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Berufliche Integration und Qualifizierung durch Bürgerjobs im Quartiersbetrieb mit Selbstlernwerkstatt

Die Beschäftigungsinitiative „Berufliche Integration und Qualifizierung durch Bürgerjobs im Quartiersbetrieb mit Selbstlernwerkstatt“ will im Quartier Bahnhofsviertel in Hof eine nachhaltige Beschäftigungsstruktur in Form eines Quartiersbetriebes mit Selbstlernwerkstatt entwickeln. Dabei verbindet das Projekt die Schaffung von Arbeitsplätzen zur Integration von Langzeitarbeitslosen mit Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes und der sozialen Infrastruktur. Zugleich wird eine bisher ungenutzte Immobilie einer neuen öffentlichen Nutzung zugeführt.

Steckbrief
Kooperationspartner Quartiersmanagement
Stadt Hof: Fachbereich Jugend und Soziales (kommunale Koordinierungsstelle)
Netzwerk nahezu aller gemeinwohlorientierten Dienste, Vereine und Einrichtungen im Quartier
Handlungsfelder Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Zielgruppen Personen des Rechtskreises SGB II

Handlungsbedarf und Ziele

Das Bahnhofsviertel in Hof unterliegt einem gravierenden Struktur- und Bevölkerungswandel. Abwanderung an den Stadtrand, in Umlandgemeinden oder Ballungszentren im Süden Bayerns führt zu einem schleichenden, aber merklichen Bewohnerverlust. Der Anteil sozial schwacher Bewohnergruppen nimmt zu und führt zur Ballung von Transferleistungsbeziehern. Die Arbeitslosenquote im Programmgebiet liegt bei 21% (Hof: 9%). 30% der ALG-II-Empfänger in Hof haben ihren Wohnsitz im Bahnhofsviertel. Die Sozialhilfequote wird mit etwa 8% beziffert (Hof: 3%). Der Leerstand nimmt zu, die Beschäftigungsmöglichkeiten sind in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Kleine, mittelständische und Industrieunternehmen haben ihr Personal in erheblichem Umfang abgebaut. Gering Qualifizierte sind davon besonders betroffen. Als Hemmnisse wirken sich bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt z.B. Überschuldung, Langzeitarbeitslosigkeit und – bedingt durch ungenügende Sprachkenntnisse – der Migrationshintergrund aus. Grundlegende Arbeitstugenden und wesentliche Schlüsselkompetenzen fehlen oder sind kaum ausgeprägt. Des Weiteren besteht eine hohe Misserfolgsorientierung, da die Vermittlung in Beschäftigung aufgrund unzureichender Berufsqualifikationen häufig nicht gelingt.

Das Projekt hat es sich daher zum Ziel gesetzt, im Stadtteil eine nachhaltige Beschäftigungsstruktur zu entwickeln. Kernbaustein der Beschäftigungsinitiative ist ein Quartiersbetrieb mit Selbstlernwerkstatt. Der Betrieb verknüpft dabei die Schaffung von etwa 21 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose mit Aktivitäten zur Verbesserung des Wohnumfeldes und der sozialen Infrastruktur. Der Quartiersbetrieb wird als Anlaufstelle im August-Burger-Haus angesiedelt. Damit wird zugleich eine bisher ungenutzte Immobilie einer neuen öffentlichen Nutzung zugeführt. Langfristige Ziele sind die Vermittlung von Teilnehmenden in den 1. Arbeitsmarkt und die Etablierung des August-Burger-Hauses als zentraler Ort für Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote im Stadtteil.

Im Quartiersbetrieb werden die Teilnehmenden betreut, qualifiziert und arbeiten in gemeinwohlorientierten Beschäftigungsfeldern, die zugleich einen Mehrwert für das Quartier erzielen sollen: handwerkliche Quartiersunterstützung (z.B. zusätzliche Grünpflege- und Reinigungsdienste), Beteiligung an soziokulturellen Projekten (z.B. durch Hilfen beim Veranstaltungsmanagement) und soziale Alltagsunterstützung für die Quartiersbewohner (z.B. durch Mitarbeit im Obdachlosenheim).

Aktivitäten

  • Einrichtung und Aufbau eines Quartierbetriebs mit Selbstlernwerkstatt, begleiteter Qualifizierung mit pädagogischer Unterstützung, Vermittlung grundlegender Arbeitstechniken und Einsatz in drei Beschäftigungsfeldern
  • Beschäftigungsfeld Handwerk/Umwelt (6 Teilnehmende, 1 Anleiter): Bauvorbereitung, Unterstützung bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten im Quartier, zusätzliche Grünpflege- und Reinigungsdienste
  • Beschäftigungsfeld Soziales/Kultur (6 Teilnehmende, 1 Anleiter): Veranstaltungsmanagement soziokultureller Projekte (z.B. Stadtteilfeste oder Mitarbeit im Theaterladen)
  • Beschäftigungsfeld Haushalt/Betreuung (6 Teilnehmende, 1 Anleiter): zusätzliche (pädagogische) Alltagsunterstützung für Quartiersbewohner (z.B. Pflegeunterstützung, Mitarbeit im Obdachlosenheim).
  • Einrichtung der Selbstlernwerkstatt als offenes Angebot für alle Quartiersbewohner

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bayern
Stadt: Hof
Programmgebiet: Bahnhofsviertel
Projektlaufzeit: 02/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Jürgen Schöberlein
Diakonie Hochfranken Erwachsenenhilfe gGmbH
Luitpoldstraße 18
95028 Hof
Telefon: 09281 / 3702
Fax: 09281 / 142296
juergen.schoeberlein@­diakonie-hochfranken.de
Diakonie Hochfranken Erwachsenenhilfe gGmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Bayern

Stadt/Gemeinde
Hof

Programmgebiet
Bahnhofsviertel

Projektlaufzeit
02/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Jürgen Schöberlein
Diakonie Hochfranken Erwachsenenhilfe gGmbH
Luitpoldstraße 18
95028 Hof
Telefon: 09281 / 3702
Fax: 09281 / 142296
juergen.schoeberlein@­diakonie-hochfranken.de
Diakonie Hochfranken Erwachsenenhilfe gGmbH

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