Navigation und Service


Wir sind Kreuzberg!

Jugendliche und ihre Eltern gestalten den Übergang von der Schule in den Beruf gemeinsam und nutzen dafür den Wirtschaftsfaktor Stadttourismus in Berlin sowie im Stadtteil. In Kooperation mit zwei Haupt- bzw. Realschulen im Kreuzberger Wrangelkiez wird ein Bildungs- und Qualifizierungsangebot für diesen Wirtschaftsbereich erarbeitet, in der Umsetzung erprobt und nachhaltig an den Schulen verankert. Im Rahmen des Unterrichts erarbeiten ca. 80 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen Stadtteilführungen und bieten diese Touristen an. Mit Blick auf die Vermarktung ihrer Touren üben sie sich in der Erarbeitung von Marketingstrategien, Erstellung von Werbematerial, Gewinnung von Kunden und Kostenkalkulation. Sie erlangen bzw. stärken ihre ausbildungs- und berufsrelevanten Schlüsselkompetenzen wie Deutschkenntnisse, Kommunikation, Präsentation, Selbstorganisation und Übernahme von Verantwortung. Die Eltern der teilnehmenden Jugendlichen werden in das Projekt eingebunden, indem sie im Bereich der Berufsorientierung geschult und bei der Gründung von entsprechenden Elterninitiativen unterstützt werden. Durch die Verknüpfung von Ressourcen und Kompetenzen von Schule, Eltern und Trägern der Berufsbildung entsteht ein neuer Wirkungszusammenhang, der die beruflichen Chancen der Jugendlichen – und damit auch die Möglichkeiten ihrer gesellschaftlichen Teilhabe insgesamt – deutlich erhöht.

Steckbrief
Kooperationspartner Quartiersmanagement Wrangelkiez
Eberhard-Klein-Oberschule
Borsig-Oberschule
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Bundesprogramm "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" (FörMig)
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg: Jugendamt, Schulamt, Abt. Wirtschaftsförderung
Berufsberatung Agentur Mitte
DPW – Der Paritätische Wohlfahrtsverband
Jodock - Die Kulturvermittler
u.bus Gesellschaft für regionale Entwicklung und europäisches Projektmanagement
Handlungsfelder Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler
Eltern
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Im Kreuzberger Wrangelkiez, der sich in einem rasanten Strukturwandel befindet, häufen sich soziale Problemlagen innerstädtischer Großstadtquartiere exemplarisch: hohe Arbeitslosigkeit, ein großer Anteil von Beziehern von Transfereinkommen, eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, hohe Schulabbrecherquoten sowie einfache Schulabschlüsse (einfacher und erweiterter Hauptschulabschluss) mindern die Chancen der Jugendlichen auf berufliche Integration. Insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die an den beiden Oberschulen im Gebiet mit 90 bis 100% den Großteil der Schülerschaft stellen, haben häufig Schwierigkeiten, den Übergang von der Schule in den Beruf zu meistern. Hinzu kommt, dass die Schulen darin unterstützt werden müssen, die Jugendlichen auf die beruflichen Anforderungen vorzubereiten. Die mangelnde Ausbildungsreife der Jugendlichen zeigt sich u.a. in der ungenügenden Ausprägung grundlegender Kompetenzen wie Sprachfertigkeiten, Kommunikationsfähigkeit, Selbstorganisation usw. Eltern als wichtigste Bezugsgruppe im Berufswahlprozess verfügen meist nicht über ausreichende Kenntnis des Bildungs- und Ausbildungssystems.

Ein Potenzial, das für den Ausweg aus dieser Problemlage genutzt werden kann, ist der starke Wirtschaftszweig Tourismus in Berlin. Er macht sich im Quartier bemerkbar, u.a. mit neuen Hostels, Clubs und Restaurants. Es wächst die Nachfrage nach geführten Stadtteiltouren, bei denen das Innenleben des Kiezes vorgestellt wird. Dieser Prozess kann für die Jugendlichen als Perspektive nutzbar gemacht werden. Hierzu wird in Kooperation mit zwei Haupt- und Realschulen im Gebiet ein Bildungs- und Qualifizierungsangebot für diesen Wirtschaftsbereich erarbeitet und in der Umsetzung erprobt und weiterentwickelt, über den die Schülerinnen und Schüler ausbildungs- und berufsrelevante Schlüsselkompetenzen erlangen. Insgesamt werden ca. 80 Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrerinnen und Lehrer sowie ihre Eltern in das Projekt einbezogen.

Aktivitäten

  • Erarbeitung von Stadtteilführungen im Rahmen des Schulunterrichts und anschließende Umsetzung
  • Qualifizierungsmodule im Bereich Produktvermarktung: Kundengewinnung über Reiseagenturen und die umliegenden Hostels, Werbung, Kostenkalkulation usw.
  • Akquisition von Möglichkeiten der Hospitation, Praktika und Ausbildungsplätzen bei den kooperierenden Unternehmen
  • Vernetzung und Abstimmung externer und interner Angebote zur Berufsorientierung; individuelle Begleitung der Schülerinnen und Schüler bei der Planung ihres Berufsweges
  • Einbeziehung der Eltern: Informationsveranstaltungen zum Projektinhalt, aufsuchende Arbeit, Elternseminare und Elterncafés, gemeinsame Kiezrundgänge und Besuche bei Ausbildungsträgern und ausbildenden Betrieben, Qualifizierung der Eltern zu Multiplikatoren im Bereich Berufsorientierung

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Wrangelkiez
Projektlaufzeit: 09/2009 bis 08/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Dr. Katja Hermann
FiPP e.V. - Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis (Projekt „Wir sind Kreuzberg!“)
Schlesische Straße 19
10997 Berlin
Telefon: 030 34624736
Fax: 030 34624798
wirsindkreuzberg@­fippev.de
Wir sind Kreuzberg!
FiPP e.V. - Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Berlin

Stadt/Gemeinde
Berlin

Programmgebiet
Wrangelkiez

Projektlaufzeit
09/2009 bis 08/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Dr. Katja Hermann
FiPP e.V. - Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis (Projekt „Wir sind Kreuzberg!“)
Schlesische Straße 19
10997 Berlin
Telefon: 030 34624736
Fax: 030 34624798
wirsindkreuzberg@­fippev.de
Wir sind Kreuzberg!
FiPP e.V. - Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis

Diese Seite:

© GSB 3.1 - 2007