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Elpida

Berufsorientierung, Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration für Heranwachsende mit Migrationshintergrund in Porz-Finkenberg

Ziel des Projektes „Elpida“ des Trägerverbundes Diakonie Michaelshoven und Jugendwerkstatt Porz ist Förderung der sozialen und beruflichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (16-27 Jahren) in Porz Finkenberg. Im Projektzeitraum werden pro Jahr 20 Teilnehmerplätze angeboten. Die Dauer der beruflichen Fördermaßnahme beträgt in der Regel elf Monate. Die berufliche Fördermaßnahme beginnt mit der beruflichen Orientierung und Feststellung der Kompetenzen. Durch fachpraktische und -theoretische Qualifizierung (in den Bereichen Haustechnik oder Hauswirtschaft) und arbeitsmarktnahe Erprobung durch Praktika wird die berufliche Orientierung überprüft und die Voraussetzungen für die Ausbildung- oder Arbeitsaufnahme geschaffen. Zur Bewältigung persönlicher Probleme wird flankierend eine sozialpädagogische Unterstützung im Sinne des Casemanagements angeboten. Die Beschäftigungsfähigkeit der Jugendlichen wird so gezielt gefördert und Vermittlungshemmnisse werden abgebaut.

Steckbrief
Kooperationspartner Agentur für Arbeit Köln
ARGE Köln
Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik
psycho-soziale Hilfseinrichtungen: Schuldner-, Drogen-, Familien- und Erziehungsberatung
Sozialraumkoordination von Porz Finkenberg
Betriebe in der Region
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene
Migrantinnen und Migranten
Personen des Rechtskreises SGB II

Handlungsbedarf und Ziele

1982 wurden in Porz Finkenberg 2800 öffentlich geförderte Wohnungen in Wohnblocks mit 8-20 Etagen fertiggestellt. Die beabsichtigte soziale Mischung konnte nicht realisiert werden. Finkenberg ist heute ein Sozialraum mit einem sehr hohen sozialen Belastungsgrad. Die Bevölkerungsstruktur zeichnet sich vor allem durch einen sehr hohen Anteil junger Menschen (33,7% bis 25 Jahre; 17,3% von 10-21 Jahre) und Menschen mit Migrationshintergrund (51,8%) aus. Die hochgeschossigen Wohnungsbauten haben den größten Anteil an einkommensschwachen Haushalten. Die Wohnblöcke wirken ungepflegt, die Fassaden sind sanierungsbedürftig und die Außenanlagen pflegebedürftig. Jugendkriminalität (Kellereinbrüche und KfZ-Delikte), Vandalismus und Drogenmissbrauch nehmen im Stadtteil kontinuierlich zu. Auch gibt es eine überdurchschnittliche Quote der Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung und ein erhöhtes Auftreten von Wohnungsnotfällen. Viele Jugendliche im Sozialraum weisen ein hohes Konfliktpotenzial (hohe Gewaltbereitschaft, niedrige Hemmschwelle in Konfliktsituationen) auf. Es zeigt sich eine überdurchschnittliche Häufung von Arbeitslosigkeit und Sozialhilfebezug insb. bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Viele der Jugendlichen finden nach der Schule keine Ausbildung oder Arbeit, ihnen mangelt es an Tages- und Arbeitsstruktur. Orientierungslosigkeit, Resignation und Perspektivlosigkeit sind spürbar.

Ziel des Projektes ist die Förderung der sozialen und beruflichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Porz Finkenberg. Durch berufliche Orientierung, fachpraktische und -theoretische Qualifizierung, Praktika und individuelle psycho-soziale Begleitung wird die Entwicklung einer beruflichen Perspektive und die Integration in Ausbildung und Arbeit angestrebt. Jährlich sollen 20 Jugendliche an der Maßnahme teilnehmen.

