Zentrum für Lernen, Ausbildung und Beschäftigung in der Gießener Nordstadt (ZELAB)
| Kooperationspartner |
Stadtteilprojekte (z.B. Aktino)
Kindertagesstätten und Familienzentren ARGE (GIAG GmbH) Städtische Wirtschaftsförderung Nordstadtverein e.V. Dezernat der Oberbürgermeisterin mit der Nordstadtkoordinatorin und Soziale Stadtentwicklung |
|---|---|
| Handlungsfelder |
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit |
| Zielgruppen |
Alleinerziehende
Migrantinnen und Migranten Personen des Rechtskreises SGB II |
Handlungsbedarf und Ziele
Das Programmgebiet Gießener Nordstadt ist neben der Kernstadt (17.528 Einwohner) der Stadt Gießen das größte zusammenhängende Stadtgebiet mit 9.481 Bewohnern und Bewohnerinnen (Stand: 2007). Die Gießener Nordstadt ist ein Mischwohngebiet und weist Merkmale eines strukturell benachteiligten Wohnquartiers auf, wie z.B. einen überproportionalen Anteil von Arbeitslosen und Personen mit Migrationshintergrund und einem hohen Anteil (65%) an Wohnungen, die im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus errichtet wurden. Ziel ist die Verbesserung von Beschäftigungschancen von gering qualifizierten Langzeitarbeitslosen oder Beschäftigten und Jugendlichen ohne Ausbildung aus dem Quartier. Der Ansatz setzt an den konkrekten Bedarfen dieser Zielgruppen an und wird über drei einzelne Bausteine umgesetzt.
Das vorliegende Konzept wurde von der Stadtteilkoordinatorin, dem Nordstadtverein e.V., der ämterübergreifenden Steuerungsgruppe, der Oberbürgermeisterin und dem Stadtteilbeirat als die richtigen Angebote für den Stadtteil im Vorfeld erarbeitet und abschließend im Stadteilbeirat einstimmig verabschiedet. Der Nordstadtverein als Träger des Quartiersmanagements begleitet das BiWAQ-Projekt personell und inhaltlich und teilt die Position, dass Bildung und Qualifizierung die beste Basis für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt ist. Das „Selbstlernzentrum“ ist zur Selbstaktivierung und zum selbstgesteuertem Lernen (zeitlich und inhaltlich) für die Bewohner geplant. Alleinerziehende sowie Migrantinnen und Migranten, die überproportional im Stadtteil vertreten sind, sind eine besonders willkommene Zielgruppe. Für Kinderbetreuung wird bei Nachfrage gesorgt.
Der Kostenträger GIAG GmbH (ARGE) hat die Teilprojekte als aussichtsreiche Instrumente zur Verbesserung der Lebenslagen der Nordstadtbewohner anerkannt.
Aktivitäten
- „Selbstlernzentrum“: Angebot von Netzwerk-PCs mit Lernsoftware zu unterschiedlichsten Lernthemen; Begleitung des Lernprozesses durch Lernberater; Kinderbetreuung. Die Nachfrage für die allgemeine-, schulische- und berufliche Weiterbildung ist so groß, insbesondere von Migranten, dass 14 Plätze eingerichtet wurden.
- „Ausbildungslotse“: Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen mit Ausbildungsbegleitung zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen. Die Akquisition und Beratung von Ausbildungsbetrieben bildet das Kerngeschäft.
- „Gießener Weg“: Qualifizierung von gering qualifizierten Langzeitarbeitslosen (Ü25) in fünf Berufsfeldern: Hauswirtschafter/in, Maler/Lackierer/in, Koch/Köchin, Gebäudereiniger/in, Restaurantfachmann/frau; Die Zuweisung geeigneter Teilnehmender erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem sozialraumorientierten Team der GIAG GmbH (ARGE). Die Qualifizierungsbausteine im „Gießener Weg“ sind durch die jeweilige IHK/HWK anerkannt.
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Hessen
Stadt: Gießen
Programmgebiet: Nordstadt
Projektlaufzeit: 8/2010 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Zentrum Arbeit und Umwelt - Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH
Kiesweg 31
35396 Gießen
Telefon: 0641 9522540
Fax: 0641 51594
geschaeftsfuehrung@zaug.de
Zentrum Arbeit und Umwelt - Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH



