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ALFA – Agenten in Lurup für Ausbildung

Ein Projekt zur langfristigen, beruflichen Integration für sozial benachteiligte Schüler in Lurup

Das Projekt ALFA nimmt die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Hamburger Quartier als Potenziale des Stadtteils von morgen wahr. Daher hat ALFA zum Ziel, die berufliche Integration sozial benachteiligter Schüler in Lurup langfristig zu sichern. Dafür werden an 4 Partnerschulen insgesamt 120 Teilnehmerplätze eingerichtet. Die „Agentinnen und Agenten“ (Projektmitarbeiter) führen gemeinsam mit den Schülern Kompetenzerfassungen durch und entwickeln diese weiter, um ihre individuelle Ausbildungsintegration zu fördern. Ein wesentlicher Bestandteil der Kompetenzentwicklung für die Teilnehmenden besteht in der Mitarbeit in Schülerprojekten, die auf die Imageverbesserung des Quartiers ausgerichtet sind. Mit Unterstützung von Expertinnen und Experten werden den Schülern externe Lern- und Erfahrungshorizonte eröffnet, die den Einzelnen stärken. Gleichzeitig wird über die Projekte Quartiersmarketing mit dem Ziel betrieben, das Bild von Lurup in der Öffentlichkeit nachhaltig zu verbessern.

Steckbrief
Kooperationspartner Stadt Hamburg: kommunale Koordinierungsstelle Soziale Stadt, Bezirksamt Hamburg Altona, Fachamt Sozialraummanagement – Aktive Stadtteilentwicklung
Offene Ganztagsschule Veermoor
Ganztagsschule am Altonaer Volkspark
Integrierte Haupt- und Realschule Luruper Hauptstraße
Haupt- und Realschule Langbargheide
ARGE U25
Jugendeinrichtungen in Hamburg-Lurup: Movego, LurUp, Pestalozzi
ArGe BoS (Zusammenschluss der Akteure im Handlungsfeld „Übergang Schule – Beruf“ in Lurup)
Handlungsfelder Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler

Handlungsfelder und Ziele

Jüngste Statistiken der Ausbildungsplatzentwicklung zeigen eine Zunahme an Ausbildungsplätzen. Die Lage der Ausbildungsplatzsuchenden verbessert sich damit rein rechnerisch. Gleichzeitig gibt es aber Schulabgänger, die nicht die Voraussetzungen mitbringen, um eine Ausbildungsstelle besetzen zu können. Dies gilt aus folgenden Gründen insbesondere für Luruper Schülerinnen und Schüler:

  • Vielen Schülern fehlen nachweisliche Qualifikationen oder Kompetenzen, die sie in den Augen der Ausbildungsbetriebe befähigen, eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen.
  • Die Schüler haben häufig nur geringe oder auch falsch verstandene Unterstützung aus dem Elternhaus und dem sozialen Umfeld.
  • Die Schüler aus Lurup sind über ihr Quartier stigmatisiert (z.B. durch Problemerfahrungen wie Hartz IV, Migration, Drogen oder Kriminalität). Zugleich bedeutet dies, dass Kinder aus anderen Stadtteilen auf diesen Schulen nicht angemeldet werden, was zu einer weiteren Isolierung des Quartiers führt.
  • Die Anzahl der Ausbildungsbetriebe in Lurup ist gering. Die Jugendlichen müssen für einen Ausbildungsplatz ihren ‚Sozialraum’ verlassen, was für viele eine Überforderung darstellt.

Um eine grundlegende und langfristige Verbesserung der beruflichen Integration der Schülerinnen und Schüler zu erreichen, müssen zwei Handlungsfelder sinnvoll miteinander verknüpft werden: Das Erkennen und Fördern der Potenziale der Schüler sowie der Schulen und ihre öffentliche Darstellung. Damit verbunden ist die notwendige Stärkung des Quartiers Lurup. Somit hängt die Verbesserung der Integration der Schüler in Arbeit und Ausbildung eng mit der Verbesserung des Quartierimages über die Leistungen der Schülerinnen und Schüler zusammen. Diese Verknüpfung setzt das Projekt ALFA um. Mit der Herausarbeitung und Stärkung der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden zum einen die Schüler individuell und zum anderen die künftigen Potenziale des Stadtteils von morgen sichtbar gemacht und gefördert. Durch die Darstellung und Bekanntgabe dieser Potenziale über die begleitende Öffentlichkeitsarbeit – unter Einbeziehung der Ergebnisse der Schülerprojekte von ALFA – betreibt ALFA die Lobbyarbeit der Schüler für ihren Stadtteil und ihre eigene berufliche Zukunft. Damit wird zudem die Grundlage für Fundraisingaktionen gelegt, um künftige Sponsoren zu gewinnen.

ALFA arbeitet an vier Partnerschulen und kann je nach Ausgangslage der Schulen Schülerinnen und Schüler der letzten drei Jahrgänge sowie ausbildungplatzsuchende Schüler der jeweils letzten Abgangsklasse aufnehmen. Für die individuelle Betreuung hält das Projekt kontinuierlich pro Schule 30 Teilnehmerplätze bereit. Insgesamt bietet ALFA 120 Plätze. Jedes Jahr werden zwei Schulprojekte mit entsprechender öffentlichkeitswirksamer Verbreitung durchgeführt. Die Projekte werden im Gruppen- oder Klassenverband, über Kursarbeit, Projektwochen sowie über Arbeitsaufgaben im Unterricht organisiert. Über die Entwicklung und Durchführung von Fundraisingaktionen sollen jedes Jahr fünf verschiedene Sponsoren für eine langfristige Zusammenarbeit gewonnen werden.

Aktivitäten

  • Handlungsebene „Schule/Schülerinnen und Schüler“: Kompetenzerfassung und -entwicklung unter Hinzuziehung externer Angebote (Nachhilfe, berufliche Erkundungen und Qualifizierungen), Begleitung und Auswertung von Praktika sowie Schnupper-/Praxislerntagen, Bewerbungscoaching, individuelle Ausbildungsvermittlung und begleitendes Coaching
  • Handlungsebene „Schul- und Schülerprojekte“: gemeinsame Projektentwicklung mit „Agenten“, Lehrerinnen/Lehrern und externen Experten, Projektbeispiele: Homepageentwicklung, Marketingstrategie für Luruper Schulen, Gründung einer Journalistengruppe
  • Handlungsebene „Öffentlichkeitsarbeit, Projektmarketing und Organisation Fundraising“: Fundraisingaktionen zur nachhaltigen Bindung von Sponsoren mit Unterstützung des Projektnetzwerks und externer Fachkräfte (nachhaltige Stärkung der Schülerarbeit), Öffentlichkeits-, Gremien- und Lobbyarbeit für Projekt und Quartier über Projektleitung
  • Handlungsebene „Steuerung und Vernetzung“: Projekt- und Schulleitung (Zielvereinbarung, Controlling, mind. sechs Treffen pro Jahr), Akteure in der Schule, Agenten und Lehrer (permanenter inhaltlicher Austausch und wöchentliche Treffen), ArGe BoS (Schnittstelle zu anderen Einrichtungen, monatliche Treffen, jährliche Fachtreffen und Workshops zum Ideenaustausch beteiligter Akteure)

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Hamburg
Stadt: Hamburg
Programmgebiet: Lurup
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Frauke Müller
Johann Daniel Lawaetz-Stiftung
Neumühlen 16 - 20
22763 Hamburg
Telefon: 040 3999360
Fax: 040 39993690
jobclub-mueller@­lawaetz.de
Johann Daniel Lawaetz-Stiftung

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Hamburg

Stadt/Gemeinde
Hamburg

Programmgebiet
Lurup

Projektlaufzeit
01/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Frauke Müller
Johann Daniel Lawaetz-Stiftung
Neumühlen 16 - 20
22763 Hamburg
Telefon: 040 3999360
Fax: 040 39993690
jobclub-mueller@­lawaetz.de
Johann Daniel Lawaetz-Stiftung

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