Cantina International – Ein gastronomischer Übungsbetrieb
Das Projekt Cantina International richtet sich an Langzeitarbeitslose sowie arbeitslose Jugendliche und Erwachsene im Piusviertel in Ingolstadt. Im Rahmen des Projekts wird ein gastronomischer Übungsbetrieb in Form eines Cateringservice aufgebaut. Dieser dient dem (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsprozess durch „geschützte“ Arbeitsplätze, Praktika sowie Arbeitsgelegenheiten und stellt die Qualifizierung ungelernter Kräfte in den Bereichen Gastronomie, Service und Küche sicher. Durch Praktika im Cateringservice und bei unterstützenden Betrieben wird den Jugendlichen eine selbstbestimmte Möglichkeit der Berufswahl gegeben und sie werden bei der Suche einer Ausbildungsstelle unterstützt. Erwachsenen – insbesondere Frauen – soll der Wiedereinstieg in den Beruf ermöglicht werden. Hierzu erhalten sie auf ihre persönliche Situation zugeschnittene Hilfsangebote und Arbeitsmöglichkeiten. Dabei werden sie soweit stabilisiert, dass sie in den ersten Arbeitsmarkt übergehen können. Durch die intensive pädagogische und fachliche Betreuung werden die Betroffenen an Aufgaben des Alltags herangeführt und bekommen notwendige fachliche und soziale Kompetenzen und berufliche Qualifikationen vermittelt. Durch möglichst heterogene Gruppen soll darüber hinaus das generationenübergreifende und interkulturelle Lernen und Zusammenleben gefördert werden.
| Kooperationspartner |
Netzwerk für Arbeit und Sozialbelange e. V. (NefAS)
Stadt Ingolstadt: Stadtplanungsamt Kommunale Koordinierungsstelle „Soziale Stadt“, Jugendamt Jobcenter Ingolstadt Quartiersmanagement Arbeitskreis der Schulsozialarbeit Kompetenzagentur vor Ort für Jugendliche ohne Ausbildung |
|---|---|
| Handlungsfelder |
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf |
| Zielgruppen |
Personen des Rechtskreises SGB II
Frauen Jugendliche und junge Erwachsene Schülerinnen und Schüler |
Handlungsbedarf und Ziele
Das Soziale-Stadt-Gebiet im Piusviertel gilt als benachteiligtes Quartier in Ingolstadt. Dies ist neben der städtebaulichen Defizite und der Bevölkerungsstruktur auch auf die Ausgrenzung und Stigmatisierung der im Viertel Wohnenden zurückzuführen: Etwa ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner hat einen Migrationshintergrund. Das Quartier hat eine im Verhältnis zur Gesamtstadt (ca. 4%) erhöhte Arbeitslosendichte (rd. 6%), insbesondere bei den Jugendlichen. Etwa 30% unter ihnen hat keinen Ausbildungsplatz. Im Zuge der Finanzkrise und des zu erwartenden Stellenabbaus wird es für diese benachteiligten Gruppen zunehmend schwieriger, sich dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Ursachen hierfür sind u. a. der Migrationshintergrund und die damit verbundenen sprachlichen Defizite, schwierige familiären Situationen sowie ausbildungsbezogene Defizite wie z.B. fehlende Schlüsselqualifikationen und mangelnde sozialen Kompetenzen.
Cantina International soll vor diesem Hintergrund einen Beitrag gegen das weitere „Abdriften“ des Quartiers leisten. Durch die Schaffung eines Anlaufpunktes für Arbeit, Berufsorientierung und Soziales sowie ein niederschwelliges Beratungsangebot entfaltet das Projekt das soziale und wirtschaftliche Potenzial der im Viertel lebenden Bewohnerinnen und Bewohner. So soll ihre soziale und berufliche Integration ermöglicht und das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden als produktive und wertvolle Mitglieder der Stadt gefördert werden.
Kernbaustein von Cantina International ist ein gastronomischer Übungsbetrieb, der seine Angebote als Cateringservice anbietet. Der Betrieb soll den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt von erwachsenen Langzeitarbeitslosen – insbesondere Frauen – durch „geschützte“ Arbeitsplätze, Praktika und Arbeitsgelegenheiten ermöglichen. Hierzu werden auch ungelernte Kräfte in den Bereichen Gastronomie, Service und Küche qualifiziert. Durch Praktika im Cateringservice und bei unterstützenden Betrieben erhalten Jugendliche eine selbstbestimmte Möglichkeit der Berufswahl und Unterstützung bei der Suche und Aufnahme einer Ausbildung.
Den Teilnehmenden wird der Wiedereinstieg in den Beruf ermöglicht, indem sie auf ihre persönliche Situation zugeschnittene Hilfsangebote und Arbeitsmöglichkeiten erhalten. Dies soll sie soweit stabilisieren, dass ihre Chancen für eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt deutlich verbessert werden. Durch die intensive pädagogische und fachliche Betreuung und Begleitung werden die Betroffenen an Aufgaben des Alltags herangeführt und darüber hinaus in den erforderlichen fachlichen und sozialen Kompetenzen und beruflichen Qualifikationen geschult. Die Gruppen werden möglichst heterogen besetzt, um zugleich auch das generationsübergreifende und interkulturelle Lernen und Zusammenleben fördern zu können.
Aktivitäten
- Auswahl der Teilnehmenden nach Eignung, Vorbildung und eigenen beruflichen Vorstellungen, Profiling und Ist-Analyse der individuellen Situation der Teilnehmenden
- Erstellung eines Coaching- und Bildungsplans, Gruppenschulungen und praktische Arbeitserprobungen zur Überprüfung der Motivation, Zuverlässigkeit und Fähigkeiten zur Weiterbildung der Teilnehmenden
- Passgenaue Schulung für jeden Teilnehmenden, Coaching und ggf. Einzeltraining, ggf. bei Feststellung von Defiziten weitere Schulung in Theorie und Praxis, Empfehlung und Absolvierung begleiteter Praktika in unterstützenden Fremdfirmen
- Schulungen: angeleitete Vermittlung fachpraktischer Inhalte in den Bereichen Küche, Service und Hauswirtschaft, sozialer Kompetenzen und theoretischer Kenntnisse im Umgang mit Kunden, Kalkulationen, Planung von Büffets und Speiseplänen sowie logistischer Abläufe und Warenbeschaffung einschl. praktischer Anwendung der Kenntnisse
- Beratung der Teilnehmenden bei der Arbeitsaufnahme oder ggf. Beratung und Begleitung in die Selbständigkeit/Mikrofirmengründung
- Beratung von Jugendlichen bei der Ausbildungsplatzsuche, Vermittlung in Praktika und Ausbildung
- Veranstaltungen in Schulen zur beruflichen Orientierung von Schülerinnen und Schülern in Abschlussklassen
- Veranstaltungen mit Lernenden in Schulen, Firmen und öffentlichen Institutionen zur interkulturellen Öffnung der Beteiligten im gesamten Stadtgebiet Ingolstadt
- Begleitende Dokumentation und Projektevaluation
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bayern
Stadt: Ingolstadt
Programmgebiet: Piusviertel
Projektlaufzeit: 02/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Jugendmigrationsdienst Ingolstadt
Hindenburgstraße 103
85055 Ingolstadt
Telefon: 0841 88563820
Fax: 0841 88563829
schwaerzli-buehler@jmd-ingolstadt.de
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