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Mykorrhiza! Lernen vom Quartier – Arbeiten fürs Quartier!

Unternehmen im Quartier geben ihr Know-how, Jugendliche erwerben Qualifikationen für nützliche Arbeit im Quartier: Das Quartier wird nach dem Prinzip der Symbiose stabilisiert.

Mykorrhiza sieht die Entwicklung eines neuartigen Lernortes im Dessauer Quartier Am Leipziger Tor vor. Mit Hilfe von lokalen Unternehmen, die als Praxis- und Theoriepartner gebunden sind, werden Jugendlichen Qualifizierungsmodule angeboten, die sich an den Bedürfnissen des Quartiers und an zukunftsfähigen Branchen orientieren: wohnort- und personennahe Dienstleistungen, regenerative Energien, gesunde Ernährung, Kreativindustrien und Handwerk. Diese werden gemeinsam mit den Praxispartnern erarbeitet und sollen den Übergang von Schule in Ausbildung verbessern, aber auch zur beruflichen Orientierung junger Arbeitsloser beitragen. Im praktischen Teil des Projekts werden Problemlagen im Quartier aufgegriffen, so dass die Bewohnerinnen und Bewohner insgesamt von dem Projekt profitieren. Das Projekt wirkt so der räumlichen und sozialen Verwahrlosung im Quartier entgegen und identifiziert verdeckte Beschäftigungspotenziale. Mögliche Beschäftigungsfelder im Stadtteil werden so aufgezeigt und die lokale Wirtschaft durch Vernetzung und Zugang zu entwicklungsfähigem Nachwuchs gestärkt.

Steckbrief
Kooperationspartner VolksSolidarität Dessau-Rosslau e.V.
Sonnen-Fröhlich
Energietisch Dessau e.V.
FloriJan – ökologischer Gartenservice
Gärten zum Liebhaben
Tradition und Zukunft e.V.
dominate records
energie-abc
Dr. Klaus Rüdiger
Integra-Institut
Stadt Dessau-Rosslau
Elbufercamp Dessau-Rosslau
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene
Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher

Handlungsbedarf und Ziele

Das Programmgebiet weist gegenüber anderen Stadtteilen besondere wirtschaftliche, soziale und ökologische Defizite auf. Viele Leistungsträger verlassen das Gebiet, zurück bleiben vor allem alte und sozial schwache Bewohner, von denen viele schon über längere Zeit von Transferleistungen leben. Das wirkt sich auch auf die ansässigen Unternehmen aus: Sie sind von der fehlenden Kaufkraft der Bevölkerung, aber auch von einem Mangel an qualifiziertem Nachwuchs betroffen. Vor allem zukunftsfähige Branchen wie die Kreativindustrien sind besonders eingeschränkt. Parallel dazu ist das Programmgebiet durch das Problem des Leerstands gekennzeichnet. Unattraktive Innenstadtbereiche, defizitäre Wohnumfeldgestaltungen sowie Umweltprobleme führen zum Imageverlust und zu einer fehlenden Identifizierung der Bürger mit den Quartieren der Innenstadt. Zu dem Nachwuchskräftemangel bei den Klein- und Mittelständischen Unternehmen kommt hinzu, dass viele Jugendliche in einem (familiären) Umfeld aufwachsen, in dem kontinuierliche Erwerbsbiografien, also das „Zur-Arbeit-Gehen“ nicht erlebt und „gelernt“ wird. Daraus resultiert eine sinkende Motivation zur Qualifizierung. Darauf verweisen auch der hohe Anteil an Ausbildungsabbrechern, jugendlichen Arbeitslosen und schwer vermittelbaren Jugendlichen.

Ziel des Projekts ist es, das Quartier am Leipziger Tor räumlich und sozial zu stärken. Jugendlichen in der Berufsorientierungsphase und jungen Erwachsenen ohne Arbeit soll im Rahmen von „Schnupperkursen“ und „Unternehmen auf Zeit“ die Möglichkeit gegeben werden, neue Arbeitsfelder kennenzulernen und so eine persönliche Perspektive im Quartier bzw. in der Stadt Dessau-Roßlau zu entwickeln. Im Rahmen von Projekten werden die Jugendlichen Defizite im Stadtteil aufgreifen und bearbeiten.

Aktivitäten

  • Initiierung eines Netzwerks aus Mentoren und Praxispartnern im Programmgebiet, insbesondere aus den Schlüsselbereichen „Dienstleistungen rund um das Wohnen im Alter“, „Gesunde Ernährung“, „Handwerk“ und „Kreativindustrien“,
  • Kooperative Entwicklung von gebietsbezogenen praxisnahen Qualifizierungsmodulen für „Schnupperkurse“ in den benannten Berufsfeldern,
  • Unterstützung der Jugendlichen bei der Entwicklung von Geschäftsideen,
  • Begleitete Gründungen von „Unternehmen auf Zeit“ in leerstehenden Gewerberäumen und brachliegenden Grundstücken.

Projektinformationen

Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Stadt: Dessau-Roßlau
Programmgebiet: Innenstadt
Projektlaufzeit: 7/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Heike Brückner
Stiftung Bauhaus Dessau, Kontaktstelle Stadtumbau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau
Telefon: 0340 6508229
Fax: 0340 6508226
kontaktstelle-stadtumbau-dessau@­web.de
Stiftung Bauhaus Dessau

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Konvergenz

Bundesland
Sachsen-Anhalt

Stadt/Gemeinde
Dessau-Roßlau

Programmgebiet
Innenstadt

Projektlaufzeit
7/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Heike Brückner
Stiftung Bauhaus Dessau, Kontaktstelle Stadtumbau
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau
Telefon: 0340 6508229
Fax: 0340 6508226
kontaktstelle-stadtumbau-dessau@­web.de
Stiftung Bauhaus Dessau

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