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Schule schafft Perspektive

Das Projekt „Schule schafft Perspektive“ bildet ein Gesamtkonzept, welches die seit 1999 im Gebiet aufgebauten Erfahrungen an der Schnittstelle vom Übergang Schule-Beruf bündelt. Zielgruppen sind die gesamte Schülerschaft der Röntgen Schule ISS, ehemalige Schülerinnen und Schüler, deren schulische oder berufliche Absichten fehlgeschlagen sind und Eltern. Das Projekt setzt bei der aktuellen Problemlage an und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine kontinuierliche und koordinierte Begleitung im Berufswahlprozess. Durch unterschiedliche Angebote zur Berufsorientierung, die Schaffung eines verpflichtenden Nachmittagsangebots, die intensive und koordinierte Begleitung insbesondere in Klasse 10 sowie die Intensivierung der Elternarbeit wird ein umfangreiches System der Unterstützung am Übergang Schule-Beruf geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Orientierungshilfen, setzen sich verstärkt mit ihrer beruflichen Zukunft auseinander und verbessern so ihren Übergang von der Schule in den Beruf. Die Einbeziehung der Eltern ermöglicht es, Schwellenängste abzubauen und sie in ihrer Rolle als Unterstützer zu stärken. Bisherige Kooperations- und Netzwerkpartner werden in die Arbeit eingebunden, neue Kooperationspartner gewonnen und damit eine nachhaltige Struktur der lokalen Zusammenarbeit geschaffen.

Steckbrief
Kooperationspartner Quartiersmanagement Schillerpromenade
Der Paritätische Wohlfahrtsverband
Förderverein der Kurt-Löwenstein-Schule e.V.
Jobcenter Berlin Neukölln
Neuköllner Netzwerk Berufshilfe e.V.
BildungsWerk in Kreuzberg
Agentur für Arbeit Berlin Süd
Deutsche Bahn AG
Berliner Netzwerk Hauptschulen
Projektagentur Berlin
Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien
Handlungsfelder Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler
Jugendliche und junge Erwachsene
Eltern
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Die Röntgen Schule ISS befindet sich in der Schillerpromenade, dem mit 20.417 Einwohnern bevölkerungsreichsten Berliner Quartiersmanagement-Gebiet. Die schlechte Sozialstruktur und wirtschaftliche Lage des Gebiets spiegeln sich auch im Schulalltag wieder. Ca. 95 % der Schülerinnen und Schüler der Röntgen Schule ISS haben einen Migrationshintergrund. Die Hälfte der Eltern beziehen staatliche Transfereinkommen. Die Motivation vieler Schülerinnen und Schüler, sich mit beruflichen Perspektiven auseinanderzusetzen, ist aufgrund ihrer geringen Integrationsaussichten in den Arbeitsmarkt sehr gering. Nur ca. 10% schaffen den unmittelbaren Übergang in den ersten Ausbildungsmarkt, 50% verlassen die Schule ohne Anschlussperspektive (Stand: 2009). Die Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist auch aufgrund mangelnder positiver Vorbilder und Erwerbsbiografien in den Familien gering. Schülerinnen und Schüler bildungsferner Elternhäuser und jene mit Migrationshintergrund werden frühzeitig sich selbst überlassen, ohne Kontrolle und Orientierung. Es mangelt ihnen an sprachlicher und sozialer Kompetenz.

Da die bisherigen vereinzelt durchgeführten Maßnahmen nicht in dem wünschenswerten Umfang greifen, bedarf es eines Konzepts, das die einzelnen Ansätze bündelt und auf ihren Erfahrungen aufbaut. Insbesondere Hauptschülerinnen und -schüler sowie Schüler mit Migrationshintergrund brauchen eine kontinuierliche und koordinierte Begleitung im Berufswahlprozess. Der frühzeitige Beginn, die Begleitung nach Schulabschluss und die Aktivierung der Eltern sind dafür zentral. Ziel ist die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und damit auch die Verdopplung der Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die unmittelbar nach Schulende in passgenaue Anschlussperspektiven vermittelt werden.

Aktivitäten

  • Soziales Training als Projektangebot in der 7. Klasse,
  • Individuelle Beratungen zum Berufswahlprozess und zur Vorbereitung und Auswertung von Betriebsbesichtigungen in der 8. Klasse,
  • Seminare zur Praktikumsvorbereitung und Unterstützung bei der Praktikumssuche in der 9. Klasse. „Intensive Berufsorientierung“ für ausgewählte Schülerinnen und Schüler,
  • Ab der 10. Klasse individuelle Unterstützung und passgenaue Anschlussperspektive nach Verlassen der Schule,
  • Übergangsbegleitung für ein halbes Jahr,
  • Initiierung und Etablierung eines Systems der Beratung und Vernetzung aller am Beratungsprozess beteiligten Akteure durch einen Case-Manager,
  • Zweistündiges Wahlpflichtangebot für die 7.-9. Jahrgangsstufe am Nachmittag aus den Bereichen Sport, Kultur, Kunst, Medien, Berufsorientierung und soziale Dienste.
  • Etablierung eines Elterncafés als Treffpunkt der Eltern und für regelmäßige Informationsveranstaltungen,
  • Erstellung von Informationsmaterialien für Eltern,
  • Anwendung des Berufswahlpasses als begleitendes Instrument in allen Prozessen.

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Schillerpromenade
Projektlaufzeit: 6/2010 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Katrin Korn
Alte Feuerwache e.V.
Allerstraße 37
12049 Berlin
Telefon: 030 627229177
Fax: 030 62722905
katrin.korn@­alte-feuerwache.de
Alte Feuerwache e.V.

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Berlin

Stadt/Gemeinde
Berlin

Programmgebiet
Schillerpromenade

Projektlaufzeit
6/2010 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Katrin Korn
Alte Feuerwache e.V.
Allerstraße 37
12049 Berlin
Telefon: 030 627229177
Fax: 030 62722905
katrin.korn@­alte-feuerwache.de
Alte Feuerwache e.V.

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