Den Problemkreisen aus Jugendarbeitslosigkeit, Sozialhilfebezug, Stigmatisierung, Perspektivlosigkeit, Resignation, Kriminalität, Gewalt und Drogenmißbrauch soll durch eine niedrigschwellige berufliche Fördermaßnahme entgegengewirkt werden. Das Projekt ist speziell auf die Bedarfe und die spezifischen Problemlagen von benachteiligten Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Sozialraum Finkenberg konzipiert. Es soll dazu beitragen, dass jugendliche Migranten eine berufliche Perspektive erhalten, stärker in den Arbeitsmarkt integriert werden und die Jugendarbeitslosigkeit im Sozialraum gesenkt wird.

Das Spektrum der Maßnahmen steht in enger Beziehung zu den Bedingungen des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt. Neben der vorrangigen Zielsetzung der Integration von jugendlichen Migranten auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wird durch das Projekt Elpida sowohl das Wohnumfeld verschönert und gegen den Vandalismus angegangen als auch die Lebenswelt junger Menschen im Sozialraum verbessert. Zudem leistet das Projekt einen entscheidenden Beitrag zur sozialen und beruflichen Integration der Jugendlichen. Sie erhalten durch das Projekt Elpida eine sinnvolle Tages- und Arbeitsstruktur und eine (berufliche) Perspektive und zielgerichtete Hilfen zur Überwindung persönlicher Problemlagen (wie Schulden, Drogenkonsum, Gewalt, Kriminalität etc.), so dass auch die sozialen Konflikte im Sozialraum gemildert werden können.

Aktivitäten

  • Entwicklung und Umsetzung eines - auch auf andere Regionen übertragbaren - modularen Konzeptes für die individuelle Förderung der beruflichen Integration von benachteiligten Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Angebot von bedarfsorientierten zeitlich und inhaltlich abgrenzbaren Modulen

    • Berufsorientierung und berufliche Zielplanung
    • Profiling und Kompetenzfeststellung
    • Kommunikationstraining und Sprachförderung
    • interkulturelles Training sowie Förderung von Toleranz und Respekt
    • Konfliktmanagement, Anti-Aggressions- und Selbstbehauptungstraining
    • Vermittlung von (berufs-) schulrelevantem Wissen in Deutsch und Mathe
    • EDV- und Bewerbungstraining
    • (Teil-)Qualifizierungen in der Fachpraxis Hauswirtschaft oder Haustechnik
    • Verschönerungsarbeiten im Stadtteil zur Verbesserung des Wohnumfeldes
    • Aufbau eines Netzwerkes von regionalen Arbeitgeberkontakten
    • Vermittlung von Praktika in Unternehmen
    • Vermittlung in Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
    • Förder- und Qualifizierungsplanung und Dokumentation
    • Aufbau eines Case-Managements zur Vermittlung von Beratungs- und Informationsangeboten
    • Aufbau und Stärkung der sozialen Netzwerke im Stadtteil insb. im Bezug auf Migranten

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Stadt: Köln
Programmgebiet: Porz-Finkenberg
Projektlaufzeit: 05/2009 bis 04/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Britta Schwecht
Diakonie Michaelshoven e.V.
Michaelshovener Str. 11
50999 Köln
Telefon: 0221 99807723
Fax: 0221 99887032
b.schwecht@­diakonie-michaleshoven.de
Diakonie Michaelshoven e.V.
Inez Wolf
Jugendwerkstatt Porz
Brüsseler Straße 161
51149 Köln
Telefon: 02203 301189
Fax: 02203 301072
kontakt@­jw-porz.de
Jugendwerkstatt Porz

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Nordrhein-Westfalen

Stadt/Gemeinde
Köln

Programmgebiet
Porz-Finkenberg

Projektlaufzeit
05/2009 bis 04/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Britta Schwecht
Diakonie Michaelshoven e.V.
Michaelshovener Str. 11
50999 Köln
Telefon: 0221 99807723
Fax: 0221 99887032
b.schwecht@­diakonie-michaleshoven.de
Diakonie Michaelshoven e.V.
Inez Wolf
Jugendwerkstatt Porz
Brüsseler Straße 161
51149 Köln
Telefon: 02203 301189
Fax: 02203 301072
kontakt@­jw-porz.de
Jugendwerkstatt Porz

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