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WorkIn

Qualifizierung und Arbeit als Haus-, Anlagen- und Einrichtungsbetreuer/-in im Quartier

WorkIn trägt den Zielen der integrierten Entwicklungskonzepte des Quartiers Mariannenplatz und angrenzender Quartiere in Berlin Rechnung, indem junge Erwachsene für Tätigkeiten in der Wohnungswirtschaft qualifiziert werden. Mit der Durchführung und Weiterentwicklung von Qualifizierungsmaßnahmen zum/r Haus-, Anlagen- und Einrichtungsbetreuer/-in für junge arbeitsuchende Erwachsene aus den Quartieren mit Förderbedarf werden zugleich Grundlagen für einen neuen Ausbildungsberuf gelegt.

Die erfolgreiche Qualifizierung bildet die Basis für die soziale Stabilisierung der Teilnehmenden und ihre Integration in wohnungswirtschaftliche Unternehmen und Betriebe der lokalen Ökonomie. Die Sensibilisierung für und Unterstützung beim Aufbau neuer Formen kooperativen Personalmanagements in Arbeitgeberzusammenschlüssen (AGZ) der Wohnungswirtschaft und branchennaher Unternehmen soll neue Arbeitsplätze im Quartier schaffen und die lokale Wirtschaft stärken.

Steckbrief
Kooperationspartner Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauaufsicht der Stadt Berlin
Senatsverwaltung Berlin
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Quartiersmanagements der Programmgebiete
JobCenter Friedrichshain-Kreuzberg
Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaus (DEGEWO)
Wohnungsbaugesellschaft „Am Ostseeplatz“ eG
Gangway e.V.
Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen e.V.
Jugendhilfe Nordwestbrandenburg e.V.
Türkischer Elternverein in Berlin-Brandenburg e.V.
Der Paritätische
Unternehmervereine
tamen. Entwicklungsbüro Arbeit und Umwelt GmbH
Projekt- und Wissenschaftsberatung Dr. Wolfgang Serbser
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Stärkung der lokalen Ökonomie
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene
Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher
Betriebe der lokalen Ökonomie
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Laut Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2006 (Berlin) sind vor allem die nördlichen Gebiete in Kreuzberg besonders „prekäre“ Quartiere. Hierzu gehören die Quartiere Mariannenplatz, Neues Kreuzberger Zentrum/Oranienstraße, Wassertorplatz, Wrangelkiez, Mehringplatz und Düttmannsiedlung. Neben Wanderungsverlusten, überdurchschnittlicher Fluktuation im Wohnungsbestand und hoher Arbeitslosigkeit ist der Anteil der Empfänger von Transferleistungen (SGB) – vor allem unter den Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund – besonders hoch. Dies wirkt sich auf die lokale Wirtschaft aus: Die Betriebe leiden unter der mangelnden Kaufkraft der Bevölkerung und sind nur bedingt in der Lage, Arbeits- oder Ausbildungsplätze anzubieten, um junge Menschen in den Quartieren in das Berufsleben zu integrieren. Trotz leichter sozialräumlicher Stabilisierung in jüngster Zeit besteht im Handlungsfeld Bildung und der sozialen und beruflichen Integration junger Erwachsener (mit /ohne Migrationshintergrund) nach wie vor Handlungsbedarf. Viele haben die Schule oder Ausbildung vorzeitig abgebrochen, keine passende Ausbildung gefunden oder es ist absehbar, dass sie keine beginnen können. Die prekären Lebenslagen fördern die Desintegration und wirken sich auch auf das Wohnumfeld und andere Einrichtungen in den Quartieren ungünstig aus. Missbräuchliche Nutzungen und Zerstörungen wirken sich nachteilig auf die Wohnungswirtschaft und die lokale Ökonomie aus und beeinträchtigen damit die Lebensqualität aller Bewohnerinnen und Bewohner.

Das Projekt will zur Überwindung der identifizierten Problemlage beitragen, indem es einerseits auf die Entwicklung eines quartiersbezogenen Qualifizierungs-, Bildungs- und Unternehmensnetzwerks hinzielt, welches der Verbesserung der Chancengleichheit sowie der beruflichen und sozialen Integrationsfähigkeit junger Erwachsener mit Förderbedarf dient. Auf der anderen Seite wird die Personalentwicklung und der Aufbau eines kooperativen Personalmanagements kleinerer Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen in Form von Arbeitgeberzusammenschlüssen (AGZ) unterstützt. Für mindestens 30 Teilnehmende bietet WorkIn durch die Qualifizierung zum/r Haus-, Anlagen- und Einrichtungsbetreuer/-in die Möglichkeit zum (Wieder-)Einstieg in den Bildungsweg oder die Berufstätigkeit an. Die Förderung sozialer Kompetenzen und die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen sollen die soziale Integration in Wohnumfeld und Quartier verbessern und damit Desintegrationstendenzen entgegenwirken. Für die Wohnungswirtschaft werden Bewohnerinnen und Bewohner der eigenen Bestände wieder in Arbeit gebracht. Gebäude und Anlagen werden besser gepflegt und instandgehalten. Dies trägt zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und zur sozioökonomischen Stabilisierung in den Quartieren bei. Durch den Aufbau von AGZ sollen zusätzliche und dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen werden, die zu einer Stärkung der lokalen Ökonomie beitragen. Ein Handbuch wird die Ergebnisse als Handreichung für künftige Projekte bereitstellen.

Aktivitäten

  • Gemeinsamer Aufbau eines quartiersbezogenen Qualifizierungs-, Bildungs- und Unternehmensnetzwerks mit Kooperationspartnern
  • Angebot von vier 18-monatigen Qualifizierungsdurchgängen mit mindestens 30 Plätzen für junge Erwachsene. Die Qualifizierung findet in 6 Gewerken und einem Dienstleistungsbereich statt und wird durch fachliche Grundbausteine und Leistungskomponenten (Umfang jeweils 30%) sowie durch Praxisphasen in der Wohnungswirtschaft (40%) ergänzt
  • Einrichtung eines Projektbüros vor Ort und Etablierung eines Projektbeirats
  • Sensibilisierung und Beratung der wohnungswirtschaftlichen Unternehmen und lokalen Betriebe über Arbeitgeberzusammenschlüsse (AGZ) sowie Aufbau, Konsolidierung und Betreuung von AGZ
  • Wissenschaftliche Begleitung, Veröffentlichung der Ergebnisse im Handbuch und Abschlussveranstaltung

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Mariannenplatz, Neues Kreuzberger Zentrum/Oranienstraße, Wrangelkiez, Wassertorplatz, Mehringplatz, Werner-Düttmann-Siedlung
Projektlaufzeit: 02/2009 bis 02/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Karen Götz
WorkIn - Ausbildungswerk Kreuzberg e.V. (ABW)
Waldemarstr. 37 A
10999 Berlin
Telefon: 030 69566235
Fax: 030 69566239
k.goetz@­abw-workin.de
Ausbildungswerk Kreuzberg e.V.

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Berlin

Stadt/Gemeinde
Berlin

Programmgebiet
Mariannenplatz, Neues Kreuzberger Zentrum/Oranienstraße, Wrangelkiez, Wassertorplatz, Mehringplatz, Werner-Düttmann-Siedlung

Projektlaufzeit
02/2009 bis 02/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Karen Götz
WorkIn - Ausbildungswerk Kreuzberg e.V. (ABW)
Waldemarstr. 37 A
10999 Berlin
Telefon: 030 69566235
Fax: 030 69566239
k.goetz@­abw-workin.de
Ausbildungswerk Kreuzberg e.V.

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