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NORDWINN – Nordstadt gewinnt

Das Projekt „NORDWINN – Nordstadt gewinnt“ verknüpft Maßnahmen zur Stabilisierung der kleinteiligen lokalen Ökonomie mit Maßnahmen zur beruflichen und sozialen Integration von Langzeitarbeitslosen und Jugendlichen. Ziel ist die Stärkung der lokalen Ökonomie im Programmgebiet der Neubrandenburger Nordstadt–Ihlenfelder Straße. Damit wird zugleich die Integration von Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Gebiet in den Arbeitsmarkt unterstützt. Zielgruppen sind v.a. kleinere Betriebe, Existenzgründerinnen und -gründer, aber auch Jugendliche und Langzeitarbeitslose. Das Projekt setzt auf die Bedeutung der ansässigen Unternehmen für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Der persönliche Kontakt wird über Betriebsbesuche und zielgruppenspezifische Veranstaltungen hergestellt. Gleichzeitig werden für Langzeitarbeitslose und Jugendliche die Chancen auf Vermittlung in Arbeit und Ausbildung erhöht. Zudem unterstützt das Projekt Existenzgründungen und schafft geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten. Eine Anlaufstelle, die im Projektgebiet etabliert ist, bringt geeignete Arbeits- und Ausbildungssuchende mit interessierten Unternehmen zusammen. Dafür werden bestehende Netzwerke genutzt und um zusätzliche Akteure der Wirtschaft erweitert.

Steckbrief
Kooperationspartner Quartiersmanagement/Stadtentwicklungsgesellschaft
Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg
Regionale Wirtschaftsinitiative (RWI)
Bürgerinitiative Reitbahnweg (BI e.V)
BIP-Kreativitätszentrum
Agentur für Arbeit
gemeinsamer Arbeitgeberservice der ARGEn
Vier-Tore-Job-Service
Gönner Unternehmensberatung
Ausbildungsgemeinschaft Industrie, Handel und Handwerk Neubrandenburg e.V. (ABG) (BIWAQ-Projekt „Praxislotse“)
Handlungsfelder Stärkung der lokalen Ökonomie
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Zielgruppen Betriebe der lokalen Ökonomie
Personen des Rechtskreises SGB II
Jugendliche und junge Erwachsene

Handlungsbedarf und Ziele

Das Programmgebiet Nordstadt-Ihlenfelder Straße in Neubrandenburg war nach der Jahrtausendwende besonders stark vom Bevölkerungsrückgang betroffen. Die lokale ökonomische Basis wurde schwächer, die Arbeitslosigkeit nahm überdurchschnittlich zu und das Gebiet zeigte Tendenzen sozialer Segregation. Im Zeitraum 1992-99 verlor das Gebiet annährend 20% seiner Bewohner. Im Rahmen der Sozialen Stadt (ab 1999) und der EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN II (ab 2001) wurden auf der Grundlage eines eigens dafür aufgestellten Handlungskonzepts bis Ende 2008 für eine Vielzahl von Vorhaben in unterschiedlichen Handlungsfeldern Fördermittel eingesetzt. Projekte wie z.B. „Abbruch Areal Trockener Weg“, „Knotenpunkt Demminer /Usedomer Straße“, „KMU-Fördergebiet“ und „Praxispilot“ haben einen Prozess der Stabilisierung des Gebiets eingeleitet und bereits einen wesentlichen Beitrag geleistet. Problemfelder in der Nordstadt richten sich heute insbesondere auf Imagedefizite, soziale Problemlagen und die lokale Wirtschaft. Obwohl es in den vergangenen Jahren auch hier viele Bemühungen durch die Stadt und das Quartiersmanagement gegeben hat, haben es v.a. kleinere Unternehmen schwer, sich in diesem Umfeld positiv zu entwickeln. Gerade aber die Stabilisierung dieser Betriebe trägt zur Sicherung und Akquise von Arbeitsplätzen sowie zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze bei. Das Gebiet kann durch ein solches Vorgehen eine bedeutende Aufwertung erfahren.

Vor diesem Hintergrund hat das Projekt die Bestandssicherung von Unternehmen im Programmgebiet zum Ziel. Die daraus resultierenden Chancen bei der Entwicklung neuer Arbeitsplätze sollen für die Vermittlung Langzeitarbeitsloser und Jugendlicher aus dem Gebiet in Arbeit- und Ausbildung genutzt werden. Durch ein ganzheitliches Integrationskonzept für diese Gruppen werden die Ziele der Unternehmenssicherung mit der Integration Langzeitarbeitloser und Jugendlicher verknüpft.

Aufbauend auf Erfahrungen in der Existenzsicherung von Unternehmen sollen etwa 100 Betriebe in ihrer Bestandssicherung unterstützt, stabilisiert und besser in das lokale Umfeld des Programmgebietes eingebunden werden. Durch individuelle Beratung und Schulung in und außerhalb der Firmen werden diese dazu befähigt, ihre Entwicklungschancen besser zu erkennen und zu nutzen. Die Beratung dient der Optimierung der wirtschaftlichen Effektivität und des Marketings. Zusätzlich werden die Betriebe dazu motiviert, neue Arbeits- und Ausbildungsplätze für arbeitslose Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gebiet anzubieten. Insgesamt sollen rund 200 Arbeitslose im Projektverlauf unterstützt werden. Über eine passgenaue Auswahl, die Arbeit mit Integrationsdefiziten und die Entwicklung von Kompetenzen durch geeignete Bildungsangebote bei den Teilnehmenden bringt das Projekt die Kleinunternehmen und Arbeitslosen zusammen. So gestärkte Unternehmen können sich stärker in das Wohngebiet einbringen und positive Wirkungen auf das Image und die soziokulturelle Vielfalt der Quartiere entwickeln.

Aktivitäten

  • Einrichtung einer Kontakt- und Beratungsstelle im Programmgebiet für die Zielgruppen der Unternehmen sowie Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchenden
  • Prüfung, der Unternehmenssituation, individuelle Beratung und Erarbeitung von Unternehmensstrategien zur Betriebssicherung
  • Ermittlung des Bildungsbedarfes der Unternehmen und Organisation von Schulungen in Kleingruppen
  • Beratung und Unterstützung bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze, Informationen zu Förderangeboten, Unterstützung bei Erarbeitung der Förderanträge, Vorauswahl bei Besetzung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • Durchführung von Veranstaltungen mit dem lokalen Netzwerk
  • Beratung der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchenden bei Bewerbungen, Aufspüren von Stärken und Potenzialen (Potenzialanalyse), Unterstützung bei der Überwindung von Defiziten durch Beratung und Qualifizierung, Entwicklung von Selbstvermarktungsstrategien
  • Ergänzend zu Instrumenten von Arbeitsagentur und Vier-Tore-Job-Services individuelle Schulung der Persönlichkeit der Teilnehmenden, Unterstützung bei der Überwindung individueller Probleme, Beratung und Information zu alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten

Projektinformationen

Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Stadt: Neubrandenburg
Programmgebiet: Nordstadt-Ihlenfelder Straße
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Katrin Lüttke
TFA-Bildungswerk Neubrandenburg GmbH
Nonnenhofer Straße 24/26
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395 3588-100
Fax: 0395 3588-111
info@­tfa.nbnet.de
TFA-Bildungswerk Neubrandenburg GmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Konvergenz

Bundesland
Mecklenburg-Vorpommern

Stadt/Gemeinde
Neubrandenburg

Programmgebiet
Nordstadt-Ihlenfelder Straße

Projektlaufzeit
01/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Katrin Lüttke
TFA-Bildungswerk Neubrandenburg GmbH
Nonnenhofer Straße 24/26
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395 3588-100
Fax: 0395 3588-111
info@­tfa.nbnet.de
TFA-Bildungswerk Neubrandenburg GmbH

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