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TORGAU – Tatkraft und Orientierung

Gemeinsam für Arbeit und Unabhängigkeit

Das Projekt hat zum Ziel, die Teilhabe und Chancengleichheit der Bewohner des Quartiers Torgau Nord-West zu verbessern. In diesem Zusammenhang strebt TORGAU die dauerhafte Integration der Bewohnerinnen und Bewohner in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie die Verbesserung des Wohnumfeldes, der Wohnkultur und der Wohnbedingungen an. Darüber hinaus leistet das Projekt einen Beitrag zur Erhöhung der Akzeptanz von Menschen mit Migrationshintergrund. Daraus ergeben sich auf der operativen Ebene folgende Ziele:

  • Vermittlung Arbeitsuchender in Arbeit und Ausbildung,
  • Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden und
  • Stärkung der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stadtteil sowie Verbesserung des Quartiersimages.

Zielgruppen des Projekts sind Bewohner im Transferleistungsbezug und arbeitsuchende Jugendliche sowie Migrantinnen und Migranten, wobei die Bewohnerschaft im Quartier insgesamt einbezogen wird. TORGAU wird in 3 Durchgängen über je 12 Monate durchgeführt. Kernelemente sind hierbei eine 2-monatige Kompetenzfeststellung und eine 10-monatige stadtteilorientierte Projektarbeit mit begleitender Qualifizierung. Die Projektrealisierung steht in allen Phasen im Einklang mit dem integrierten Entwicklungskonzept von Torgau Nord-West. Sowohl sozialräumliche als auch inhaltliche Schwerpunkte werden berücksichtigt.

Steckbrief
Kooperationspartner Stadtverwaltung Torgau
Quartiersmanagement Torgau Nord-West
Fraueninitiative e. V.
Deutsches Rotes Kreuz
Diakonie Oschatz-Torgau
EC-Jugendverband „Chill out“ Torgau
Autocenter Torgau GmbH
Möbelland GmbH & Co. KG
Pfennigpfeiffer Dako Warenhandelsgesellschaft mbH
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene
Migrantinnen und Migranten
Personen des Rechtskreises SGB II

Handlungsbedarf und Ziele

Der Stadtteil Nord-West ist eine typische Plattenbausiedlung mit etwa 3.300 Einwohnern (2009). Für das Quartier sind Wohnungsrückbau, Leerstand und ungenutzte Freiflächen charakteristisch. Ein massiver Bevölkerungsrückgang (seit 1995 31%), die zunehmende Konzentration einkommensschwacher Bewohnerinnen und Bewohner sowie von Menschen mit Migrationshintergrund (ca. 30%) prägen das Zusammenleben in Nord-West. Sprachprobleme und unzureichende Kommunikation zwischen den Bewohnergruppen sind Ursache für die Isolation sozial schwacher Bewohner, aber auch von Vorurteilen und Spannungen, die das Zusammenleben beeinträchtigen. Das negative Image, das sich infolgedessen für die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Stadtteils ergibt, führt dazu, dass Arbeitsuchende und Jugendliche aus Nord-West häufiger Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt haben. Dies dokumentiert sich in der überdurchschnittlichen Arbeitslosenquote (12% über Durchschnitt von Torgau). Gelungene gesellschaftliche Integration beruht auf strukturellen, kulturellen und sozialen, aber auch auf Aspekten der Identifikation. Deshalb ist das Projekt so angelegt, dass alle Bereiche berührt werden und die Unterstützungsstrategie zur Arbeitsmarktintegration neben der individuellen Vorbereitung der Person auch eine Imageverbesserung des Stadtteils, die von den Bewohnern selbst initiiert wird, im Blick hat. Dies wird durch eine konsequent umgesetzte Partizipations- und Empowermentstrategie und öffentlichkeitswirksame Netzwerkarbeit erreicht.

Das Projekt hat zum Ziel, die Teilhabe und Chancengleichheit der Bewohner des Quartiers Torgau Nord-West zu verbessern. Damit gehen folgende Ziele einher: Erhöhung der Zahl dauerhafter Integrationen der Bewohnerinnen und Bewohner in den Ausbildungs- und den 1. Arbeitsmarkt, Verbesserung der Wohnbedingungen sowie des Wohnumfeldes und der Wohnkultur und des Zusammenlebens aller Bevölkerungsgruppen im Stadtteil Torgau Nord-West. Die Erhöhung der Teilhabe und Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt hat eine Schlüsselfunktion für die Verbesserung der sozialen Gesamtlage. Leitziele sind deshalb die berufliche Integration der Bewohner sowie die Verbesserung der Wohnbedingungen und -kultur.

Erfahrungsgemäß ist die Projektidentifikation besonders gut, wenn Teilnehmende und Bewohnerschaft ihre eigenen Ideen in die Gestaltung von Nord-West einbringen, in Projektform entwickeln, umsetzen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit selbst präsentieren. Durch die Projektarbeit im Team entstehen Kompetenzen und Werte, die die qualifikatorische Vorbereitung der Teilnehmenden für den Arbeitsmarkt ergänzen. Eine erfolgreiche Vermittlungsarbeit basiert weiterhin darauf, dass mit den Teilnehmenden eine realistische Reflexion der eigenen Fähigkeiten und Potenziale im Abgleich mit den Arbeitsmarktmöglichkeiten entwickelt wird, auf deren Basis kongruente (Zwischen-)Ziele vereinbart werden. Dieses Vorgehen ermöglicht das Erreichen folgender Ziele:

  • Vermittlung in Arbeit und Ausbildung,
  • Verbesserung der Zugangschancen zum Arbeitsmarkt (u.a. durch Praktika in Unternehmen und Unterstützung bei Bewerbungen), Verbesserung des Wohnumfelds (Projekte im Stadtteil)
  • sowie Stärkung der gegenseitigen Anerkennung (durch aktive Projektgestaltung und bürgerschaftliches Engagement der Bewohnerschaft).

Aktivitäten

  • Durchführung von 3 Projektdurchgängen über 12 Monate mit jeweils 2 Monaten Kompetenzfeststellung, 9 Monaten stadtteilorientierter Projektarbeit mit Qualifizierung und einem Monat Lernen im Unternehmen

    • Zu Beginn jedes Durchgangs Kompetenzfeststellung und Vorbereitung der Arbeit in unterschiedlichen Projektgruppen, die sich mit verschiedenen stadtteilbezogenen Themen befassen
    • Durchführung einer repräsentativen Bürgerbefragung zur Sammlung von Vorschlägen für die Ausgestaltung der Projektarbeiten
    • Aufgreifen der Ideen, Planung und Koordinierung der Projektarbeit mit allen beteiligten Kooperationspartnern
    • praktische Umsetzung der Projekte
  • Verzahnung der Projektarbeit (4Tage/Woche) mit Qualifizierung (1 Tag/Woche: Arbeitsmarkt, Biografiearbeit, Kulturtechniken, Kommunikation, PC, Bewerbungen) mit Beispielen aus der Lebenswelt der Teilnehmenden sowie Unternehmenseinsätze zur sukzessiven Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit
  • Netzwerkarbeit zur Unterstützung der Anerkennung der Arbeitsergebnisse in der Öffentlichkeit und als Beitrag zur Imageverbesserung im Quartier

Projektinformationen

Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Sachsen
Stadt: Torgau
Programmgebiet: Nord-West
Projektlaufzeit: 10/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Grit Blume
Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH – Regionales Kompetenzzentrum Sachsen
Leipziger Straße 40
04860 Torgau
Telefon: 03421 906683
Fax: 03421 906688
g.blume@­ebg.de
Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Konvergenz

Bundesland
Sachsen

Stadt/Gemeinde
Torgau

Programmgebiet
Nord-West

Projektlaufzeit
10/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Grit Blume
Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH – Regionales Kompetenzzentrum Sachsen
Leipziger Straße 40
04860 Torgau
Telefon: 03421 906683
Fax: 03421 906688
g.blume@­ebg.de
Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH

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