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Integrationsfördernde und qualifizierende Kulturprojekte in zwei Berlin-Neuköllner Quartieren für benachteiligte Jugendliche (KU2Q)

Das Projekt KU2Q führt junge Menschen aus den Berlin-Neuköllner Quartieren Schillerpromenade und Lipschitzallee/Gropiusstadt durch das Engagement in Kulturprojekten (z.B. in der (Musik-)Produktion, im Theater oder Tanz) an eine berufliche Orientierung heran. Dabei werden die Teilnehmenden von professionellen Künstlerinnen und Künstlern angeleitet sowie sozialpädagogisch unterstützt. Im Laufe des Projekts entwickeln sie eigenständig Projekte, die ein verwertbares Ergebnis haben - z.B. eine selbst konzipierte und organisierte Kulturveranstaltung, eine Musikproduktion auf CD oder Entwicklung und Aufführung einer Theaterproduktion.

Bei der Konzeption und Umsetzung eigener und vorgegebener Ideen in einem Team erwerben die Teilnehmenden fachliche und extrafunktionale Kompetenzen und erhalten durch Anleitung einen realistischen Einblick in das jeweilige Berufsfeld. Die gewonnenen Erfahrungen werden in betrieblichen Praktika vertieft. Darüber hinaus werden Workshops zur berufsbezogenen Sprachförderung und Berufswegeplanung sowie individuelle Beratungen zur Berufsorientierung durchgeführt. Zudem ist eine begleitende Nachbetreuung vorgesehen, vor allem um die Übergänge in Erwerbstätigkeit oder Ausbildung zu stabilisieren.

Steckbrief
Kooperationspartner Bezirksamt Neukölln/Berlin: Quartiersmanagment/Gebietskoordination, EU-Beauftragte, Kulturamt Jugendzentrum Oderstraße YO!22
Neuköllner Netzwerk Berufshilfe (NNB e.V.)
Wirtschaft und Arbeit in Neukölln e.V.
Quartiersmanagements der Programmgebiete Schillerpromenade und Lipschitzallee/Gropiusstadt
Carl-Legien-Oberschule
Liebig-Oberschule
Handlungsfelder Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler
Jugendliche und junge Erwachsene
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

In den beiden Berlin-Neuköllner Soziale-Stadt-Gebieten Schillerpromenade und Lipschitzallee/Gropiusstadt leben zusammen etwa 44.000 Menschen. In beiden Quartieren liegt der Anteil der von Transfereinkommen lebenden Haushalte etwa bei einem Drittel. Begründet durch die hohe Arbeitslosigkeit und den hohen Anteil gering Qualifizierter ist die Lage der lokalen Wirtschaft in der Schillerpromenade überaus prekär. Der überwiegende Teil der Geschäfte hat eine wohnortnahe, auf ethnokulturelle Ansprüche der Kunden ausgerichtete Versorgung auf Niedrigpreisniveau entwickelt. Da es sich bei der Gropiusstadt im Wesentlichen um ein Wohngebiet handelt, bietet die lokale Wirtschaft nur wenigen Menschen Arbeit.

In beiden Gebieten ist der Anteil junger Menschen hoch (Schillerpromenade: 25% / Lipschitzallee/Gropiusstadt: rd. 22%). Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationsbiografie liegt mit über 50% über dem Berliner Durchschnitt (rd. 21%). Unberücksichtigt sind hierbei Migrantinnen und Migranten mit deutscher Staatsbürgerschaft. Bedingt durch Sprachdefizite und fehlende soziale und nachbarschaftliche Kontakte gibt es ausgeprägte Integrationsprobleme. Die Bildungschancen Jugendlicher mit Migrationsgeschichte oder aus bildungsfernen Familien sind aufgrund der Sprachdefizite sowie mangelnder sozialer Kompetenzen und geringer Schulbildung begrenzt. Um ihre Ausbildungs- und Erwerbsperspektiven nachhaltig zu verbessern, sind weitere Maßnahmen notwendig. Diese müssen an den berufsbezogenen Sprachdefiziten ansetzen, die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Jugendlichen weiterentwickeln und berufsorientierende Angebote bereitstellen.

Das Projekt KU2Q greift diesen Bedarf auf und führt Jugendliche und junge Erwachsene aus den beiden Quartieren durch das Engagement in Kulturprojekten an eine berufliche Orientierung heran. Die Teilprojekte werden in den Bereichen (Musik-)Produktion, Veranstaltungsmanagement, Theater und Theaterdienstleistungen sowie Tanz, Choreografie und Tanztraining durchgeführt. Dabei werden die Teilnehmenden von professionellen Künstlerinnen und Künstlern angeleitet sowie sozialpädagogisch unterstützt. Im Laufe des Projekts entwickeln sie eigenständig Projekte, die ein verwertbares Ergebnis haben - z.B. eine selbst konzipierte und organisierte Kulturveranstaltung, eine Musikproduktion auf CD oder Entwicklung und Aufführung einer Theaterproduktion oder einer Tanzveranstaltung (Breakdance-Battle).

Bei der Konzeption und Umsetzung eigener und vorgegebener Ideen in einem Team erwerben die Teilnehmenden fachliche und extrafunktionale Kompetenzen und erhalten durch Anleitung einen realistischen Einblick in das jeweilige Berufsfeld. Die gewonnenen Erfahrungen werden in betrieblichen Praktika weiter vertieft. Darüber hinaus werden Workshops zur berufsbezogenen Sprachförderung und Berufswegeplanung sowie individuelle Beratungen zur Berufsorientierung durchgeführt. Zudem ist eine begleitende Nachbetreuung vorgesehen, insbesondere um die Übergänge in Erwerbstätigkeit oder Ausbildung zu stabilisieren. Diejenigen Jugendlichen, die nach Ende der Projektteilnahme ihre berufliche Perspektive noch nicht konkretisieren konnten, werden an Angebote weiterführender Unterstützungssysteme herangeführt.

Aktivitäten

  • Ansprache der Jugendlichen mit Partnern vor Ort (Schulen, Quartiersmanagements, Jugendberatungs- und Freizeiteinrichtungen etc.); Identifikation der Motivationslage und Eignung der Jugendlichen in einem vorgeschalteten Eingangsverfahren und Klärung formaler Zugangsvoraussetzungen
  • Erwerb branchentypischer fachlicher Kompetenzen in den drei Kulturprojekten Musikproduktion/Eventmanagement, Theater/Theaterdienstleistungen und Tanz/Choreografie mit Verwertungsperspektive für berufliche und soziale Integration der Jugendlichen und leistungsdifferenziertem Zertifikat; begleitende sozialpädagogische Unterstützung, ressourcenorientiert einschl. individueller Beratung der Teilnehmenden zu ihrer beruflichen Perspektive
  • Optionale Vermittlung von Praktika zur Konkretisierung der Berufsfindung im Projektverlauf in privatwirtschaftliche Betriebe kulturnaher und anderer Branchen, Auswahl der Unternehmen nach Eignung und beruflichen Wünschen der Teilnehmenden
  • Präsentation der Projektergebnisse (Veranstaltungen, Theater- und Musikproduktionen) im Rahmen von Quartiersveranstaltungen
  • In enger Anbindung an Teilprojekte flankierende Durchführung von Workshops zur berufsbezogenen Sprachförderung, zum Umgang mit (interkulturellen) Konflikten und zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung, teilnehmer- und projektspezifische Anpassung der Workshopinhalte und -themen
  • Nachbetreuung Teilnehmender in enger Kooperation mit der Kompetenzagentur Neukölln (NNB e.V.), Ziel: Entwicklung einer nachhaltigen Perspektive im Erwerbsleben
  • Durchführung prozessbegleitender Evaluation, Verwertung der Ergebnisse in Weiterentwicklung im Projektverlauf

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Schillerpromenade, Lipschitzallee/Gropiusstadt
Projektlaufzeit: 5/2010 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Helmut Kinne
StadtImpuls Gesellschaft zur Förderung und Ansiedlung sozialer Projekte mbH
Tempelhofer Ufer 17
10963 Berlin
Telefon: 030 347472536
Fax: 030 347472555
helmut.kinne@­stadtimpuls.de
StadtImpuls Gesellschaft zur Förderung und Ansiedlung sozialer Projekte mbH
Projekt KU2Q

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Berlin

Stadt/Gemeinde
Berlin

Programmgebiet
Schillerpromenade, Lipschitzallee/Gropiusstadt

Projektlaufzeit
5/2010 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Helmut Kinne
StadtImpuls Gesellschaft zur Förderung und Ansiedlung sozialer Projekte mbH
Tempelhofer Ufer 17
10963 Berlin
Telefon: 030 347472536
Fax: 030 347472555
helmut.kinne@­stadtimpuls.de
StadtImpuls Gesellschaft zur Förderung und Ansiedlung sozialer Projekte mbH
Projekt KU2Q

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