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Zukunft, Integration, Entwicklung, Lüssum – ZIEL

Das Projekt setzt sich zum Ziel, durch eine bessere schulische Berufsvorbereitung und eine höhere Ausbildungsplatzbelegung die soziale Situation im Quartier Bremen-Lüssum-Bockhorn zu verbessern und gleichzeitig eine verstärkte Teilhabe am Geschehen im Stadtteil zu fördern. Diese Ziele sollen durch eine Kombination unterschiedlicher Module erreicht werden: Über ein Netzwerk werden Schulen, Arbeitsagentur und Wirtschaftspartner in berufsvorbereitende Maßnahmen für die Schülerinnen und Schüler des Quartiers eingebunden. Die Eröffnung eines Stadtteilladens mitten im Gebiet in Verbindung mit einer U25-Maßnahme schafft entlohnte Beschäftigungsmöglichkeiten für Regie-, Anleitungs- und Betreuungskräfte sowie für bis zu 60 Jugendliche aus dem Quartier im gesamten Projektzeitraum. Indem der Stadtteilladen zum Zentrum von Aktivitäten wird, die Jugendliche aus dem Stadtteil für Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils in eigener Regie organisieren, wird dadurch auch das nachbarschaftliche Zusammenleben und die Identifikation mit dem Stadtteil gestärkt.

Steckbrief
Kooperationspartner BAgIS – Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales
Quartiersmanagement Lüssum-Bockhorn
Integrierte Gsamtschule in den Sandwehen
Schulzentrum an der Lehmhorster Straße
Ortsamt Blumenthal – Stadtteilmanagement
Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord
RAZ – Ran an die Zukunft Nord
Präventionsrat Bremen-Nord
Agentur für Arbeit
lokale Unternehmen
Handlungsfelder Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler
Jugendliche und junge Erwachsene

Handlungsbedarf und Ziele

Die Großsiedlung Lüssum-Bockhorn im Norden Bremens hat ca. 15.000 Einwohner, wovon 3.000 im Schwerpunktgebiet liegen. Die soziale Situation des Gebietes ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil an einkommensschwachen und kinderreichen Familien sowie einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund. Regional bedingte mangelnde berufliche Perspektiven und Erfahrungen, keine Beschäftigungsmöglichkeiten sowie schlechte schulische Leistungen stehen gerade bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund in einer unglücklichen Wechselwirkung. Der Langzeitwirkung einer stetigen Entfernung vom Arbeitsmarkt und zunehmender Abhängigkeit von staatlichen Leistungen ist immer schwerer entgegenzutreten. Während der Übergang zur Jugendkriminalität zunimmt, nimmt die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil als der Ort des Sich-Wohlfühlens, in dem gelebt, gearbeitet, gelernt wird, ab. Schon bei der schulischen Bildung muss der vorherrschenden Bildungsstruktur entgegengewirkt werden. Die Sozialindikatoren weisen entsprechende Zahlen aus: überdurchschnittliche Anzahl von Hauptschulabgängern, unterdurchschnittliche Anzahl von Abgängern mit höherer Bildung, viele Sonderschulfälle und eine geringe Ausbildungsplatzbelegung. Das Projekt setzt sich zum Ziel, durch eine verbesserte schulische Berufsvorbereitung und eine höhere Ausbildungsplatzbelegung die soziale Situation im Quartier Bremen-Lüssum-Bockhorn zu verbessern und gleichzeitig die identitätsfördernde Teilhabe am Geschehen im Stadtteil zu verstärken.

Aktivitäten

  • Gründung des „Netzwerkes soziale Verantwortung“ auf Eigeninitiative von Schülern: Unterstützung durch Projektmitarbeiter, Durchführung von 3 -4 schulischen Veranstaltungen/Jahr; Kontaktherstellung und Ideenentwicklung zum Thema Berufsvorbereitung in Arbeitsgruppen aus Schülern, Lehrern und Projektmitarbeitern; Planung, Durchführung und Nachbereitung der Unternehmergespräche durch eine Schülerfirma (mit allen dazugehörigen Aufgaben: Verwaltung, Abrechnung, Dokumentation)
  • Durchführung von Seminaren zur Berufswegplanung in den Schulen ab der 9. Klasse; Organisation von Vorstellungsgesprächen; Begleitung von Bewerbungsverfahren; Unterstützung durch lokale Presse über die Veröffentlichung von ausbildungswilligen Betrieben zeitnah vor Ausbildungsbeginn
  • Gemeinwohlorientierte Dienstleistungsangebote in einem von Jugendlichen selbstverwalteten Stadtteilladen (Unterstützung durch Projektmitarbeiter): nachbarschaftliche Hilfen, Verschönerungsarbeiten im Quartier, Spielplatzpflege usw. Die Arbeiten werden nach einem Punktesystem bewertet und mit Werder-Bremen-Karten, Gutscheinen, Konzert- und Kinokarten etc. honoriert, die über Sponsoren akquiriert werden. Im Stadtteilladen werden Qualifizierungskurse, Sprachschulungen und ein Nachlernen für lernschwache Schulabgänger angeboten. Durch die Herstellung und den Vertrieb einer Stadtteilzeitung soll der Laden Mittelpunkt für Stadtteilengagement werden.
  • Für unversorgte, nicht mehr schulpflichtige Jugendliche werden Beschäftigungsmöglichkeiten im Stadtteilladen selbst und in U25-Maßnahmen angeboten. So soll z. B. das „Bremer Wandelbett“ (zum Mitwachsen) für Sozialschwache gebaut werden, das durch den Stadtteilladen vertrieben wird.

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bremen
Stadt: Bremen
Programmgebiet: Lüssum-Bockhorn
Projektlaufzeit: 8/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Marzio Novello
Arbeit und Lernzentrum e.V.
Hermann-Fortmann-Straße 18
28759 Bremen
Telefon: 0421 6984640
Fax: 0421 6984666
m.novello@­alz-bremen.de
Arbeit und Lernzentrum e.V

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Bremen

Stadt/Gemeinde
Bremen

Programmgebiet
Lüssum-Bockhorn

Projektlaufzeit
8/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Marzio Novello
Arbeit und Lernzentrum e.V.
Hermann-Fortmann-Straße 18
28759 Bremen
Telefon: 0421 6984640
Fax: 0421 6984666
m.novello@­alz-bremen.de
Arbeit und Lernzentrum e.V

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