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TAT-ORT Sankt Mang

Förderung lokaler Ökonomie sowie Integration von Langzeitarbeitslosen und Ausbildungssuchenden in den 1. Arbeitsmarkt.

Vorrangiges Ziel des Projekts ist die Stärkung der lokalen Ökonomie im Kemptener Quartier Sankt Mang. TAT-ORT Sankt Mang konzentriert sich v.a. auf die betriebswirtschaftliche und marktstrategische Unterstützung von Klein- und Migrantenbetrieben. Dadurch sollen die Marktchancen der Unternehmen verbessert und zugleich Arbeitsplatz- und Ausbildungspotenziale für die Integration von Langzeitarbeitslosen und arbeitslosen Jugendlichen im Quartier erschlossen werden. Hierfür wird ein berufliches Qualifizierungsprojekt für Menschen im Stadtteil entwickelt, das die Bedarfe der lokalen Ökonomie und der Arbeitssuchenden in Einklang bringt. Durch dieses Vorgehen werden beide Ziele – Qualifizierung der Unternehmer und der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchenden – miteinander verknüpft. Das Projekt steht auch in engem Zusammenhang mit den Zielsetzungen des integrierten Entwicklungskonzepts Soziale Stadt für das Quartier Sankt Mang und unterstützt damit den Aufwertungsprozess. Bei allen geplanten Maßnahmen wird darauf geachtet, dass die chancengleiche Teilhabe von Frauen und Männern gewährleistet ist.

Steckbrief
Kooperationspartner Kommunale Koordinierungsstelle Soziale Stadt Kempten
Agentur für Arbeit, ARGE Kempten
Diakonisches Werk
Quartiersmanagement
Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG Sankt Mang
Handlungsfelder Stärkung der lokalen Ökonomie
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Zielgruppen Betriebe der lokalen Ökonomie
Jugendliche und junge Erwachsene
Personen des Rechtskreises SGB II
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Im Jahr 1972 wurde Sankt Mang (rd. 9.100 E.) im Rahmen der Gebietsreform an die Gesamtstadt Kempten angeschlossen. Durch die z.T. modernisierungsbedürftige Bausubstanz und den verstärkten Zuzug von Migranten und Aussiedlern hat sich die Bevölkerungs- und Sozialstruktur verändert. Das führte zu einem verstärkten Integrationsbedarf und zu Imageverlusten. Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund liegt im Stadtteil deutlich über dem gesamtstädtischen Durchschnitt von etwa 11%. In einzelnen Straßenzügen lassen sich „Inseln“ mit besonders hohem Migrantenanteil ausmachen. Die persönliche Situation der Migranten ist häufig von multiplen Problemlagen geprägt und führt oft zu geringen Ausbildungschancen und sich verfestigender Langzeitarbeitslosigkeit. Im Stadtteil gibt es verschiedene kleine und mittlere Betriebe – darunter auch eine größere Anzahl von Migrantenbetrieben in den Branchen Gastronomie und Handel. Viele befinden sich an einer stark befahrenen Durchgangsstraße. Dieses Gebiet weist inzwischen aufgrund der unattraktiven Einkaufsatmosphäre einige Leerstände auf. Die Migrantenbetriebe und das „alteingesessene“ Gewerbe sind untereinander nicht organisiert. Es fehlt eine gemeinsame Vermarktungsstrategie und Betriebs-Know-how, insbesondere bei den Migrantenbetrieben, um sich am Markt zu positionieren und damit die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Dadurch bleibt mögliches Markt- und Arbeitsplatzpotenzial, u.a. auch für Ausbildung, unentdeckt.

Vorrangiges Ziel des Projekts ist daher die Stärkung der lokalen Ökonomie im Quartier. TAT-ORT Sankt Mang konzentriert sich v.a. auf die betriebswirtschaftliche und marktstrategische Unterstützung von Klein- und Migrantenbetrieben. Dadurch sollen die Marktchancen der Unternehmen verbessert und zugleich Arbeitsplatz- und Ausbildungspotenziale für die Integration von Langzeitarbeitslosen und arbeitslosen Jugendlichen im Quartier erschlossen werden. Gleichzeitig wird ein berufliches Qualifizierungsprojekt für arbeits- und ausbildungplatzsuchende Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil entwickelt.

