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Arbeitsmarktorientierte Beratungs- und Aktivierungsstelle für Jugendliche (ARBAK Jugend)

Das Projekt ARBAK Jugend wird in Halle-Neustadt durchgeführt und begleitet Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Quartier in ihrer beruflichen und sozialen Integration. Neben individuellen Beratungsangeboten bietet ARBAK Qualifizierungsmodule an, zu dessen Beginn gemeinsam mit den Jugendlichen auf Basis einer individuellen Ressourcenanalyse ein Aktivierungsprogramm erstellt wird. Weitere Bausteine sind soziales Gruppen- und Kompetenztraining, interne Praktika sowie Handwerks- und Hauswirtschafsprojekte in Halle-Neustadt. Die projektinternen Praktika und Projekte dienen der Wohnumfeldaufwertung von Halle-Neustadt und fördern darüber hinaus das soziale Engagement der Jugendlichen. Im Projektverlauf wird die Zielgruppe qualifiziert und passgenau in das Ausbildungs- und Arbeitsleben vermittelt, wobei das Projekt auch Ausbildungsplatzbegleitung anbietet, um Abbrüchen vorzubeugen. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihren Schulabschluss nachzuholen.

Steckbrief
Kooperationspartner Quartiersmanagement Halle-Neustadt
ARGE Halle GmbH
Jugend- und Familienzentrum St.Georgen
DVZ-Bildungszentrum GmbH
Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis e.V.
Sport- & Kultur-Club TaBeA Halle 2000 e.V.
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene

Handlungsbedarf und Ziele

Quartier Halle-Neustadt ist eine „typische“ Plattenbausiedlung. Bis zum Beginn der 1990er Jahre wurde die Siedlung noch als attraktives Wohnquartier wahrgenommen. Heute leidet der Stadtteil unter massiven Einwohnerverlusten. Der Anteil der Empfänger von Transfereinkommen lag 2004 bei mehr als einem Viertel (rd. 26%). In der Neustadt leben vorwiegend Menschen mit prekären Arbeitsverhältnissen oder ohne Arbeit. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK 2007) zieht daher folgenden Schluss: Zukünftig ist eine Zuspitzung der Sozialproblematik in Neustadt (Arbeitslose, Einkommensarme, Migranten) zu erwarten, so dass in größerem Maße Strategien zur Integration und Verbesserung der Chancengleichheit erforderlich sind.

Die sozialräumlichen Problemlagen treffen vor allem die Jugendlichen im Gebiet. Das niedrige Bildungsniveau in der Familie führt dazu, dass immer mehr keinen Schulabschluss erreichen und deshalb nicht in Ausbildung oder Arbeit kommen. Die Jugendlichen fühlen sich häufig dem Druck der Schule als Lernort nicht gewachsen, erfahren kaum Unterstützung in der Familie und erleben Arbeitslosigkeit, Gewalt und Alkohol als „normale“ Attribute gesellschaftlichen Lebens. Der direkte Übergang von der Schule in Arbeitslosigkeit entwickelt sich für sie immer mehr zu einer alltäglichen Erfahrung.

Als Beitrag zur Bewältigung der dargestellten Probleme baut das Projekt ARBAK eine multiprofessionelle Beratungs- und Aktivierungsstelle für Jugendliche im Quartier auf. Die ganzheitliche Beratung umfasst berufsorientierende, soziale und individuelle Beratung, Angebote der Lebenswegeplanung und Qualifizierungsmodule für die Zielgruppe. Zu Beginn der Qualifizierungen wird gemeinsam mit dem Jugendlichen auf Basis einer individuellen Ressourcenanalyse ein Aktivierungsprogramm erstellt. Weitere Bausteine der Qualifizierung sind soziales Gruppen- und Kompetenztraining, interne Praktika sowie Handwerks- und Hauswirtschafsprojekte in Halle-Neustadt. Die projektinternen Praktika und Projekte dienen der Wohnumfeldaufwertung in Halle-Neustadt und fördern darüber hinaus das soziale Engagement der Jugendlichen. Im Projektverlauf wird die Zielgruppe qualifiziert und passgenau in das Ausbildungs- und Arbeitsleben vermittelt, wobei ARBAK auch Ausbildungsplatzbegleitung anbietet, um Abbrüchen vorzubeugen. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden im Projekt die Möglichkeit, ihren Schulabschluss nachzuholen.

Aktivitäten

  • Feste und aufsuchende Beratung und Begleitung Jugendlicher in der Berufsorientierung; Angebote zur Lebenswegeplanung; Unterstützung bei individuellen und familiären Problemen; Gruppenarbeit
  • Qualifizierungsmodule für die Zielgruppe: Kompetenzanalyse/Potenzialassessment; Durchführung interner Praktika zur Vermittlung handwerklicher und hauswirtschaftlicher Grundkenntnisse und Aktivierung fachlicher Kompetenzen; Verknüpfung mit Projekten zur Wohnumfeldaufwertung im Soziale-Stadt-Gebiet Neustadt (ISEK); Vermittlung von Themen wie z.B. gesunde Ernährung, Haushaltsführung zur Vorbeugung von Schulden etc. im Arbeitsfeld Hauswirtschaft; soziales Gruppen- und Kompetenztraining; bewerbungsspezifische Trainings
  • Kooperation mit Institutionen der Pflege, Gesundheit und Erziehung im Quartier zur Förderung des Verständnisses für sozial benachteiligte und ältere Menschen; einzelfallbezogene Kooperation mit AWO-Diensten, Bildungsträgern und Akteuren des Quartiers und dem Quartiersmanagement
  • Jugendspezifische Angebote zu den Themen Drogen und Sucht, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit; Angebote zur Förderung des sozialen Engagements; Aktionen mit erlebnispädagogischem Charakter
  • Multiprofessionelle Projektarbeit: Zusammenarbeit von zwei Sozialpädagogen und zwei Fachanleitern aus den Bereichen Handwerk und Hauswirtschaft/ Gastronomie
  • Betriebsbesichtigungen; Aufbau von Betriebs- und Ausbildungspatenschaften; Vermittlung und Begleitung externer Praktika in individuell passenden Feldern (vorwiegend Betriebe im Quartier); sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmenden während Praktikum und Ausbildung; Ansprechpartner für Betriebe bei Problemen
  • Angebote zur Vorbereitung auf Nichtschülerprüfung zum Erreichen des Hauptschulabschlusses: Nachhilfe, lehrplanorientierter Unterricht, alternative Lernformen in Kleingruppen

Projektinformationen

Zielgebiet: Konvergenz
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Stadt: Halle (Saale)
Programmgebiet: Halle-Neustadt
Projektlaufzeit: 1/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Dr. Hans Peter Krüger
AWO Erziehungshilfe Halle (Saale) gGmbH
Zerbster Straße 14
06124 Halle
Telefon: 0345 6916405
Fax: 0345 6916413
regionalverband@­awo-halle-merseburg.de
AWO Erziehungshilfe Halle (Saale) gGmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Konvergenz

Bundesland
Sachsen-Anhalt

Stadt/Gemeinde
Halle (Saale)

Programmgebiet
Halle-Neustadt

Projektlaufzeit
1/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Dr. Hans Peter Krüger
AWO Erziehungshilfe Halle (Saale) gGmbH
Zerbster Straße 14
06124 Halle
Telefon: 0345 6916405
Fax: 0345 6916413
regionalverband@­awo-halle-merseburg.de
AWO Erziehungshilfe Halle (Saale) gGmbH

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