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Familien leben im Quartier (FLIQ)

Das Projekt geht ganz neue Wege, um seine gesellschafts- und arbeitsmarktpolitischen Ziele der sozialen Teilhabe, der Chancengerechtigkeit und beruflichen Integration zu erreichen. Nicht – wie in traditioneller Projektarbeit üblich – einzelne Personen, sondern die Familien als Gesamtsysteme stehen im Mittelpunkt der quartiersbezogenen pädagogischen Arbeit. Mit allen beteiligten Familienmitgliedern wird ein Bildungs- und Integrationsplan entwickelt. Kleine Kinder sollen in gleicher Weise in eine Krippe bzw. Kita integriert werden wie deren größere Geschwister bzw. Eltern in Ausbildung oder Arbeit. Dieser Ansatz geht davon aus, dass sich im System Familie verschiedene Faktoren wechselseitig bedingen: Erst wenn die Kinder versorgt sind, können sich die Eltern der Bewältigung eigener Probleme widmen und für sich selbst eine berufliche Perspektive entwickeln. Im Rahmen des Projekts werden 12 Familien begleitet. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Sozialstruktur im Quartier geleistet.

Steckbrief
Kooperationspartner Arbeitskreis Flensburg Nord (AKFN)
Zentrum für kooperative Erziehungshilfe (ZKE)
Sozialpädagogische Dienste der Stadt Flensburg
Arbeitsgemeinschaft Flensburg
IHR Sanierungsträger - Quartiersmanagement
Flensburger Norden e.V.
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Familien
Personen des Rechtskreises SGB II
Migrantinnen und Migranten
Alleinerziehende
Jugendliche und junge Erwachsene

Handlungsbedarf und Ziele

Im Programmgebiet Flensburg Neustadt lebt eine überdurchschnittlich große Anzahl von Familien in Armut, zum Teil schon über Generationen. Problemlagen drohen sich durch Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zu verfestigen. Nur auf einzelne Familienmitglieder gerichtete Maßnahmen zur beruflichen und sozialen Integration greifen daher häufig zu kurz.

„Familien Leben Im Quartier“ (FLIQ) stellt daher die einzelne Familie in ihrem Gesamtsystem in den Fokus der Projektarbeit und entwickelt durch eine solche systemische Grundkonzeption seine arbeitsmarkt- und sozialpolitische Wirkung. Mit allen beteiligten Familienmitgliedern wird ein Bildungs- und Integrationsplan entwickelt: Erst wenn die Kinder versorgt sind, können sich die Eltern der Bewältigung eigener psychosozialer Schwierigkeiten widmen und für sich selbst eine berufliche Perspektive entwickeln. Die Angebotsebene des Projektes wird getragen von den vier Säulen der psychosozialen Begleitung/Gesundheitsprävention und -förderung (Säule 1), der administrativen Unterstützung (2), der Qualifizierung (3) sowie der Vermittlung konkreter Arbeitserfahrung mit einer sich idealerweise anschließenden Vermittlung in eine berufliche Anschlussperspektive (4).

Aktivitäten

  • Baustein 1: In einem systemisch angelegten Familienmanagement werden die Teilnehmenden über einen längeren Zeitraum begleitet. Der Prozess beginnt mit dem Herstellen einer Arbeitsbeziehung und mündet idealerweise in einer beruflichen Integration. Innerhalb dieses methodischen Rahmens werden auf Basis individueller Zielvereinbarungen konkrete Unterstützungsangebote gemacht: Motivationstraining, Begleitung bei Behördengängen, Qualifizierung, Nachholen eines Schulabschlusses etc. Die Wegweiserberatung, also die Vermittlung der Teilnehmenden in bestehende Angebotsstrukturen des Quartiers, steht im Vordergrund.
  • Baustein 2: Für die Familien werden zur Zielerreichung nötige neue Angebotsstrukturen entwickelt. Bestehende Lücken werden so geschlossen. Unter anderem wird ein im Quartier verankertes, flexibles Betreuungsnetzwerk für kleine Kinder aufgebaut, damit auch Eltern mit Erziehungsverpflichtungen kurzfristig die Möglichkeit haben, an projektinternen Qualifizierungsprozessen teilzunehmen. Ein anderes Beispiel sind gemeinnützige Stadtteilprojekte, die gemeinsam mit den Teilnehmenden initiiert werden. Sie haben einerseits einen großen Wertschöpfungscharakter für die „Soziale Stadt“, und bieten andererseits Möglichkeiten zur Qualifizierung und Sinn stiftenden Arbeitserprobung. Unterstützende Haushaltsdienstleistungen für Seniorinnen und Senioren, Projekte zur Quartiersverschönerung oder die Zubereitung gesunder Mahlzeiten für benachteiligte Kinder im Quartier sind Beispiele für eine Vielzahl weiterer Projektideen.

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Schleswig-Holstein
Stadt: Flensburg
Programmgebiet: Neustadt
Projektlaufzeit: 12/2008 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Thomas Beckmann
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg GmbH
Schiffbrücke 43-45
24939 Flensburg
Telefon: 0461 1503240
Fax: 0461 1503100
t.beckmann@­bequa.de
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg GmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Schleswig-Holstein

Stadt/Gemeinde
Flensburg

Programmgebiet
Neustadt

Projektlaufzeit
12/2008 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Thomas Beckmann
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg GmbH
Schiffbrücke 43-45
24939 Flensburg
Telefon: 0461 1503240
Fax: 0461 1503100
t.beckmann@­bequa.de
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg GmbH

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