Das Projekt TAT-ORT Sankt Mang richtet hierfür eine örtliche Beratungsstelle ein, die im Stadtteilbüro des Quartiersmanagements angesiedelt wird und somit in enger Kooperation mit dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt steht. Die Beratungs- und Koordinierungsstelle arbeitet quartiersbezogen und legt den Schwerpunkt von Beginn an auf die Stärkung der Stadtteil- und Migrantenökonomie.

Neben einer umfangreichen Ist-Analyse der Wirtschaftskraft im Quartier werden mit Hilfe von Ideenwerkstätten und Workshops – Teilnehmer sind die Betriebe – die spezifischen Problemlagen herausgearbeitet und darauf aufbauend ein bedarfsgerechtes Qualifizierungsangebot für die Unternehmen zusammengestellt, um das Betriebs-Know-how zu verbessern und Informationsdefizite zu minimieren. Durch diese Unterstützungsleistungen soll sich eine Interessensgemeinschaft von Gewerbetreibenden – mit und ohne Migrationshintergrund – im Stadtteil zusammenfinden, die gemeinsame Marktstrategien entwickelt, um zunehmenden Leerständen entgegenzuwirken und sich positiv im gesamtstädtischen Markt zu positionieren. Das Motto ist: Nicht einsam, sondern gemeinsam in der lokalen Wirtschaft verankern! Durch die Stärkung der lokalen Ökonomie werden zudem neue Beschäftigungs- und Ausbildungspotenziale im Quartier erschlossen, die dann den Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchenden mit Hilfe eines maßgeschneiderten beruflichen Qualifizierungsprogramms (Jobperspektiven vor Ort schaffen) zugute kommen sollen.

Aktivitäten

  • Aufbau einer stadtteilbezogenen Beratungs- und Informationsstelle für die lokale Wirtschaft im Stadtteilbüro des Quartiersmanagements
  • Umfangreiche Bedarfsermittlung bei den Betrieben und den Personengruppen, die in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden sollen
  • Organisation und Durchführung von Ideenwerkstätten und Workshops mit den lokalen Gewerbetreibenden zur Bündelung der Ressourcen vor Ort, Bildung einer Interessensgemeinschaft
  • Schulung der Gewerbetreibenden in einer fortlaufenden Seminarreihe, Themen (Auswahl): neue Finanzierungsinstrumente für kleine und mittlere Betriebe, Unterstützungsleistungen der Agentur für Arbeit bei Neueinstellung von Arbeitnehmern, Schuldnerberatung, Marketingstrategien
  • Erstellung von Kompetenzbilanzen für die Langzeitarbeitslosen und Ausbildungsplatzsuchenden zur Konkretisierung vorhandener Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse
  • Gemeinsam mit der ARGE Entwicklung eines Qualifizierungsangebots für die Teilnehmenden unter Anknüpfung an ihre Kompetenzbilanzen, Durchführung der Qualifizierungsmaßnahme mit örtlichem Bildungsträger als Teilprojektträger
  • Projektbegleitende Evaluation der Maßnahme als Grundlage für die Dokumentation und ggf. als Instrument der Nachsteuerung
  • Beratung der Teilnehmenden beim Übergang in den ersten Arbeitsmarkt (Case Management)

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bayern
Stadt: Kempten
Programmgebiet: Sankt Mang
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 12/2011
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Norbert Bauschmid
Stadtteilbüro Sankt Mang
Im Oberösch 3
87437 Kempten
Telefon: 0831 9605701
Fax: 0831 9605702
tat-ort@­sanktmang.de
Stadtteilbüro Sankt Mang

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Bayern

Stadt/Gemeinde
Kempten

Programmgebiet
Sankt Mang

Projektlaufzeit
01/2009 bis 12/2011

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Norbert Bauschmid
Stadtteilbüro Sankt Mang
Im Oberösch 3
87437 Kempten
Telefon: 0831 9605701
Fax: 0831 9605702
tat-ort@­sanktmang.de
Stadtteilbüro Sankt Mang

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