Übergangslotse
| Kooperationspartner |
Pauline-Thoma-Hauptschule Kolbermoor
Bürgertreff mit Quartiersbüro Diakonisches Werk Rosenheim e.V. Quartiersmanagement Kolbermoor |
|---|---|
| Handlungsfelder | Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf |
| Zielgruppen | Schülerinnen und Schüler |
Handlungsbedarf und Ziele
Im Gebiet der Sozialen Stadt in Kolbermoor dominieren große Mehrfamilienhäuser der ehemaligen Spinnerei und große Wohnblöcke aus den achtziger Jahren. Es leben dort Bewohner aus verschiedenen ethnischen Gruppen, meist türkischer Abstammung und Spätaussiedler. Außerdem ist die Bewohnerstruktur gekennzeichnet durch relativ hohe Arbeitslosigkeit und sozial schwache Familien. Durch die soziale Problematik droht die Familie ihre Funktion als Sozialisationsinstanz zu verlieren. 50% der Abgangsschüler der Pauline Thoma Hauptschule haben keine Anschlussperspektive in Form eines Ausbildungsvertrages. Schüler mit Migrationshintergrund – ca. ein Drittel der Schüler – haben aufgrund der sprachlichen Defizite und aus der Tatsache heraus, dass sie sich vielfach im eigenen Kulturkreis bewegen, grundsätzlich schlechtere Chancen, eine nahtlose Anschlussperspektive am Übergang zu entwickeln. In vielen Fällen fehlt die Unterstützung durch das Elternhaus.
Ziel ist es, dass zukünftig kein Schüler, keine Schülerin aus dem Quartier die Schule ohne Abschluss bzw. Anschlussperspektive verlässt und die individuelle Unterstützung geleistet wird, die zur Zielerreichung erforderlich ist. Das Zusammenwirken von Schulsozialarbeit, Elternhäusern, Schulen wie auch Berufsberatung gilt es zu optimieren. Arbeitslosigkeit, Biografiebrüche wie auch Maßnahmekarrrieren gilt es zu vermeiden. Insgesamt werden ca. 350 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teilnehmen.
Aktivitäten
- Prävention: Frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Berufswahl; Berufsorientierung durch Auswahl geeigneter Angebote an der Schule: Werkstattprojekte organisieren, Kompetenztrainings, Simulation von Vorstellungsgesprächen, Azubi-Patenschaften, Akquisition von Unternehmenspatenschaften, fachspezifischer Förderunterricht
- Case Management: Kontaktaufnahme zum Jugendlichen, Kompetenzfeststellungsverfahren/Assessmentmethoden (z.B. europassplus, Interviewleitfaden, ProfilPass, Portfolio „Soziale Kompetenzen“, Rollenspiele, Interviews, Sprachenportfolio u.a.), Auswertung der erhobenen Daten, Förder- und Hilfeplanung (Zieldefinition, Aufgabenplanung, Vereinbarungen, Vermittlungsfunktion zwischen Jugendlichen, Schule und Arbeitswelt), Umsetzung und Leistungssteuerung
- Nutzung und Aufbau von Netzwerken
- Mobile Betreuung/Nachbetreuung im Anschluss an die Schule für mindestens sechs Monate (Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen, Begleitung von unversorgten Jugendlichen nach Schulabschluss mit Ziel der Integration, vertiefte berufliche (Neu-)Orientierung, Fortschreibung der Berufswegplanung/Unterstützung bei der Stellensuche, persönliche Stabilisierung und Motivation
Filmbeitrag
Das Regional Fernsehen Oberbayern (rfo) berichtete am 15.12.2009 und am 24.3.2010 über das BIWAQ-Projekt Übergangslotse. Die Filmbeiträge können unter folgenden Links angesehen werden:
>> Film: Kolbermoorer Übergangslotsen (15.12.2009)
>> Film: Kolbermoorer Schülerpaten (24.3.2010)
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bayern
Stadt: Kolbermoor
Programmgebiet: Werkssiedlung (ehem. Spinnerei)
Projektlaufzeit: 11/2008 bis 09/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration gGmbH (gfi)
Rathausstraße 4
83022 Rosenheim
Telefon: 08031 2073613
Fax: 08031 2073628
klotz.martina@ro.gfi-ggmbh.de
Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration gGmbH (gfi)



