausbildung und Beschäftigung
| Kooperationspartner |
Stadtverwaltung Ratingen: Koordinierungsstelle RatingenWest, Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung
ARGE ME-aktiv Agentur für Arbeit Düsseldorf Jugendmigrationsdienst Kompetenzagentur des Kreises Mettmann Volkshochschule Industrie- und Handelskammer Düsseldorf Handwerkskammer Kreis Mettmann Einzelhandelsverband Allgemeiner Sportclub Ratingen-West (ASC) Unternehmensverband Ratingen e.V. Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf Mettmann gGmbH |
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| Handlungsfelder |
Verbesserung des Übergangs
von der Schule in den Beruf
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit |
| Zielgruppen |
Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher
Jugendliche und junge Erwachsene Personen des Rechtskreises SGB II |
Handlungsbedarf und Ziele
Ratingen-West ist ein „junger“ Stadtteil: Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner zwischen 18 und 25 Jahren liegt bei etwa 8%. Das Quartier hat die höchste Arbeitslosenquote im gesamten Stadtgebiet (9-11%) und eine entsprechend überdurchschnittlich hohe Jugendarbeitslosigkeit als Folge fehlender Schulabschlüsse und fehlender Ausbildungen. Etwa 36% der Bewohner haben einen Migrationshintergrund. Vor allem junge Migrantinnen und Migranten und darunter besonders Frauen haben nur geringe Arbeitsmarktchancen. Die Einkünfte je steuerpflichtiger Person lagen 2001 30% unter dem städtischem Durchschnitt, in Haushalten mit Kindern sogar 35% darunter. Viele Gewerbetreibende – v.a. mit Migrationshintergrund – bilden darüber hinaus weniger aus (je nach ethnokultureller Gruppe 6-19%) als alteingesessene deutsche Betriebe (25%). Der niedrige Bildungs- und Einkommensstand führt zu beruflicher Perspektivlosigkeit und Verschärfung sozialer Probleme. Jugendliche mit Defiziten – z.B. fehlenden beruflichen Schlüsselqualifikationen oder geringen Sprachkenntnisse – haben besonderen Förderbedarf. Sie brauchen intensive Unterstützung beim nachträglichen Erwerb des Schulabschlusses und beim Übergang in die Ausbildung. Zudem werden Dauerarbeitsplätze für geringqualifizierte Langzeitarbeitslose benötigt, die auf dem 1. Arbeitsmarkt mittel- bis langfristig schwer vermittelbar sind. Bei den Betrieben ist Überzeugungsarbeit darin zu leisten, dass ausgebildete Fachkräfte die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens maßgeblich fördern. Damit verbunden müssen die Unternehmen durch Information, Beratung und administrative Unterstützung zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze befähigt werden.Das Projekt WEST-LOBBY verknüpft die arbeitmarktpolitischen Ziele von BIWAQ miteinander und verfolgt analog zum Bedarf im Quartier Ratingen-West einen integrierten Ansatz. Die vorgesehenen Projektteilziele bauen aufeinander auf und ergänzen dadurch einander. Im Einzelnen werden folgende Teilziele verfolgt:
- 15 Plätze werden für Jugendliche und junge Erwachsene eingerichtet, die nachträglich den Hauptschulabschluss (HSA) nach Klasse 9 und/oder 10A erwerben wollen.
- Für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene werden 15 Plätze eingerichtet. Sie werden in Praktika bei lokalen Betrieben – möglichst mit Ausbildungsoption – vermittelt und flankierend allgemeinbildend und beruflich qualifiziert.
- Ein mobiler Beratungsdienst als niederschwelliges Angebot für bildungsferne Jugendliche informiert über Angebote zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung, unterstützt bei Fragen zu Arbeit und Ausbildung und vermittelt zu Fachdiensten.
- Die lokalen Unternehmen werden in enger Kooperation mit den Kammern über Ausbildungsberufe, betriebliche Voraussetzungen sowie Fördermöglichkeiten beraten und bei der administrativen Umsetzung der Ausbildung unterstützt.
Aktivitäten
- Maßnahme zur Erlangung eines HSA nach Kl. 9 oder 10A innerhalb eines Jahres, Betriebspraktika, sozialpädagogische Begleitung, Training von Alltagskompetenzen und Schlüsselqualifikationen, Bewerbungscoaching, assistierte Vermittlung in Ausbildung nach Abschluss der Maßnahme
- Qualifizierungsmaßnahme über 1 Jahr: betriebliche Praktika, allgemein- und persönlichkeitsbildende sowie berufliche Grundqualifizierung, sozialpädagogische Begleitung, Abbau von Vermittlungshemmnissen, Bewerbungscoaching, Training von Schlüsselqualifikationen, assistierte Vermittlung in Ausbildung
- Ergänzende erlebnispädagogische und persönlichkeitsfördernde Theater- und Sportangebote in den Schul- und Qualifizierungsmaßnahmen
- Niederschwelliges Beratungsangebot: Beratungsbus für bildungsferne Jugendliche an gezielten Standorten, Information und Beratung zu Ausbildung und Beschäftigung, ggf. Vermittlung zu allgemeinen Fachdiensten
- Ausbildungsmanagement: Kontaktaufnahme zu Unternehmen im Quartier, Ermittlung des Ausbildungsprofils der Betriebe, Beratung in Kooperation mit Kammern über Ausbildungsberufe, betriebliche Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten, Unterstützung bei administrativer Umsetzung und Bewerberauswahl
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Stadt: Ratingen
Programmgebiet: Ratingen-West
Projektlaufzeit: 04/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Graf-Adolf-Str. 7-9
40878 Ratingen
Telefon: 02102/7116-907
Fax: 02102/7116-903
wierichs@skf-ratingen.de
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.





