Integration durch Ausbildung (IdA)
| Kooperationspartner |
ARGE (BAgIS)
Agentur für Arbeit Bremen Quartiersmanagement Sozialzentrum Walle/Gröpelingen Ortsamt West Handwerkskammer Moscheen Gröpelinger Marketing e.V. Projekt Lokale Ökonomie Kompetenzagentur Handwerksbetriebe Berufsschulen (Alwin Lonke Schule, Wilhelm Wagefeld Schule) Union Europäisch-Türkischer Demokraten VATAN Spor Maximilian-Kolbe-Haus für Begegnung und Versöhnung Danzig Verband der Bauunternehmen Bremen/Niedersachsen Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet e.V. Arbeit und Leben Zentrum für Schule und Beruf |
|---|---|
| Handlungsfelder |
Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Arbeit
Stärkung der lokalen Ökonomie |
| Zielgruppen |
Jugendliche und junge Erwachsene
Betriebe der lokalen Ökonomie Migrantinnen und Migranten |
Handlungsbedarf und Ziele
Das Programmgebiet Gröpelingen ist Teil eines traditionellen Arbeiterquartiers und Zuwanderungsgebiet für Migrantinnen und Migranten, v.a. die aus der Türkei zugewandert sind. Bereits ab Mitte der 1980er Jahre setzten Segregationsprozesse ein. Der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund im Quartier beträgt heute etwa 41% (Bremen: 27%). Der Niedergang der Werftenindustrie führte insbesondere für Geringqualifizierte zu einem massiven Verlust an Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenquote beträgt etwa 31% (Bremen: 18%). Bei jungen Erwachsenen, Frauen und Migranten liegt sie noch darüber. Der Anteil der Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen liegt bei 29% (Bremen 14%). Seit 2000 ist das Gebiet im Programm Soziale Stadt. Es konnten bereits positive Effekte erzielt werden. Eine Hauptaufgabe bleibt aber die Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe durch Integration in Ausbildung und Arbeit, insbesondere für junge Erwachsene (mit und ohne Migrationshintergrund). Sie erlangen häufig schlechte oder keine Hauptschulabschlüsse, haben nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt und bleiben von staatlichen Transferleistungen abhängig. Die lokale Wirtschaft ist nur schwach ausgeprägt (Kleinbetriebe im Einzelhandels- und Dienstleistungssektor) und kann nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Das Projekt „Integration durch Ausbildung“ (IdA) knüpft an diese Problemlagen an und greift den im integrierten Entwicklungskonzept festgestellten Bedarf in den Handlungsfeldern Beschäftigung, Bildung, Integration und Partizipation auf. Indem zusätzliche Ausbildungsplätze und zertifizierte Qualifizierungsansätze für junge Erwachsene umgesetzt werden, leistet es einen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildungs- und Erwerbsperspektiven der Zielgruppe. Im Zuge der Chancengerechtigkeit bemüht sich das Projekt insbesondere um Frauen sowie um Migrantinnen und Migranten. Neben der Integration der jungen Erwachsenen in Ausbildung und Arbeit ist ein weiteres Projektziel die Stärkung der lokalen Wirtschaft. 20 lokale Unternehmen sollen für die Bereitstellung von Praktika sowie Ausbildungs- und Arbeitsplätzen gewonnen werden und sich gemeinsam mit der Zielgruppe der jungen Erwachsenen und der Bewohnerschaft an Konzeption und Bau eines generationenübergreifenden Wohnprojekts und des neuen Quartierszentrums beteiligen. Dies dient zugleich der Verbesserung der Identifikation der Zielgruppen und der Bewohnerschaft mit dem Projekt und dem Quartier.Aktivitäten
- Aktivierung des Netzwerks zur Zielgruppenansprache und Projektvorbereitung: Runder Tisch, Akquise Teilnehmende und Kooperationspartner, Einzel- und Gruppengespräche, Öffentlichkeitsarbeit, Bildung Projektbeirat
- Durchführung von zwei Ausbildungsdurchgängen in den Berufen Ausbaufacharbeiter/-in, Bauten- und Objektbeschichter/-in und Änderungsschneider/-in in enger Kooperation mit Betrieben
- Ergänzung der praktischen Ausbildung durch Theorieunterricht in der Berufsschule, Stützunterricht, Förderunterricht, Einzelbetreuung, psychosoziale Begleitung
- Zusätzliche Maßnahmen zur Vermeidung von Abbrüchen und Förderung der gesellschaftlichen Integration der Teilnehmenden: integriertes Konzept „Ausbildung und Wohnen“, Azubi-WG, Angebote zur begleitenden Lebensführung: selbständiges Wohnen, Hauswirtschaft, Ernährung, Gesundheit, Sport, Kultur, Freizeit
- Zielgerichtete Überleitung der Teilnehmenden in betriebliche Ausbildung. Erwerb des Facharbeiterbriefs im Betrieb oder durch die Externenprüfung nach §45 BBiG in Absprache mit der Handelskammer
- Akquise lokaler Unternehmen für zusätzliche Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeitsplätze und Integration einzelner Betriebe in Baumaßnahmen
- Partizipation von Teilnehmenden und Quartiersbewohnern an Konzeption und Bau des Quartierszentrums, an der Aktion „Gröpelingen–Stadtteil gegen Rassismus“
- Durchführung von zwei deutsch-polnischen Workcamps mit dem Maximilian-Kolbe-Haus für Versöhnung und Begegnung in Danzig (Sanierung einer Jugendbegegnungsstätte)
- Externe Evaluation des Projekts
Projektinformationen
Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Bremen
Stadt: Bremen
Programmgebiet: Ohlenhof, Gröpelingen, Lindenhof
Projektlaufzeit: 11/2008 bis 08/2012
Förderrunde: 2008-2012
Kontakt
Sanne Masche
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig (WaBeQ)
Getreidestraße 16-18
28217 Bremen
Telefon: 0421 98960530
s.masche@wabeq.de
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig (WaBeQ)
Getreidestraße 16-18
28217 Bremen
Telefon: 0421 98960530
s.masche@wabeq.de
Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH gemeinnützig






