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Produktionsschule Mitte

Die „Produktionsschule Mitte“ eröffnet jungen Menschen, die in traditionellen Schulen gescheitert sind oder zu scheitern drohen, die aber über arbeitspraktische Begabungen verfügen, neue Chancen. In einer ehemaligen Druckmaschinenfabrik in Berlin-Mitte wurde eine Produktionsschule eingerichtet. Es stehen 20 Plätze für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zur Verfügung, die durch die Verbindung von produktiver Arbeit, abschlussorientiertem Lernen und einer individuellen psychosozialen Begleitung neu motiviert. Ziel ist es, ihnen einen Schulabschluss zu ermöglichen, ihre Ausbildungsfähigkeit herzustellen und sie bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren der Kiez-, Familien- und Jugendarbeit werden Integration fördernde Angebote für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelt. Die Kooperation mit Betrieben sichert die Anbindung an die lokale Wirtschaft. Sie bieten den Jugendlichen Beratungen, Betriebsbesuche und Praktika an.

Steckbrief
Kooperationspartner Theodor-Plievier-Schule
Ernst-Schering-Schule
Hans-Bredow-Oberschule
Wilhelm-Busch-Schule
Quartiersmanagement Pankstraße
Quartiersmanagement Soldiner Straße
Quartiersmanagement Sparrplatz
Schulpsychologisches Beratungszentrum Berlin Mitte
Jugendberatungshaus compass.mitte
Jobcenter Mitte von Berlin
Praktikumsbetriebe
Bezirksamt Berlin-Mitte: Geschäftsstelle Quartiersmanagement, Abt. Jugendförderung, Abt. Wirtschaftsförderung, Immobilien, Ordnungsamt
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Handlungsfelder Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler
Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher
Migrantinnen und Migranten

Handlungsbedarf und Ziele

Die Produktionsschule Mitte in den Programmgebieten Pankstraße/Reinickendorfer Straße, Soldiner Straße und Sparrplatz gründet sich vor allem auf zwei Handlungsbedarfe: Die infrastrukturell und sozial schwache Situation in den Quartieren und die hohe Anzahl schuldistanzierter Jugendlicher und Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher, darunter insbesondere junge Migranten, die beim Übergang von der Schule in den Beruf Unterstützung benötigen. In den Gebieten erhalten über 40% der Bewohner öffentliche Transferleistungen, darunter ein sehr hoher Anteil unter 18-jähriger, in der Mehrzahl Jugendliche mit Migrationshintergrund. Ihre Berufs- und Bildungschancen sind u.a. wegen unzureichender Sprachkompetenzen gering, die Quote von Schulabbrüchen ist besonders hoch. An den zuständigen Haupt- und Realschulen erreicht der Anteil von Jugendlichen nicht deutscher Herkunftssprache in manchen Klassenstufen 80%. Zusätzliche und alternative Bildungsangebote sind erklärtes Ziel der drei Quartiersmanagements. Dieser Bedarf wird nachdrücklich auch von den Oberschulen geäußert.

Das zentrale Projektziel besteht im Aufbau und nachhaltigen Betrieb einer Produktionsschule, die einen Beitrag zur Senkung der hohen Anzahl schuldistanzierter Jugendlicher und Schulabbrecher/innen leisten soll, die den Übergang Schule - Beruf allein nicht bewältigen. Jungen Menschen, die in traditionellen Schulen zu scheitern drohen, aber über arbeitspraktische Begabungen verfügen, werden Schulabschlüsse und berufliche Orientierung ermöglicht und Übergänge an der ersten Schwelle erleichtert. Jährlich sollen ca. 20 Jugendliche in das Projekt aufgenommen werden.

Aktivitäten

  • Einrichtung und Betrieb der Produktionsschule in einer ehemaligen Druckmaschinenfabrik in Berlin Mitte
  • Umsetzung eines flexiblen, nachfrage- und beteiligungsorientierten Angebots für junge Menschen mit besonderen Förderbedarfen: Berufliche Orientierung und arbeitspraktische Erfahrungen im Quartier und über Betriebspraktika
  • Erwerb von Schulabschlüssen und intensive Prüfungsvorbereitung
  • Abstimmung des Förderunterrichts auf die praktischen Aktivitäten
  • Sozialpädagogische Begleitung, Integration fördernde Angebote
  • Einrichtung eines Projektbeirates mit Vertreterinnen und Vertretern der Schul- und Jugendverwaltung

Projektinformationen

Zielgebiet: Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung
Bundesland: Berlin
Stadt: Berlin
Programmgebiet: Reinickendorfer/Pankstraße, Soldiner-/Wollankstraße, Sparrplatz
Projektlaufzeit: 01/2009 bis 10/2012
Förderrunde: 2008-2012

Kontakt

Antje Görss
Zukunftsbau GmbH
Strelitzer Straße 60
10115 Berlin
Telefon: 030 47869140
Fax: 030 4869333
agoerss@­zukunftsbau.de
Zukunftsbau GmbH

Zusatzinformationen

Projektinformationen

Zielgebiet
Regionale Wettbewerbs-
fähigkeit und Beschäftigung

Bundesland
Berlin

Stadt/Gemeinde
Berlin

Programmgebiet
Reinickendorfer/Pankstraße, Soldiner-/Wollankstraße, Sparrplatz

Projektlaufzeit
01/2009 bis 10/2012

Förderrunde
2008-2012

Kontakt

Antje Görss
Zukunftsbau GmbH
Strelitzer Straße 60
10115 Berlin
Telefon: 030 47869140
Fax: 030 4869333
agoerss@­zukunftsbau.de
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