Schule aktiv – Durchstarten im Brunnenviertel
Das Projekt arbeitet mit einem ganzheitlichen Ansatz, der durch Maßnahmen zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf und Integration in Ausbildung gleichzeitig die Attraktivität des Quartiers erhöht. Im Zentrum stehen beide Schulen des Quartiers. Sie sollen für Lernende und Bewohner attraktiver gestaltet und als Ort der beruflichen Orientierung bis zur dualen Berufsausbildung erschlossen werden. Ziel des Projektes ist es, eine Unterstützung der Ausbildungskultur im Sozialraum zu etablieren, Unternehmenskooperationen zu fördern, eine Kultur der Selbstständigkeit zu entwickeln, das familiäre Umfeld der Jugendlichen zu stabilisieren und ein erfolgreiches Übergangsmanagement an den Schulen einzurichten.
| Kooperationspartner |
Stadtteilmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße
Förderverein für arbeitslose Jugendliche WeTeK gGmbH LOK e.V. – GründerBüro Mitte Ernst-Reuter-Gesamtschule Gustav-Falke-Grundschule mpr Unternehmensberatung Kita Wattstraße Pfefferwerk Sportverein e.V. |
|---|---|
| Handlungsfelder |
Verbesserung des Übergangs
von der Schule in den Beruf
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit |
| Zielgruppen |
Schülerinnen und Schüler
Jugendliche und junge Erwachsene Eltern |
Handlungsbedarf und Ziele
Trotz zentraler Lage des Gebiets Brunnenviertel-Ackerstraße und der Nähe zu prosperierenden Stadtteilen ist eine stadträumliche und soziale Trennung festzustellen. Ab den 1970er Jahren wurde das Gebiet nach weitgehendem Abriss als Großsiedlung des sozialen Wohnungsbaus neu errichtet. Da es kaum soziale, kulturelle und gemeinwesenorientierte Einrichtungen gibt, kommt den beiden Schulen im Quartier eine besondere Bedeutung zu. Von bildungsinteressierten Familien werden sie aber gemieden. 50% der 8.200 Einwohner haben einen Migrationshintergrund, der Anteil an Schülerinnen und Schülern nicht deutscher Herkunft liegt bei über 80%. Die Mehrzahl kommt aus sog. bildungsfernen Familien. Die Armut nimmt zu und ist öffentlich sichtbar. Die Arbeitslosigkeit beträgt 16% (Migranten: 30%), bei Jugendlichen über 23%. Jeder zehnte Schüler verlässt die Schule ohne Abschluss, zwei Drittel haben keinen Ausbildungsplatz in Aussicht. Da ältere Geschwister auch mit Schulabschluss keine Ausbildung finden, ist die Lernmotivation eher gering. Viele Eltern sind selbst nicht in den Arbeitsmarkt integriert und können ihren Kindern daher kaum eine erfolgreiche Erwerbsbiografie vorleben. Sie können oftmals nicht die Bedeutung von Schulerfolg einschätzen und ihre Kinder im Hinblick auf das Arbeits- und Berufsleben kaum unterstützen.
Ziel des Projektes ist es, eine Unterstützung der Ausbildungskultur im Sozialraum zu etablieren, Unternehmenskooperationen zu fördern, eine Kultur der Selbstständigkeit zu entwickeln, das familiäre Umfeld der Jugendlichen zu stabilisieren und ein erfolgreiches Übergangsmanagement an den Schulen einzurichten. Die Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler soll verbessert und so die Vermittlungsquote in Ausbildung und Arbeit zu erhöhen. Rund 600 Schülerinnen und Schüler werden in das Projekt einbezogen.
Aktivitäten
- Entwicklung eines integrativen Konzepts zur Berufsorientierung mit den Schulen und weiteren Partnern, Einbindung in das Schulkonzept, Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Umsetzung über Projekte: z.B. Theaterstadt – Inszenierung eines eigenen Theaterstückes durch Jugendliche mit Erprobung der Gewerke in Workshops, Ausbau der Schülerfirma mit Bezug zur Mauerparkgedenkstätte, z.B. Souvenirs, Fahrräder, Führungen
- Berufsvorbereitende Maßnahmen, insbes. für junge Frauen, im kreativen und kulturellen Bereich – Berufsfeld Medien/Büro, Erschließung von Praktikumsplätzen, Öffnung der Betriebe über das Programmgebiet hinaus für Verbundausbildung, Aufbau von räumlichen und strukturellen Ressourcen an beiden Schulen - Projektplanung und Umsetzung von Baumaßnahmen mit Schulen, Quartiersmanagement und Betrieben zur Erschließung von Ausbildungsplätzen in Gastronomie und Baunebengewerbe
- Beratung junger Erwachsener, die Zugang zu Arbeit suchen, Gespräche mit bauausführenden Betrieben zu Einsatzmöglichkeiten, Planung und Durchführung arbeitsmarktrelevanter Teilqualifikationen, Erarbeiten eines Integrationsplanes mit den Arbeitsvermittlern, Unterstützung von Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf, Vermittlung in andere Modelle der Ausbildung oder Übergangsqualifizierung, ggf. durch Familien- oder Einzelfallhilfe
- Potenzialanalyse und Ideengenerierung unter Berücksichtigung der zielgruppenspezifischen Bedarfe (selfemployment)
- Aufbau einer aktiven Elternarbeit
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Ackerstraße
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
Christinenstraße 18/19 Haus 14
10119 Berlin
Telefon: 030 44383464
Fax: 030 44383100
rfritz@pfefferwerk.de
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH


