BIWAQ-BLUE
| Kooperationspartner |
Stadt Cottbus: Bauverwaltungsamt (Koordinierungsstelle der Sozialen Stadt), Fachbereiche Stadtentwicklung und Grün- und Verkehrsflächen
Stadtteilmanagement Sachsendorf-Madlow Fraueninitiative „Medien im Stadtteil“ ARGE (Jobcenter Cottbus) Arbeitslosenverband Deutschland – Landesverband Brandenburg e.V. Cottbuser Flüchtlingsverein e.V. Freiwilligenagentur Cottbus Futurum e.V. regionale Kinderumweltgruppe der Europaschule Regine-Hildebrandt-Grundschule |
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| Handlungsfelder |
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit |
| Zielgruppen |
Jugendliche und junge Erwachsene
Personen des Rechtskreises SGB II Migrantinnen und Migranten |
Handlungsbedarf und Ziele
Sachsendorf-Madlow wurde vom vereinigungsbedingten Strukturwandel besonders hart getroffen. Das einst größte Wohngebiet des industriellen Wohnungsbaus in Brandenburg mit immer noch über 15.000 Einwohnern leidet unter hohem Bevölkerungsverlust: Seit 1993 verlor der Stadtteil ca. 50% seiner Einwohner. Der Rückbau eines Drittels der Wohneinheiten führte zwar zu einer Verringerung des hohen Leerstandes, hinterließ aber auch viele Brachen, die einer ökologischen Nutzung zugeführt werden sollten, um das Wohnumfeld für die Bewohner aufzuwerten. Stark sinkende Einwohnerzahlen und hohe Arbeitslosigkeit führen zu einer Ausdünnung der Infrastruktur im Versorgungs-, Dienstleistungs- und Kulturbereich und zu Einkommens- und Kaufkraftverlusten. Der Anteil der Arbeitslosen liegt bei etwa 17 % und damit deutlich über dem städtischen Mittel. Besonders kritisch ist der hohe Anteil der Langzeitarbeitslosen von ca. 48% zu bewerten.Überproportionaler Bevölkerungsverlust und hohe Arbeitslosigkeit bedingen soziale Segregation. Das Wegbrechen der einst starken sozialen Netze, die städtebauliche Erscheinung und die hohe Zahl rechter Straftaten, die nach einer rückläufigen Entwicklung in den letzten Jahren im Jahr 2007 wieder deutlich stieg, belasten das Image des Stadtteils zusätzlich. Die Situation der Migranten ist geprägt durch fehlende Integration. Besonders schwer wiegen die enge Verknüpfung und gegenseitige Bedingtheit der identifizierten Problemfelder.
Ziel des Projekts ist die Qualifizierung von ca. 90 benachteiligten Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen in den Bereichen ökologisches Bauen sowie Garten- und Landschaftsbau und damit die Verbesserung ihrer Perspektiven auf dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt. Voraussetzung hierfür ist eine soziale Integration, auf die das Projekt ebenso abzielt wie auf eine Verbesserung der Wohnqualität im Quartier. Das Projekt steht daher auch engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers offen.
Aktivitäten
- Umsetzung von zwei sechsmonatigen, jeweils modularen Kursen zum ökologischen Bauen und Garten- und Landschaftsbau (Basis- und Erweiterungskurs). In dieser Zeit erlangen die Teilnehmer neben berufsspezifischen Kenntnissen vor allem Fähigkeiten (z.B. Kommunikations-, Konfliktfähigkeit), die allgemein die Chancen auf eine Arbeitsmarktintegration erhöhen.
- Die Bildung von Qualifizierungsgruppen mit heterogener Teilnehmerstruktur (Migranten, Jugendliche, Langzeitarbeitslose) dient der sozialen Integration. Durch den Lehrgang werden die Teilnehmenden an Tagesstruktur, konkrete Aufgaben und Verantwortungsübernahme im Stadtteil herangeführt. Dabei erfahren sie individuelle Anerkennung und gemeinsame Erfolge.
- Öffnung der Qualifizierungsmaßnahme für Freiwillige mit Interesse an Stadtteilgestaltung und Etablierung des ökologischen Gedankens sowie an einer Multiplikatorenausbildung
- Die Teilnehmenden werden kontinuierliche sozialpädagogisch begleitet.
- Die Wirkung im Stadtteil und eine Verbesserung der Wohnqualität werden durch Feste und ökologisch orientierte Aktivitäten auch außerhalb des Projektgeländes erhöht. Die Verbreitung ökologischer Ideen wird durch Projektangebote und die Durchführung von Festen sowie durch zusätzliche Projektangebote von Schülern der Schule für Sozialwesen des DEB für Kitas und Jugendzentren gesichert.
Projektinformationen
Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Brandenburg
Stadt: Cottbus
Programmgebiet: Sachsendorf-Madlow
Projektlaufzeit: 8/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk in Brandenburg e. V.
Helene-Weigel-Straße 9
03050 Cottbus
Telefon: 0355 48674370
Fax: 0355 486743719
biwaq-cottbus@deb-gruppe.org
Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk in Brandenburg e. V.




