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Gemeinschaftsinitiative Zukunft für Jugend und Wirtschaft im Sozialen-Stadt-Gebiet Eisenhüttenstadt

Das Projekt „Gemeinschaftsinitiative Zukunft für Jugend und Wirtschaft im Sozialen-Stadt-Gebiet Eisenhüttenstadt“ besteht aus fünf Modulen, die mit Hilfe eines breiten Netzwerks von starken Kooperationspartnern realisiert werden. Zentrales Ziel der Module ist die Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf. Die Schülerinnen und Schüler sollen frühzeitig für die arbeitsmarktlichen Angebote und Potenziale vor Ort sensibilisiert werden. Dabei soll vor allem auch das Interesse von Mädchen an technischen und naturwissenschaftlichen Berufen gefördert werden.

Steckbrief
Kooperationspartner EKO-STIFTUNG Bildung Ostbrandenburg Eisenhüttenstadt
Albert-Schweitzer-Gymnasium
Heinrich-Heine-Oberschule
Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe
Oberstufenzentrum Gottfried Wilhelm Leibniz
Handlungsfelder Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler

Handlungsbedarf und Ziele

Eisenhüttenstadt hat die Position als bedeutender Stahlstandort, trotz tiefgreifender Umstrukturierungs- und Konsolidierungsprozesse zur Wende, halten können. Es ist jedoch ein Rückgang der Bevölkerung im Stadtgebiet von ca. 51.000 auf 32.214 Einwohner im Jahr 2008 zu verzeichnen. Weitere Verluste sind prognostiziert. Diese Abwanderung beschleunigt den demografischen Wandel erheblich. Die nur schwer zu begegnende Perspektivlosigkeit und Zukunftsängste der Bevölkerung erschweren den zu bewältigenden Schrumpfungsprozess. Auf Grund der Verluste ist Eisenhüttenstadt seit 2003 im Programm Stadtumbau verankert. In der Innenstadt – dem Sozialen-Stadt-Gebiet – werden große Teile unsanierter Wohnungen instandgesetzt. Diese Vitalisierungsbestrebungen werden von sozialen Umstrukturierungen in den Stadtteilen der Innenstadt begleitet. Die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen im Programmgebiet ist hoch. Auf der anderen Seite verlangt die lokale Wirtschaft speziell ausgebildete Facharbeiter und Ingenieure. Wirtschaftsunternehmen, Bildungsträger und Schulen arbeiten immer stärker im Verbund, um Kinder und Jugendliche für die Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote zu sensibilisieren. Ziel ist es, durch berufsorientierende Maßnahmen die Abwanderung von Jugendlichen, Fachkräften und jungen Frauen zu verhindern. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei ist, Mädchen und junge Frauen wieder für technische und naturwissenschaftliche Richtungen zu interessieren.

Durch die Gemeinschaftsinitiative sollen Schüler der Klassenstufen 8-13 der im Sozialen-Stadt-Gebiet liegenden Schulen (Oberschule, Gesamtschule, Oberstufenzentrum, Gymnasium) in, dem Alter angepassten, Angeboten und Methoden an die Arbeits- und Berufswelt herangeführt werden. Sie können handwerklich tätig werden und sich ausprobieren. Sie erleben in den Betrieben Berufsbilder konkret und bewusst in vielen Facetten. Die Unternehmen und Jugendlichen können sich gegenseitig persönlich kennenlernen und Bindungen eingehen.

Mädchen und jungen Frauen werden Perspektiven und Möglichkeiten geboten, sich beruflich zu qualifizieren und aufzustellen. Benachteiligte Jugendliche werden speziell begleitet und in die Arbeitswelt eingeführt. Orientierungslose Jugendliche sollen durch die innovative Herangehensweise motiviert und weitergebracht werden. Wichtig ist die frühzeitige Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die lokale Wirtschaft und hier speziell für Technik und Naturwissenschaften. Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Wirtschaft und Eltern ist besonders wichtig. Daher soll dem Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit und zielgerichteten Kommunikationsstrukturen bewusst Raum und intensive Vorbereitung eingeräumt werden. In Eisenhüttenstadt setzte sich die negative Wanderungsbilanz im Jahr 2007 fort. Die höchste Zahl an Wegzügen ist mit 734 bei der Altersgruppe zwischen 18 und 25 zu verzeichnen. Diese Gruppe soll mit den Projekten u.a. angesprochen werden.

Aktivitäten

  • „Mini-Extavium“: Einrichtung eines „Mini-Extavium“ zum Erforschen und Experimentieren für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren mit Fokus auf Technik und Naturwissenschaften. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung von Mädchen für Technik und Naturwissenschaft gelegt.
  • „Praxisnahe Berufsorientierung“: Stärkung der Berufswahlentscheidung für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren. Die Schüler können sich in verschiedenen Berufsbildern ausprobieren, Erfahrungen sammeln und abgleichen, ob diese Tätigkeit ihren Interessen entspricht.
  • „Praxisnahe Berufs- und Studienorientierung“ für angehende Abiturienten. Der Bezug zur regionalen Wirtschaft wird mit dem Ziel hergestellt, Interesse für Studium der MINT-Fächer zu wecken.
  • „Praxisnahe Arbeitsweltorientierung“: Erhöhung des Praxisbezugs der schulischen Ausbildung unter Einbeziehung von Sozialpartnern. Entwicklung und Umsetzung der Unterrichtseinheiten „Wandel der Arbeitswelt“ und „Mitbestimmung und Mitgestaltung im Betrieb“ im Branchenkompetenzfeld Stahl und Metallverarbeitung gemeinsam mit Betriebsräten, Auszubildenden, Ausbildern von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und Betriebsrätenetzwerk.
  • „Schul- und Berufscoaching“: Benachteiligte Jugendliche ohne Schulabschluss bzw. unzureichenden Schulnoten erhalten eine individuelle und aktivierende Unterstützung.

Projektinformationen

Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Brandenburg
Stadt: Eisenhüttenstadt
Programmgebiet: Innenstadt
Projektlaufzeit: 9/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Barbara Geller
Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt
Zentraler Platz 1
15890 Eisenhüttenstadt
Telefon: 03364 566104
Fax: 03364 566259
Barbara.Geller@­Eisenhuettenstadt.de
Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Konvergenz

Bundesland
Brandenburg

Stadt/Gemeinde
Eisenhüttenstadt

Programmgebiet
Innenstadt

Projektlaufzeit
9/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Barbara Geller
Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt
Zentraler Platz 1
15890 Eisenhüttenstadt
Telefon: 03364 566104
Fax: 03364 566259
Barbara.Geller@­Eisenhuettenstadt.de
Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt

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