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Integration durch Ausbildung (IdA)

Das Projekt „Integration durch Ausbildung“ (IdA) hat die Verbesserung der Ausbildungs- und Erwerbsperspektiven junger Erwachsener im Bremer Quartier Gröpelingen zum Ziel. Hierfür bietet es Ausbildungsplätze in den anerkannten Ausbildungsberufen Ausbaufacharbeiter/-in, Bauten- und Objektbeschichter/-in und Änderungsschneider/-in für insgesamt 54 Teilnehmende an. Die Qualifizierung schließt mit dem Erwerb des Facharbeiterbriefs ab. Im Projektverlauf erwerben die Teilnehmenden in Verbindung mit städtebaulichen Aktivitäten theoretische und praktische Kenntnisse der Ausbildungsberufe. Sie beteiligen sich gemeinsam mit Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern sowie Betrieben der lokalen Ökonomie an Konzeption und Bau eines generationenübergreifenden Wohnprojekts. In diesem 22 Einheiten umfassenden Bauvorhaben ist auch Wohnraum für Auszubildende vorgesehen. Daneben sind sie in die Konzeption und den Bau eines Quartierzentrums einbezogen. Dies verbessert die Identifikation der Zielgruppe und der Bewohnerschaft mit dem Projekt und dem Quartier und stärkt zugleich die lokale Wirtschaft.

Steckbrief
Kooperationspartner ARGE (BAgIS)
Agentur für Arbeit Bremen
Quartiersmanagement
Sozialzentrum Walle/Gröpelingen
Ortsamt West
Handwerkskammer
Moscheen
Gröpelinger Marketing e.V.
Projekt Lokale Ökonomie
Kompetenzagentur
Handwerksbetriebe
Berufsschulen (Alwin Lonke Schule, Wilhelm Wagefeld Schule)
Union Europäisch-Türkischer Demokraten
VATAN Spor
Maximilian-Kolbe-Haus für Begegnung und Versöhnung Danzig
Verband der Bauunternehmen Bremen/Niedersachsen
Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa
Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet e.V.
Arbeit und Leben
Zentrum für Schule und Beruf
Handlungsfelder Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Stärkung der lokalen Ökonomie
Zielgruppen Jugendliche und junge Erwachsene
Betriebe der lokalen Ökonomie
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Das Programmgebiet Gröpelingen ist Teil eines traditionellen Arbeiterquartiers und Zuwanderungsgebiet für Migrantinnen und Migranten, v.a. die aus der Türkei zugewandert sind. Bereits ab Mitte der 1980er Jahre setzten Segregationsprozesse ein. Der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund im Quartier beträgt heute etwa 41% (Bremen: 27%). Der Niedergang der Werftenindustrie führte insbesondere für Geringqualifizierte zu einem massiven Verlust an Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenquote beträgt etwa 31% (Bremen: 18%). Bei jungen Erwachsenen, Frauen und Migranten liegt sie noch darüber. Der Anteil der Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen liegt bei 29% (Bremen 14%). Seit 2000 ist das Gebiet im Programm Soziale Stadt. Es konnten bereits positive Effekte erzielt werden. Eine Hauptaufgabe bleibt aber die Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe durch Integration in Ausbildung und Arbeit, insbesondere für junge Erwachsene (mit und ohne Migrationshintergrund). Sie erlangen häufig schlechte oder keine Hauptschulabschlüsse, haben nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt und bleiben von staatlichen Transferleistungen abhängig. Die lokale Wirtschaft ist nur schwach ausgeprägt (Kleinbetriebe im Einzelhandels- und Dienstleistungssektor) und kann nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Das Projekt „Integration durch Ausbildung“ (IdA) knüpft an diese Problemlagen an und greift den im integrierten Entwicklungskonzept festgestellten Bedarf in den Handlungsfeldern Beschäftigung, Bildung, Integration und Partizipation auf. Indem zusätzliche Ausbildungsplätze und zertifizierte Qualifizierungsansätze für junge Erwachsene umgesetzt werden, leistet es einen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildungs- und Erwerbsperspektiven der Zielgruppe. Im Zuge der Chancengerechtigkeit bemüht sich das Projekt insbesondere um Frauen sowie um Migrantinnen und Migranten. Neben der Integration der jungen Erwachsenen in Ausbildung und Arbeit ist ein weiteres Projektziel die Stärkung der lokalen Wirtschaft. 20 lokale Unternehmen sollen für die Bereitstellung von Praktika sowie Ausbildungs- und Arbeitsplätzen gewonnen werden und sich gemeinsam mit der Zielgruppe der jungen Erwachsenen und der Bewohnerschaft an Konzeption und Bau eines generationenübergreifenden Wohnprojekts und des neuen Quartierszentrums beteiligen. Dies dient zugleich der Verbesserung der Identifikation der Zielgruppen und der Bewohnerschaft mit dem Projekt und dem Quartier.

Aktivitäten

  • Aktivierung des Netzwerks zur Zielgruppenansprache und Projektvorbereitung: Runder Tisch, Akquise Teilnehmende und Kooperationspartner, Einzel- und Gruppengespräche, Öffentlichkeitsarbeit, Bildung Projektbeirat
  • Durchführung von zwei Ausbildungsdurchgängen in den Berufen Ausbaufacharbeiter/-in, Bauten- und Objektbeschichter/-in und Änderungsschneider/-in in enger Kooperation mit Betrieben
  • Ergänzung der praktischen Ausbildung durch Theorieunterricht in der Berufsschule, Stützunterricht, Förderunterricht, Einzelbetreuung, psychosoziale Begleitung
  • Zusätzliche Maßnahmen zur Vermeidung von Abbrüchen und Förderung der gesellschaftlichen Integration der Teilnehmenden: integriertes Konzept „Ausbildung und Wohnen“, Azubi-WG, Angebote zur begleitenden Lebensführung: selbständiges Wohnen, Hauswirtschaft, Ernährung, Gesundheit, Sport, Kultur, Freizeit
  • Zielgerichtete Überleitung der Teilnehmenden in betriebliche Ausbildung. Erwerb des Facharbeiterbriefs im Betrieb oder durch die Externenprüfung nach §45 BBiG in Absprache mit der Handelskammer
  • Akquise lokaler Unternehmen für zusätzliche Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeitsplätze und Integration einzelner Betriebe in Baumaßnahmen
  • Partizipation von Teilnehmenden und Quartiersbewohnern an Konzeption und Bau des Quartierszentrums, an der Aktion „Gröpelingen–Stadtteil gegen Rassismus“
  • Durchführung von zwei deutsch-polnischen Workcamps mit dem Maximilian-Kolbe-Haus für Versöhnung und Begegnung in Danzig (Sanierung einer Jugendbegegnungsstätte)
  • Externe Evaluation des Projekts

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bremen
Stadt: Bremen
Programmgebiet: Ohlenhof, Gröpelingen, Lindenhof
Projektlaufzeit: 11/2008 bis 08/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Sanne Masche
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig (WaBeQ)
Getreidestraße 16-18
28217 Bremen
Telefon: 0421 98960530
s.masche@­wabeq.de
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Bremen

Stadt/Gemeinde
Bremen

Programmgebiet
Ohlenhof, Gröpelingen, Lindenhof

Projektlaufzeit
11/2008 bis 08/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Sanne Masche
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig (WaBeQ)
Getreidestraße 16-18
28217 Bremen
Telefon: 0421 98960530
s.masche@­wabeq.de
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig

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