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LIGA

Lotsinnen und Lotsen für Integration in Gesellschaft, Arbeit und Ausbildung

Das Projekt LIGA hat zum Ziel, Frauen und Männer mit Migrationshintergrund im Münchner Soziale-Stadt-Gebiet Mittlerer Ring Südost gesellschaftlich und beruflich besser zu integrieren. Dazu werden die Teilnehmenden als Integrationslotsinnen qualifiziert und beschäftigt. Die Lotsinnen und Lotsen aktivieren im Quartier Menschen mit Migrationshintergrund, die sie im öffentlichen Raum ansprechen („Streetwork“) und zuhause besuchen. Zentrales Anliegen der Hausbesuche ist die Aktivierung der Personen zur Förderung ihrer sozialen und beruflichen Integration. Auf Wunsch erfolgt dann eine Vermittlung an Behörden, Institutionen und Einrichtungen, zu denen zuvor ein Netzwerk zur weiteren Unterstützung der Personen aufgebaut worden ist. Der Kontakt zu den Kooperationspartnern wird dabei über Runde Tische, Arbeitskreise und Informationsmaßnahmen aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt.

Steckbrief
Kooperationspartner Stadt München: Amt für Wohnen und Migration (Kofinanzierung), Kommunale Koordination Soziale Stadt, Stadtjugendamt, Sozialbürgerhaus Ramersdorf-Perlach, Sozialbürgerhaus Berg am Laim-Trudering-Riem
Quartiersmanagement
REGSAM – Regionale Soziale Arbeit München
Bezirksausschüsse
Programm Opstapje und Hippy
Donna Mobile
Frauencomputerschule
Führichschule (Hauptschule)
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Frauen
Migrantinnen und Migranten
Personen des Rechtskreises SGB II

Handlungsbedarf und Ziele

Das Soziale-Stadt-Programmgebiet Mittlerer Ring Südost besteht aus Teilquartieren zweier Stadtteile, die mit die höchste Armutsdichte in München aufweisen. Vor allem bedingt durch den hohen Anteil kleiner Wohnungen mit niedrigem Standard (Wohnungsbestand der 1930er und 1940er Jahre) leben im Gebiet überdurchschnittlich viele alteingesessene ältere Menschen, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund. Der Anteil der Migranten wird je nach Teilquartier auf 40 bis 70% geschätzt und setzt sich aus unterschiedlichen ethnokulturellen Gruppen zusammen, wobei als Herkunftsländer die Türkei, Serbien, Montenegro und Italien dominieren. Das Nebeneinander der verschiedenen Bewohnergruppen belastet das Zusammenleben häufig mit Konflikten. In vielen Aktivierungsmaßnahmen des Quartiersmanagements sowie in den Schulen und sozialen Einrichtungen zeigt sich immer wieder der hohe Grad an Abgeschlossenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund, die die Teilhabechancen z.B. an Bildung, Gesundheitsvorsorge und öffentlicher Mitsprache kaum wahrnehmen.

In Anbetracht der beschriebenen Problemlagen verfolgt das Projekt LIGA zwei Ziele: Zum einen werden Frauen und Männer aus dem Gebiet als Integrationslotsinnen und -lotsen qualifiziert und beschäftigt. Damit sollen die Teilnehmenden gesellschaftlich und beruflich besser integriert werden. Zum anderen werden andere Migrantinnen und Migranten in den Nachbarschaften des Gebiets in ihrer beruflichen und sozialen Integration gefördert. Dazu nehmen die Lotsinnen und Lotsen im öffentlichen Raum (Streetwork) und den Wohnungen der Migranten Kontakt auf, erheben ihre Bedarfe und unterstützen sie bei ihrer Integration. Die Lotsen haben dabei eine Brückenfunktion. Auf Wunsch erfolgt dann eine Vermittlung an Behörden, Institutionen und Einrichtungen, mit denen zuvor ein Netzwerk zur weiteren Unterstützung der Personen aufgebaut worden ist. Der Kontakt zu den Kooperationspartnern von LIGA wird dabei über Runde Tische, Arbeitskreise und Informationsmaßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt.

Aktivitäten

  • Akquise geeigneter Frauen und Männer, Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze für die Lotsinnen
  • Qualifizierung der Lotsinnen und Lotsen in Seminaren und handlungsorientierter Projektarbeit, Erlernen von Strategien der Kontaktaufnahme und Kommunikation, Erwerb von Wissen in verschiedenen Problemfeldern der Integrationsarbeit (z.B. Bildungssystem)
  • Einzelarbeit und Projektarbeit in Kleingruppen: Recherche und Erarbeitung von Informationen und Informationsmaterialien für den Einsatz im Quartier (z.B. Adressen von Erziehungs- und Schuldnerberatungsstellen, Informationen zu Sprachkursen oder Anträge für Berufsvorbereitungsmaßnahmen)
  • Im Anschluss an die Qualifizierung Begleitung der Lotsen bei der Kontaktaufnahme und Schulung in der Praxis, im Projektverlauf regelmäßige Treffen, Sprechstunden und Supervision
  • Aktivitäten der Lotsinnen und Lotsen: Streetwork, aufsuchende Bewohnermobilisierung, Beratungs- und Informationsmaßnahmen, Motivation, Aktivierung, Hilfe bei der Kontaktaufnahme und ggf. Begleitung zu Ämtern, Behörden, Institutionen oder Beratungsstellen
  • Aufbau und Weiterentwicklung des Projektnetzwerks, Durchführung von Runden Tischen, Arbeitskreisen und Konferenzen

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bayern
Stadt: München
Programmgebiet: Mittlerer Ring Südost
Projektlaufzeit: 03/2009 bis 03/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Wolfgang Steiner
Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration gGmbH
Poccistraße 3-5
80336 München
Telefon: 089 76756539
Fax:  089 76756550
steiner.wolfgang@­m.bfz.de
Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration gGmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Bayern

Stadt/Gemeinde
München

Programmgebiet
Mittlerer Ring Südost

Projektlaufzeit
03/2009 bis 03/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Wolfgang Steiner
Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration gGmbH
Poccistraße 3-5
80336 München
Telefon: 089 76756539
Fax:  089 76756550
steiner.wolfgang@­m.bfz.de
Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration gGmbH

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