Ellenberger Qualifikations-NETZ
- niedrigschwellige Sprechstunden und unterschiedliche Bildungsmaßnahmen
- Einrichtung offener Lernwerkstätten und Qualifizierungskurse in den Bereichen Gastronomie, Ernährung, Handwerk und Erziehung sowie Unterstützung bei der Integration und der Durchführung der Ausbildung
- Profiling im Einzelfall und Bewerbungstraining sowie Abbau von Hemmnissen bei der Integration in Arbeit

- Sozialpädagogische Begleitung von Bildungsmaßnahmen und betrieblicher Ausbildung
| Kooperationspartner |
Stadt Kappeln: Fachdienst Ordnung und Soziales, Jugendzentrum im Begegnungszentrum
Kreis Schleswig-Flensburg (Optionskommune): Wirtschaftsförderung (WIREG), Fachbereich Soziales Agentur für Arbeit Schleswig Evangelische Kirchengemeinde Familienbildungsstätte des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg Industrie- und Handelskammer Flensburg Handwerkskammer Flensburg Wirtschaft und Tourismus Kappeln – WTK GmbH Gorch-Fock-Schule (Grund- und Hauptschule) und weitere Schulen im Umkreis Berufsbildungszentrum Schleswig, Außenstelle Kappeln Ostsee-Kochschule Gastronomiebetriebe, Mitgliedsbetriebe im deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) weitere Betriebe |
|---|---|
| Handlungsfelder |
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit Stärkung der lokalen Ökonomie |
| Zielgruppen |
Personen des Rechtskreises SGB II
Jugendliche und junge Erwachsene Migrantinnen und Migranten Alleinerziehende |
Handlungsbedarf und Ziele
Die ehemalige Marinesiedlung Ellenberg in Kappeln entwickelte sich nach Abzug der Marine zum Problemquartier, vor allem durch den verstärkten Zuzug von Aussiedlerinnen und Aussiedlern sowie Transferleistungsempfängern. Der deutliche Wechsel der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner hat sich zu einem besonderen Problemfeld herausgebildet und überfordert die Menschen, die schon länger im Stadtteil leben. Wenn soziokulturelle Differenzen hinzukommen, führt dies häufig zu Nachbarschaftskonflikten. In dieser Ausgangslage wird es zum zentralen Anliegen, das eigenständige Quartiersleben wieder aufzubauen, den sozialen Verbund (wieder) herzustellen, die vorhandenen lokalen Potenziale zu stärken und die Bewohner zu motivieren, an Initiativen mitzuwirken und sich selbst zu organisieren. Da die Arbeitslosigkeit im Stadtteil bei über 20% liegt, müssen neue Beschäftigungsfelder identifiziert werden. Zwei bereits geplante Tourismusprojekte machen dies realistisch. Neue Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Gastronomie und Erziehung/Tourismus können so als Schlüsselfunktionen zur Verbesserung der Lebenssituation im Quartier dienen.Das Projekt knüpft unter Anbindung an die bisherige soziale Stadtentwicklung vor Ort an die lokalen Problemlagen und Potenziale an und hat die Aktivierung der Bewohner für arbeitsmarkpolitische Aktivitäten zum Ziel. Die Teilnehmenden sollen in ihrer sozialen Integration und in ihrer Integration in Ausbildung und Arbeit gefördert und ihrer gesellschaftlichen Teilhabe gestärkt werden. Kernzielgruppen sind dabei u.a. die Bewohner mit Migrationsbiografie und Männer mit schwierigem Zugang zum Arbeitsmarkt. Bei der Umsetzung kooperiert das Projekt mit anderen Akteuren im Stadtteil und nutzt die vorhandenen Netzwerke. Neben aufsuchender Aktivierung zur Teilnahme, über die das Vertrauen der Teilnehmenden aufgebaut wird, erhalten diese individuelle Beratung und Begleitung bei ihrer persönlichen Stabilisierung und der Vermittlung von Hilfen bei der Lebensorientierung und Berufsfindung. Die individuelle Begleitung wird gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickelt und ist ein abgestimmter Mix aus verschiedenen Projektangeboten:
- niedrigschwellige Sprechstunden und unterschiedliche Bildungsmaßnahmen
- Einrichtung offener Lernwerkstätten und Qualifizierungskurse in den Bereichen Gastronomie, Ernährung, Handwerk und Erziehung sowie Unterstützung bei der Integration und der Durchführung der Ausbildung
- Profiling im Einzelfall und Bewerbungstraining sowie Abbau von Hemmnissen bei der Integration in Arbeit
- Sozialpädagogische Begleitung von Bildungsmaßnahmen und betrieblicher Ausbildung
Aktivitäten
- Etablierung einer Beratungsstelle für Langzeitarbeitslose
- Aufbau eines Arbeitslosentreffs
- Durchführung intensiver Beratung und Profling zur Vorbereitung von Qualifizierungen und Kursen; Einplanung der Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Modulen; enge Kooperation mit weiteren Trägern für Bildung und Sozialarbeit im Quartier; Einbeziehung von Wirtschaftsunternehmen in die Projektaktivitäten
- Konzeption und Umsetzungen von Qualifizierungen und Ausbildungen im Gastro- und Tourismusgewerbe (in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer und des DEHOGA); Praktika, Berufsorientierung und Förderkurse im Bereich Erziehung (in Kooperation u.a. mit dem Berufsbildungszentrum)
- Elternkurse und Mütterschulungen und Akquise von Teilzeitausbildungen
- Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tafelprojekts im Begegnungszentrum
- Durchführung eines pädagogischen Mittagstisches in der Gorch-Fock-Schule (Grund- und Hauptschule) und Errichtung einer Cafeteria mit Möglichkeiten neuer Einstiege in das Berufsleben
- Förderung von Betrieben im Stadtteil
- Aufbau von Fördernetzwerken
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Schleswig-Holstein
Stadt: Kappeln
Programmgebiet: Ellenberg
Projektlaufzeit: 10/2009 bis 9/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Sozial-Forum e.V., Kappeln
Prinzenstraße 42 A
24376 Kappeln
Telefon: 04642 921080
Fax: 04642 9210817
heinz.klauder@sozial-forum-kappeln.de
Sozial-Forum e.V., Kappeln




