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BauWerkStadt

Städtebauliche Anpassung und Modernisierung durch Arbeit und Bildung

Das Projekt BauWerkStadt bietet 12 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für arbeitslose ALG II-Bezieherinnen und -Bezieher aus dem Quartier Heuberg in Eschwege. Innerhalb von 12 Monaten können die Teilnehmenden das Zertifikat „Bauwerker/-in“ erwerben. Die Einstellungen erfolgen bei der Werkstatt für junge Menschen Eschwege e.V. mit dem Ziel, nach erfolgter Eignungsfeststellung und beruflicher Qualifizierung die Teilnehmenden in Wirtschaftsbetriebe zu vermitteln. Die Kooperation mit Bauunternehmen im Rahmen geplanter Bauvorhaben und die enge Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft schaffen hierfür die Voraussetzungen. Der Erwerb des Zertifikats „Bauwerker/-in“ ist gekoppelt an theoretische und praktische Qualifizierung, die vom Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft angeboten und durchgeführt wird. Das Projekt strebt an, Teilnehmende im Anschluss in eine betriebliche Ausbildung zum/r Hochbaufacharbeiter/-in zu vermitteln.

Steckbrief
Kooperationspartner Stadt Eschwege
Quartiersmanagement
Arbeitsförderung Werra-Meißner (ARGE)
Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft (Kreishandwerkerschaft)
Handlungsfelder Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Zielgruppen Personen des Rechtskreises SGB II
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Das Quartier Heuberg liegt am Rand der Kreisstadt Eschwege und ist seit 1999 Programmgebiet der Sozialen Stadt. Es ist städtebaulich durch sozialen Wohnungsbau geprägt. Die Wohnbevölkerung setzt sich überwiegend aus sozial und ökonomisch benachteiligten Gruppen mit einem hohen Anteil an Migranten zusammen. Die Arbeitslosenquote ist überdurchschnittlich hoch, das verfügbare Qualifikationsniveau niedrig. Fast jeder 4. Erwachsene im berufsfähigen Alter bezieht Arbeitslosengeld II (ALG II). Der Bevölkerungsverlust in der Stadt wird bis 2020 mit etwa 15% prognostiziert. Zugleich steigt der Anteil der über 65jährigen Bewohnerinnen und Bewohner. Folge ist ein zunehmender Wohnungsleerstand, insbesondere im Stadtteil Heuberg, der auch auf unattraktive Wohnungszuschnitte und den energetisch mangelhaften Zustand der Wohnungen zurückgeht. Der notwendige Um- und Rückbau kann jedoch kaum vorgenommen werden: Unrentierliche Mieten verhindern entsprechende Investitionen. Analog dazu steigt im Bauhaupt- und Nebengewerbe der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften, v.a. im Bestandswohnungsbau. Das Projekt BauWerkStadt zielt daher darauf ab, dem Arbeitskräftemangel in diesem Bereich zu begegnen und zugleich durch Aufwertungen des Wohnumfeldes im Rahmen von Um- und Rückbaumaßnahmen Beispiele eines gelungenen und gesteuerten Stadtteilumbaus zu erproben. Damit soll auch die Investitionsbereitschaft der Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer gefördert werden.

BauWerkStadt qualifiziert im Projektverlauf bis zu 38 Langzeitarbeitslose, die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers Heuberg sind, in verschiedenen Maßnahmeformen zum/r Bauwerker/-in und setzt sie beim Rückbau von (Wohn-)Gebäuden, der energetischen Sanierung und beim Umbau altengerechter Wohnungen ein. Mit dem Projekt soll langfristig Beschäftigung gesichert und mit dringend notwendigen, wertschöpfenden Maßnahmen am Gebäudebestand verknüpft werden.

Im Rahmen von BauWerkStadt werden verschiedene Wohngebäude (v.a. im kommunalen Eigentum) bedarfsgerecht und kostengünstig saniert, um damit nachahmenswerte Beispiele für andere Eigentümer zu liefern. Wohneinheiten sollen zurückgebaut und energetisch saniert werden. Der Einbau barrierefreier, altengerechter Wohneinheiten wird angestrebt. Das projektorientierte Arbeiten und Lernen am Objekt während der Qualifizierung entspricht den Erwartungen und Bedarfen der Zielgruppe und motiviert sie durch die unmittelbare Öffentlichkeitswirksamkeit. Die enge Kooperation mit dem Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft (ABZ) – das im Quartier Heuberg angesiedelt ist – und mit Fachfirmen auf der Baustelle wird dazu genutzt, den betrieblichen Übergang der Teilnehmenden zu unterstützen. Im Anschluss an das Projekt sollen mind. 75% der Teilnehmenden in Ausbildung oder Arbeit auf dem 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Aktivitäten

  • Beschäftigung der Teilnehmenden in Vollzeitarbeitsverhältnissen über 12 bis 24 Monate mit Zuschüssen durch Förderprogramme der ARGE (§ 16e SGB II, AGH-SV)
  • Entwicklung und Umsetzung eines Schulungsprogramms zu theoretischen Grundlagen verschiedener Gewerke der Bauwirtschaft über 320 Unterrichtsstunden pro Projektjahr in Zusammenarbeit mit dem ABZ
  • Ergänzung um Schulungen der persönlichen und sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden
  • Nach 12 Monaten Erwerb des Zertifikats „Bauwerker/-in“, bei Eignung Anschluss einer 2-jährigen betrieblichen Ausbildung zum/r Hochfachbauarbeiter/-in
  • Orientierung der Qualifizierung an künftigen Bedarfen der regionalen Bauwirtschaft in den Bereichen „Bauen im Bestand“ und „energetische Sanierung“
  • Betrieb mehrerer Objekte als Lernbaustellen, um praxisorientiertes Lernen zu ermöglichen und einen Beitrag zur Wohnumfeldgestaltung zu leisten

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Hessen
Stadt: Eschwege
Programmgebiet: Heuberg
Projektlaufzeit: 03/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Bernd Hirschfelder
Werkstatt für junge Menschen Eschwege e.V.
Niederhoner Str.6
37269 Eschwege
Telefon: 05651-33954-17
Fax: 05651-33954-22
bernd.hirschfelder@­werkstatt-eschwege.de
Werkstatt für junge Menschen Eschwege e.V.

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Hessen

Stadt/Gemeinde
Eschwege

Programmgebiet
Heuberg

Projektlaufzeit
03/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Bernd Hirschfelder
Werkstatt für junge Menschen Eschwege e.V.
Niederhoner Str.6
37269 Eschwege
Telefon: 05651-33954-17
Fax: 05651-33954-22
bernd.hirschfelder@­werkstatt-eschwege.de
Werkstatt für junge Menschen Eschwege e.V.

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