VahrWeg
Darüber hinaus leistet das Projekt einen Beitrag zur sozialräumlichen Entwicklung des Quartiers Neue Vahr: Die Teilnehmenden erproben ihre erlernten Qualifikationen in Praxisaufträgen im Quartier. Auf diese Weise werden Einrichtungen und Dienstleistungen im Quartier in den Bereichen Sport, Kultur, Kommunikation und Freizeit sowie der Essensversorgung gefördert und weiterentwickelt.
| Kooperationspartner |
Förderwerk Bremen e. V.
frauenbetriebe quirl e. V. Sportgarten e. V. Land Bremen: Senator für Finanzen Stadt Bremen: Amt für Soziale Dienste / Sozialzentrum Vahr, Horn-Lehe und Schwachhausen Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (BAgIS) Familien- und Quartierszentrum Vahr Schulen im Quartier Kompetenzagentur Ost Handelskammer Bremen Handwerkskammer Bremen |
|---|---|
| Handlungsfelder | Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit |
| Zielgruppen |
Jugendliche und junge Erwachsene
Personen des Rechtskreises SGB II Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher |
Handlungsbedarf und Ziele
Die Neue Vahr grenzt sich von anderen Bremer Quartieren ab durch deutlich stärkere soziale Problemlagen und unterdurchschnittliche Versorgung mit Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Die Arbeitslosenquote lag 2007 wie in den Vorjahren über dem Stadtniveau: rund 20% gegenüber etwa 18% in der Gesamtstadt Bremen. Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen stagniert auf hohem Niveau: Neue Vahr 23% gegenüber 14% stadtweit. Der Anteil der Kinder bis 15 Jahre, die in Bedarfsgemeinschaften leben, lag 2007 in der Neuen Vahr Nord bei etwa 59% (Bremen: rd. 30%).Auch der Anteil von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund ist mit 50% annähernd doppelt so hoch wie in der Gesamtstadt Bremen (rd. 27%). Dabei ist der Anteil der unter 18-Jährigen mit Migrationshintergrund noch höher (70%). Die größte Gruppe sind jugendliche Aussiedlerinnen und Aussiedler. Trotz vielfältiger Bemühungen wie z.B. durch LOS-Projekte, Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen, bleibt die Beschäftigungsförderung eine zentrale Aufgabe. Männliche Migranten mit schlechten oder nicht vorhandenen Schulabschlüssen sind hier die Hauptzielgruppe. Auch die vielen Alleinerziehenden sowie junge Mütter und Familien unter den Arbeits- und Ausbildungslosen bedürfen besonderer Unterstützung. So sind etwa 64% der Alleinerziehenden im Teilquartier Neue Vahr Nord Empfänger von Transferleistungen.
Anknüpfend an diese Problemlagen hat das Projekt „VahrWeg“ das Ziel, 30 benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren zum Berufsabschluss in den oben genannten Berufen und somit zum Anschluss im Berufsleben zu führen. Für ihren Lernprozess benötigen die Teilnehmenden besondere Unterstützung, deshalb enthält das Lernprogramm neben den auch in der dualen Ausbildung zu vermittelnden Fachinhalten Stützunterricht und moderierte Lern- und Arbeitsgruppen, in denen die Fachtheorie vertieft und Schlüsselkompetenzen trainiert werden. Die „VahrWegler“ lernen in Modulen, die sie jeweils mit Zertifikat abschließen können. Die Fragen, die sich aus dem Einsatz an den Praxisorten ergeben, werden anschließend im Unterricht aufgegriffen. Die Teilnehmenden werden bei allen Projektaktivitäten sozialpädagogisch begleitet. Neben der Vermittlung beruflicher Qualifikationen wird besonderer Wert auf die Stärkung der sozialen Kompetenz gelegt.Darüber hinaus leistet das Projekt einen Beitrag zur sozialräumlichen Entwicklung des Quartiers Neue Vahr: Die Jugendlichen erproben ihre erlernten Qualifikationen in Praxisaufträgen im Quartier. Auf diese Weise werden Einrichtungen und Dienstleistungen der Bildung, in Sport, Kultur, Kommunikation und Freizeit sowie der Essensversorgung im Quartier gefördert und weiterentwickelt, z.B. durch die Beteiligung der Jugendlichen an der Neu- und Umgestaltung von Spielplätzen in der Neuen Vahr. Zentraler Lernort ist der Umbau der ehemaligen Berufsschule für Metalltechnik im Stadtteil.
Aktivitäten
- Durchführung der Qualifizierung in 4 Ausbildungsberufen (Hochbaufacharbeiter/-in bzw. Maurer/-in, Bauten- und Objektbeschichter/-in bzw. Maler/-in und Lackierer/-in, Hauswirtschafter/-in und Sport-Fachmann/-Fachfrau) in drei Stufen mit zertifizierten Modulen, optional auch im dualen System bei Übergang in den 1. Arbeitsmarkt; Zwischenprüfungen nach jeder Stufe
- zu Beginn Profiling der Teilnehmenden, anschließend Vorqualifizierung im Umfang von bis zu 18 Wochen inkl. Kompetenzfeststellungsphase, fortlaufende Möglichkeit eines Projekteinstiegs
- Erarbeitung fachtheoretischer und allgemeinbildender Kenntnisse nach Vorgaben des Rahmenlehrplans sowie projektübergreifender Inhalte in moderierten Lern- und Arbeitsgruppen und durch selbstorganisierte und kooperative Lernprozesse; Dokumentation der Lernfortschritte in Förderplänen
- Unterstützung durch Lernbegleitung zur Organisation, Strukturierung und Reflexion des Lernprozesses durch die Teilnehmenden; kontinuierliche sozialpädagogische Betreuung
- Durchführung der Qualifizierung an zwei Lernorten einschließlich Einsatz an diversen externen Praxisorten
- Praktika
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bremen
Stadt: Bremen
Programmgebiet: Neue Vahr Nord/Südwest/Südost
Projektlaufzeit: 03/2009 bis 09/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Förderwerk Bremen GmbH
Bevenser Str. 5
28329 Bremen
Telefon: 0421 69623821
Fax: 04 21 69623899
hansen@foerderwerk-bremen.de
Förderwerk Bremen GmbH





