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STARQ - Soziales und Technisches Arbeiten im Quartier

Das Projekt STARQ entwickelt ein integriertes Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebot für das Quartier Nordstadt in Kassel. In Anknüpfung an die Stadtteilarbeit nutzt STARQ das aufgebaute Netzwerk, um Langzeitarbeitslose in Arbeit zu bringen. Die Teilnehmenden werden in gemeinnützigen Tätigkeiten qualifiziert, die einen Mehrwert für das Quartier haben, z.B. Pflege öffentlicher Plätze, Instandhaltung von Spielplätzen und Unterstützung lokaler Initiativen (soziale und technische Quartiersarbeit). Anschließend sollen sie in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Flankierende Maßnahmen ergänzen die Aktivitäten. Dazu gehören Frauensprachcafés, eine Hausaufgabenbetreuung und individuelle Bewerbungshilfe sowie gemeinsame Veranstaltungen im Stadtteil mit den Kooperationspartnern. Mit diesen Maßnahmen sollen die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier und damit die Zielgruppen besser erreicht, ihre Identifikation mit dem Stadtteil erhöht und das Image des Quartiers aufgewertet werden.

Steckbrief
Kooperationspartner Quartiersmanagement
Stadt Kassel: Amt für Stadtplanung und Bauaufsicht, Umwelt- und Gartenamt, Arbeitsförderung
Stadtteiltreff Mombach
Mieterbeirat
Ortsbeirat Nord-Holland
Arbeitsgruppe Wohnen des Quartiers
Handlungsfelder Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Zielgruppen Personen des Rechtskreises SGB II

Handlungsbedarf und Ziele

Die Kasseler Nordstadt gilt als Problemstadtteil (hohe Arbeitslosigkeit von 23%, hoher Anteil an Zuwanderern unterschiedlicher Herkunft, viele alleinerziehende/alleinstehende Bewohnerinnen und Bewohner, Schulverweigerer). In den letzten Jahren hat sich durch das Programm Soziale Stadt einiges bewegt. Ein besonderer Handlungsbedarf besteht jedoch weiterhin in der beruflichen Integration von Jugendlichen mit Integrationsdefiziten und Langzeitarbeitslosen. Sie weisen häufig inadäquate oder keine schulischen und beruflichen Abschlüsse vor oder stehen bereits mehrere Jahre außerhalb des Arbeitsmarktes. Folge dieser Entwicklung ist, dass für diese Personen gesellschaftlicher Ausschluss Lebensalltag geworden ist. Um sie zu erreichen, zu motivieren und in den Erwerbsalltag zu integrieren, macht das Projekt die Menschen STARQ.

In Anknüpfung an die bisherige Stadtteilarbeit nutzt STARQ das aufgebaute Netzwerk der Akteure vor Ort, um die massiven Vermittlungshemmnisse der Teilnehmenden abzubauen, sie zunächst in gemeinnütziger Arbeit zu qualifizieren und anschließend in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse einzustellen. Damit sollen reale Einkommensgrundlagen entstehen, die in Verbindung mit Arbeitsgelegenheiten berufliche Perspektiven entwickeln. Hierzu bietet das Zentrum für soziales und technisches Arbeiten im Quartier (STARQ) ein integriertes Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebot für den Stadtteil. Dabei setzt das Projekt auf folgende Bausteine: bedarfsgerechte Qualifizierung, quartiersbezogene Beschäftigung, Arbeitsmarktintegration durch Schaffung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse und kultursensible Quartiersarbeit.

Vorgesehen sind etwa 15 Teilnehmende pro Jahr. Ihre Qualifizierung erfolgt bedarfsgerecht in unterschiedlichen technischen und sozialen Feldern. Danach werden sie gemeinnützig im Quartier beschäftigt und untersützen die Bewohnerinnen und Bewohner mit sozialen und technischen Arbeiten, z.B. mit der KiTa-Platz-Agentur für Alleinerziehende. Anschließend sollen sie in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. In Kooperation mit dem Quartiersmanagement werden die Aktivitäten durch kultursensible Quartiersarbeit begleitet. Dazu gehören Frauensprachcafés, eine Hausaufgabenbetreuung und individuelle Bewerbungshilfe sowie gemeinsame Veranstaltungen im Stadtteil mit den Kooperationspartnern wie z.B. dem Flohmarkt der Kulturen und Generationen. Mit diesen Maßnahmen sollen die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier und damit die Zielgruppen besser erreicht, ihre Identifikation mit dem Stadtteil erhöht und das Image des Quartiers aufgewertet werden.

Aktivitäten

  • Errichtung eines Zentrums im Quartier, (räumliche) Vernetzung mit dem Quartiersmanagement Nordstadt, Bedarfsermittlung und Angebotsplanung
  • Bedarfsgerechte Qualifizierung: passende Qualifizierung analog des diagnostizierten Förderbedarfs und Einsatz eines breiten Qualifizierungsangebots
  • Quartiersbezogene Beschäftigung: technische Unterstützungsleistungen für Bewohnerinnen und Bewohner: Spielplatzsanierung, Reinigung von Straßen und Plätzen, Spielplatzwartung, soziale Angebote: Einkaufshilfen, Friedhofsbegleitservice, zusätzliche personenbezogene Dienstleistungen
  • Arbeitsmarktintegration nach individueller Voraussetzung: Vermittlung der Teilnehmenden aus Arbeitsgelegenheiten (AgHs) in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen
  • Kultursensible Quartiersarbeit: Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfen, Sprachkurse, Mittagstisch, interkultureller Frauentreff, intergenerative IT-Seminare (mit Stadtteiltreff Mombach), Feste, Veranstaltungen, Netzwerkarbeit gemeinsam mit dem Quartiersmanagement
  • Entwicklung einer Internet-Plattform für Betriebe in der Nordstadt

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Hessen
Stadt: Kassel
Programmgebiet: Nordstadt
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Ralf Pudewell
Jugendhilfeverein für Aus- und Fortbildung in Kassel gGmbH (JAFKA)
Hegelsbergstr. 24a
34127 Kassel
Telefon: 0561 9837450
Fax: 0561 9837426
pudewell@­jafka.de
JAFKA gGmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Hessen

Stadt/Gemeinde
Kassel

Programmgebiet
Nordstadt

Projektlaufzeit
01/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Ralf Pudewell
Jugendhilfeverein für Aus- und Fortbildung in Kassel gGmbH (JAFKA)
Hegelsbergstr. 24a
34127 Kassel
Telefon: 0561 9837450
Fax: 0561 9837426
pudewell@­jafka.de
JAFKA gGmbH

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