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Integrationsprojekt Wilhelmshaven

Das Integrationsprojekt Wilhelmshaven wird im Quartier Südstadt durchgeführt und begegnet den lokalen Problemlagen mit verschiedenen, aufeinander abgestimmten Bausteinen:

a) Im Zentrum steht die Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen in einer „Restaurierungswerkstatt“, die z.T. auch für die anderen Bausteine des Projekts genutzt wird.

b) In einer kooperativen Berufsausbildung sollen Ausbildungsplätze für junge Menschen im gewerblich-technischen Bereich geschaffen werden. Zielgruppe sind Hauptschulabsolventen, die ohne Förderung kaum Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben.

c) Zur Verbesserung der Berufsorientierung in der Hauptschule werden im Projekt Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf angeboten.

d) In einem weiteren Projektbaustein wird das Problemfeld der Schulverweise und -vermeidung aufgegriffen, indem die Ursache analysiert und Bewältigungsstrategien entwickelt werden und das Projekt zwischen Schülern, Eltern und Schule vermittelt. Ziel ist die (Re-)Integration der Zielgruppe in den Unterricht.

Steckbrief
Kooperationspartner Wendepunkt – Sozialpädagogische Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien gGmbH
Job-Center Wilhelmshaven
Stadt Wilhelmshaven: Jugendamt , Migrationsberatung Hauptschule Bremer Straße
Kreishandwerkerschaft Wilhelmshaven
Quartiersmanagement
Kommunale Koordinierungsstelle Soziale Stadt
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit
Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene
Personen des Rechtskreises SGB II
Schülerinnen und Schüler
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Das Gebiet hat in den letzten Jahrzehnten in seinen ursprünglichen Funktionen an Bedeutung verloren: Vormals Gewerbestandort am Wasser, ist die Hafenwirtschaft nur noch in geringem Umfang im Gebiet präsent, viele Flächen und Gebäude liegen brach. Damit ging auch ein Bedeutungsverlust als Wohngebiet einher, der zu einer gravierenden Abnahme der Durchmischung mit Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleistungen sowie Kleingewerbe und in der Konsequenz zur Zunahme von Leerständen beigetragen hat. Heute ist das Programmgebiet geprägt durch Wohnumfelddefizite, rückläufige Bewohnerzahlen und eine hohe Arbeitslosenquote (14%, Gesamtstadt: 9%). Die Bewohnerinnen und Bewohner sind im Vergleich zur Gesamtstadt jünger: Mehr als ein Drittel (35%) fällt in die Altersgruppe der 18-40jährigen (Gesamtstadt: 28%).

Die Problemlagen zeigen akuten Handlungsbedarf an. Erforderlich sind niedrigschwellige Angebote zur Arbeitsmarktintegration, Schaffung neuer Ausbildungsplätze und zur Verbesserung der Berufsorientierung – v.a. der Hauptschüler. Da die prekären Lebenslagen der Jugendlichen bereits in der Schule zu Verhaltensauffälligkeiten führen (Aggressivität, Devianz, Rückzugsverhalten), sollten die Aktivitäten durch die integrative Arbeit mit sozial auffälligen Schülerinnen und Schülern begleitet werden.

