Arbeit in Grone - Arbeit für Grone
Alle Teilprojekte sprechen die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Quartiere an. Die Arbeitsergebnisse kommen unmittelbar den Quartieren und ihrer Infrastruktur zugute, z.B. durch Maßnahmen der Umfeldgestaltung. Die BIWAQ – Teilprojekte erhalten eine eigene Anlaufstelle im Zentrum von Grone-Süd, die auch als Beratungsstelle fungiert.
| Kooperationspartner |
Kommunale Koordinierungsstelle Soziale Stadt
Verein Nachbarschaftszentrum e.V. Quartiersmanagement Jobcenter Göttingen Bildungsvereinigung Arbeit und Leben NetC@fe Grone Internationaler Bund für Sozialarbeit Neue Arbeit Brockensammlung Wohlfahrtsverbände |
|---|---|
| Handlungsfelder |
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit Stärkung der lokalen Ökonomie |
| Zielgruppen |
Personen des Rechtskreises SGB II
Jugendliche und junge Erwachsene Betriebe der lokalen Ökonomie |
Handlungsbedarf und Ziele
Soziale und wirtschaftliche Problemlagen prägen das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Quartiere Grone-Süd und Alt Grone in Göttingen. Dies wird u.a. verursacht durch hohe Arbeitslosigkeit mit zunehmenden Armutsfolgen: Fast 50% der Arbeitslosen sind mindestens ein Jahr und länger arbeitslos. Die ökonomische Basis in den beiden Gebieten ist schwach entwickelt, es gibt nur wenige Arbeitsplätze innerhalb der Quartiere. Gemessen am städtischen Durchschnitt ist die Erwerbsbeteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner gering. Viele Erwerbstätige verfügen aufgrund einer Beschäftigung im Niedriglohnsektor oder in Minijobs nur über ein geringes Einkommen. Der Migrantenanteil ist hoch (für beide Stadtteile 23%), viele Migrantinnen und Migranten verfügen nur über geringe berufsfachliche Qualifikationen und haben daher häufig Schwierigkeiten, Eigeninitiative bei der Arbeitsplatzsuche zu entwickeln. Darüber hinaus sind aufgrund des negativen Stadtteilimages für die Quartiersentwicklung Initiativen gefordert, um durch die Teilhabe der Bewohner an wohnumfeldverbessernden Maßnahmen die Identifikation mit dem Quartier zu verbessern. Um einen Beitrag zur Verbesserung der Problemlagen der Bewohnerinnen und Bewohner zu leisten, wurde das integrierte Projekt „Arbeit in Grone - Arbeit für Grone“ entwickelt. Ziel des Projekts ist es, durch Verbundangebote in den drei Projektfeldern Arbeitsberatung und -vermittlung, Qualifizierung im Quartier für das Quartier und Förderung und Stabilisierung von Existenzgründungen Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Zudem sollen die beiden Quartiere und ihr Image aufgewertet werden, u.a. durch Maßnahmen zur Aufwertung des Wohnumfeldes. Zielgruppen sind neben arbeitslosen Bewohnerinnen und Bewohnern aus den Quartieren Gewerbetreibende, die dort in kleinen Unternehmen selbständig berufstätig sind.Um die einzelnen Arbeitsfelder adäquat bedienen zu können, wurden neben einem koordinierenden Gesamtprojekt (Tp1) 3 inhaltliche Teilprojekte mit eigenen Teilzielen entwickelt:
- Tp 2 Groner Jobmarkt: Hier wird durch wohnortnahe Ansprache und Beratung in einem lokalen Jobmarkt die Qualifizierungsbereitschaft und Mobilität von Langzeitarbeitslosen gefördert.
- Tp 3 Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen: In diesem Tp sollen durch kombinierte Arbeits- und Qualifizierungsmodule die Beschäftigungschancen der Teilnehmenden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erhöht werden.
- Tp 4 Anlauf- und Beratungsstelle Gründungsförderung als stadtteilbezogene Erweiterung der bestehenden „Gründungsberatung MOBIL“: Durch ein spezielles Coaching- und Weiterbildungsprogramm für kleine Unternehmen und Gründungsinteressierte sollen Arbeitsplätze abgesichert bzw. neue geschaffen werden.
Aktivitäten
- Tp 2 Groner Jobmarkt: Aufbau eines stadtteilbezogen arbeitenden Jobmarkts, Berufswegplanung, individuelle Bewerbungshilfen, Einzelcoachings mit Stärken-Schwächen Analysen, fachübergreifende pädagogische Begleitung, Gesprächsgruppen mit Input zu arbeitsrelevanten Themen, Vermittlung in andere Tp des Projekts, assistierte Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt
- Tp 3 Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen: Aktivitäten auf Basis von Arbeitsgelegenheiten (AGHs) mit Mehraufwandsentschädigung (MAE), Arbeit und Qualifizierung in Tätigkeitsfeldern in Verknüpfung mit Hausmeisterdiensten und Aktivitäten zur Wohnumfeldaufwertung, z.B. Anlegen von Pflanzbeeten, Erweiterungen auf Spielplätzen, Renaturierung eines Bachlaufs, Ruheplatzgestaltungen, Entsiegelungen; Erlernen handwerklicher Techniken und praktische Erprobung in den Bereichen Holz, Metall, Malerarbeiten; Ausbau des Kontaktnetzes zu Betrieben in der Quartiersumgebung
- Tp 4 Anlauf- und Beratungsstelle Gründungsförderung (MOBIL): Bestandssicherung bereits selbständiger Gewerbetreibender, Verbesserung der bestehenden Kleingründer mit dem Ziel der Erlangung von Unabhängigkeit von Transferleistungen, Unterstützung von Existenzgründungen unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten durch Beratung, Coaching, Qualifizierung und Vernetzung
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Niedersachsen
Stadt: Göttingen
Programmgebiet: Alt-Grone, Grone-Süd
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Stadt Göttingen / Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR)
Bürgerstraße 48
37073 Göttingen
Telefon: 0551 4002318
Fax: 0551 4002856
k.geide@goettingen.de
Stadt Göttingen
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR)