Im Integrationsprojekt Wilhelmshaven werden diese Maßnahmen gebündelt und realisiert. Das Projekt hält niederschwellige Angebote zur Arbeitsmarktintegration Langzeitarbeitsloser, Geringqualifizierter und Menschen mit Migrationshintergrund bereit. Daneben werden Hauptschülerinnen und -schüler in angeleiteten Praktika auf den Berufseinstieg vorbereitet und sollen anschließend in Ausbildungsplätze vermittelt werden. In einem Baustein werden Aktivitäten zur Re-Integration von „Schulvermeidern“ und vom Unterricht suspendierten Schülerinnen und Schülern umgesetzt. Das Projekt integriert unterschiedliche Zielgruppen und Bausteine, die sich systematisch aufeinander beziehen und gegenseitig ergänzen. Im Zentrum steht die Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen in einer „Restaurierungswerkstatt“ (Baustein a), die auch für die anderen Bausteine des Projekts genutzt wird. Dadurch wird die stark vertretene Gruppe der 18 bis 40-jährigen angesprochen, für die das Ziel „Integration in den Arbeitsmarkt“ relevant ist. In einer kooperativen Berufsausbildung sollen in Baustein b Ausbildungsplätze für junge Menschen im gewerblich-technischen Bereich geschaffen werden. Zielgruppe sind Hauptschulabsolventen, die ohne Förderung kaum Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben. Die Berufsausbildung verbessert die Möglichkeit einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration. Eine qualifizierte Berufsorientierung in der Schule (Baustein c) optimiert die Qualität der individuellen Berufswahl und vermeidet Fehlentscheidungen und Ausbildungsabbrüche. Im Projekt werden deshalb 5 Plätze für Schülerpraktika angeboten werden. In Baustein d wird die integrative Arbeit mit sozial auffälligen Schülerinnen und Schülern umgesetzt.

Aktivitäten

  • Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen (Baustein a) im Rahmen der Restaurierung historischer Fahrzeuge, Ausstellung und öffentliche Nutzung in Wilhelmshaven
  • Aktivitäten in der Qualifizierung: Profiling, Assessment, individuelle Berufswegplanung, Verbesserung beruflicher Mobilität und ggf. der Sprachkompetenzen, Erwerb individuell angepasster, zertifizierter (fachlicher) Teilqualifizierungen, aktive Unterstützung bei Bewerbungen, betriebliche Praktika, Vermittlungsaktivitäten
  • Abbau von Vermittlungshemmnissen durch sozialpädagogische Begleitung, Verbesserung von Schlüsselqualifikationen und Erwerb allgemeiner Qualifikationen
  • Ausbildungsvorbereitung (Baustein b): Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, Entwicklung und Optimierung der Arbeits- und Lerntechniken
  • Unterstützende Maßnahmen: Stützunterricht, Sozialtraining, sozialpädagogische Hilfen
  • Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler als Hospitation / Praktikum (Baustein c)
  • Integrative Arbeit mit Schulvermeidern (Baustein d): betreute Gruppen, Einzelarbeit mit Jugendlichen, Vernetzung mit Schulen und Jugendamt, aufsuchende Beratung der Eltern, „Runder Tisch“ mit Partnern (Schulen, Jugendamt)
  • Maßnahmen für alle Teilnehmenden: sozialpädagogische Begleitung (Lebens-, Schulden- und Suchtberatung etc.), Vermittlung interkultureller Kompetenzen, Konversationsrunden

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Niedersachsen
Stadt: Wilhelmshaven
Programmgebiet: Südstadt
Projektlaufzeit: 12/2008 bis 07/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Susan Paeschke-Winkelmann
Beratung, Kommunikation und Arbeit - Gesellschaft für soziale und berufliche Integration e.V. (BeKa)
Planckstraße 71a
26389 Wilhelmshaven
Telefon: 04421 201723
Fax: 04421 992638
post@­beka-info.de
Beratung, Kommunikation und Arbeit - Gesellschaft für soziale und berufliche Integration e.V.

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Niedersachsen

Stadt/Gemeinde
Wilhelmshaven

Programmgebiet
Südstadt

Projektlaufzeit
12/2008 bis 07/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Susan Paeschke-Winkelmann
Beratung, Kommunikation und Arbeit - Gesellschaft für soziale und berufliche Integration e.V. (BeKa)
Planckstraße 71a
26389 Wilhelmshaven
Telefon: 04421 201723
Fax: 04421 992638
post@­beka-info.de
Beratung, Kommunikation und Arbeit - Gesellschaft für soziale und berufliche Integration e.V.

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